DAX-MARKTBERICHT

DAX fester: Starke Bilanzen treiben Europas Börsen - EZB im Blick

DAX fester: Starke Bilanzen treiben Europas Börsen - EZB im Blick

WKN: 710000 ISIN: DE0007100000 Daimler AG

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15.11.2019 - 19:59
24.10.2019 14:18:00

Ermutigende Firmenbilanzen haben Europas Börsen am Donnerstag angeschoben. Der Dax erklomm zeitweise den höchsten Stand seit Juni 2018 und lag am Nachmittag ein halbes Prozent im Plus bei 12.864 Punkten. Der EuroStoxx gewann 0,4 Prozent auf 3619 Zähler. Auch an der Wall Street zeichnete sich eine freundliche Eröffnung ab.

Bei der letzten Zinsentscheidung unter EZB-Präsident Mario Draghi ließ die Europäische Zentralbank den Leitzins unverändert beim Rekordtief von 0,0 Prozent. Volkswirte rechneten bei der anschließenden Pressekonferenz damit, dass Draghi ein positives Fazit seiner Amtszeit ziehen wird. Der Euro trat bei 1,1125 Dollar auf der Stelle.

Die Experten vom Handelshaus CMC Markets machten mit den jüngsten Firmenbilanzen eine gewisse Entspannung unter den Anlegern aus: "Damit reift unter den Investoren die Erkenntnis, dass die tatsächliche Lage besser ist als die schlechte Stimmung, die sich über die Sommermonate in Erwartung eines schlechten dritten Quartals ausgebreitet hat."

Die Dax-Unternehmen Daimler und BASF hätten die Nerven der Anleger beruhigt, indem sie an ihren Prognosen festgehalten hätten, sagte Chris Bailey, Stratege beim Broker Raymond James. Die Aktien von Daimler führten die Dax-Gewinnerliste mit einem Plus von 4,7 Prozent auf 52,85 Euro an. Der Autobauer habe die Markterwartungen bei Umsatz, operativem Ergebnis und Nachsteuerergebnis übertroffen, kommentierte NordLB-Analyst Frank Schwope. Die PKW-Sparte habe sich zudem deutlich stabilisiert.

Gefragt waren auch die Papiere von BASF, die um 2,4 Prozent stiegen, obwohl der bereinigte operative Gewinn im Quartal um fast ein Viertel gefallen war.

TÜRKISCHE ZENTRALBANK SENKT ZINSEN


Auch in der zweiten und dritten Reihe gaben Quartalszahlen die Richtung vor: Kion-Aktien stiegen im MDax um rund acht Prozent. Der Gabelstaplerkonzern trotzt der Konjunkturabschwächung und hält an seinen Gesamtjahreszielen fest.

Auf der Verliererseite stand dagegen Puma mit einem Abschlag von vier Prozent. Konzernchef Björn Gulden rechnet damit, dass der Sportartikelkonzerns zum Ende des Jahres erstmals die US-Zölle für Importe aus China zu spüren bekommt. "Ohne Preiserhöhungen wird das Ebit dadurch - zumindest kurzfristig - beeinträchtigt werden."

In der Türkei kappte die Notenbank den Leitzins stärker als erwartet um 2,5 Punkte auf 14,0 Prozent. Experten hatten lediglich mit einer Senkung um einen Punkt gerechnet. Die türkische Lira sackte nach der Entscheidung ab. Der Dollar verteuerte sich im Gegenzug um 0,4 Prozent auf 5,7550 Lira.

rtr

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Bildquelle: Julian Mezger für Finanzen Verlag

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