DAX-SCHLUSSBERICHT

DAX geht fester in den Feierabend

DAX geht fester in den Feierabend

WKN: A1PHFF ISIN: DE000A1PHFF7 HUGO BOSS AG

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23.10.2018 - 17:35
18.09.2018 17:30:00

Verhalten setzte sich am Dienstag der Handel am deutschen Aktienmarkt fort. Dabei pendelte der DAX im Tagesverlauf um seinen Vortagesschlussstand über der Marke von 12.100 Punkten. Zur Schlussglocke gewann er wieder etwas mehr hinzu und notierte bei 12.157 Zählern - ein Plus von 0,5 Prozent Von Karen Szola



Unternehmensseitig rückte der MDAX-Konzern Zalando in den Fokus der Anleger, nachdem das Unternehmen am Vorabend die Senkung der Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr veröffentlichte. So war es nicht verwunderlich, dass die Aktie heute stark unter Druck stand und bis zum Handelsschluss um 13 Prozent einbüßte. In Sippenhaft wurde auch der Edelschneider Hugo Boss genommen, dessen Anteile um rund 1,3 Prozent nachgaben. Im Blickfeld der Investoren waren zudem die DAX-Werte SAP und die Deutsche Post, die heute bevorzugt gekauft wurden. Hintergrund war die überzeugende Bilanzvorlage der jeweiligen US-Rivalen Oracle und FedEx.



Den höchsten Tagesgewinn unter den DAX-Werten verbuchten am Dienstag die Aktien von Volkswagen und ThyssenKrupp, die um 2,5 und 2,3 Prozent zulegten. Die rote Laterne beim DAX trug dagegen der Reifenhersteller Continental, der um 1,1 Prozent nachgab.


Um neuen Abwärtsrisiken beim DAX aus dem Weg zu gehen, sollte das deutsche Aktienbarometer aber nun kräftiger ansteigen. Davon berichteten einige namhafte Technische Analysten. Bleibt eine weitere Erholungsbewegung aus, könnten empfindliche Verluste folgen. Denn übergeordnet droht dem DAX mit dem signifikanten Fall unter die Schlüsselunterstützung um 12.000/11.900 Punkte eine bearishe Trendwende. So formte sich mit den Kursgipfeln seit Juni 2017 eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation, die mit dem Rutsch unter die Nackenlinie (um 11.900 Zähler) negativ aufgelöst würde. Das rechnerische Abschlagspotenzial aus der Formation läge dann im Worst Case-Szenario bei etwa 1700 Punkten.

Auch unter dem Aspekt der Dow-Theorie hätte ein Unterschreiten des 11.900er-Niveaus ähnlich negative Folgen: Damit wäre der langfristige Aufwärtstrend gebrochen, der sich aus 2009 herleitet. Dies wäre ein starkes charttechnisches Verkaufssignal, welches mittel- bis langfristig zu rückläufigen Notierungen führt.

An der Wall Street zeigten sich die Anleger am Dienstag vom eskalierenden Zollstreit zwischen den USA und China weitgehend unbeeindruckt. Der Dow Jones stieg bis zum Mittag um 0,5 Prozent auf 26.190 Punkte. Der S&P 500 und der Nasdaq 100 legten ebenfalls zu.

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Bildquelle: Lisi Niesner/Reuters

Aktien in diesem Artikel

Continental AG 133,30 0,00% Continental AG
Deutsche Post AG 27,97 -2,20% Deutsche Post AG
HUGO BOSS AG 59,40 -1,53% HUGO BOSS AG
Oracle Corp. 41,25 0,07% Oracle Corp.
SAP SE 92,60 -2,52% SAP SE
thyssenkrupp AG 18,42 -2,90% thyssenkrupp AG
Volkswagen (VW) St. 136,60 -1,80% Volkswagen (VW) St.
Zalando 32,77 -3,45% Zalando

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