DAX-SCHLUSSBERICHT

DAX geht im Plus ins Wochenende - und was Anleger außerdem wissen sollten

DAX geht im Plus ins Wochenende - und was Anleger außerdem wissen sollten

WKN: 852552 ISIN: US1667641005 Chevron Corp.

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15.11.2019 - 18:14
01.11.2019 17:40:00

Mit 0,7 Prozent Plus bei 12.961,05 Punkten hat der DAX am Freitag die 13.000-Punkte-Marke verfehlt. Was dem deutschen Leitindex Auftrieb verschafft hat und was Anleger außerdem wissen sollten.

Überraschend starke US-Arbeitsmarktdaten haben die Börse am Freitag beflügelt und so hat der DAX die 13.000 Punkte ins Visier genommen. Anleger kamen so in Kauflaune. Mit 128.000 neu geschaffenen Jobs verlor der US-Arbeitsmarkt im Oktober nicht so stark an Dynamik wie erwartet. "Die US-Wirtschaft bleibt der Fels in der Brandung", kommentierte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. Bislang habe die US-Wirtschaft den anhaltenden Handelskonflikt mit China erstaunlich gut weggesteckt.

Mit den ermutigenden Daten im Rücken griffen Anleger zum US-Dollar. Der Dollar-Index stieg von 97,27 auf 97,41 Punkte. Das in Dollar notierte Gold musste hingegen Federn lassen. Das Edelmetall verbilligte sich um ein halbes Prozent auf 1506 Dollar die Feinunze. Daneben hellten starke Konjunkturdaten aus China die Stimmung zum Wochenschluss auf. Chinas Industrie wuchs im Oktober so stark wie zuletzt vor zwei Jahren.

Bei den deutschen Unternehmen stand Metro im Rampenlicht. Der tschechische Milliardär und Großaktionär Daniel Kretinsky stockte seine Beteiligung am Handelskonzern auf 29,99 Prozent auf. Es überrasche, dass sich Kretinsky weiter für Metro interessiere, nachdem seine Offerte von 16 Euro je Aktie gescheitert sei, sagte ein Börsianer. Metro-Aktien legten 1,2 Prozent auf 14,76 Euro zu.

Was am Freitag an der Börse außerdem wichtig war


Autogipfel: Politik und Industrie beraten über Zukunft der Branche
Bei einem Spitzentreffen im Kanzleramt wollen Politik und Autobranche am Montag über die Zukunft der Schlüsselindustrie beraten. Eine Regierungssprecherin sagte am Freitag in Berlin, es gehe um Maßnahmen, wie der Produktions- und Innovationsstandort Deutschland gestärkt werden könne. Eine wesentliche Rolle spielt der Ausbau der Elektromobilität. Bei dem Treffen soll es konkret darum gehen, wie die Ladeinfrastruktur für E-Autos verbessert werden kann - damit E-Fahrzeuge den Durchbruch auf dem Massenmarkt schaffen.

Neuer Ärger für Boeing? Qantas prüft 737 NG nach Entdeckung von Riss
Boeings Probleme nehmen kein Ende: Inmitten der Krise um den Unglücksflieger 737 Max sorgt nun auch das Vorgängermodell 737 NG für größere Schwierigkeiten. Die australische Fluggesellschaft Qantas unterzieht nach der Entdeckung von Haarrissen in drei Maschinen dieses Typs mehrere baugleiche Flugzeuge einer Inspektion. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA hatte Anfang des Monats bereits eine dringliche Sonderprüfung angeordnet, woraufhin etliche 737 NG aus dem Betrieb genommen wurden. Doch womöglich hat das Problem eine deutlich größere Dimension als bislang angenommen.

Google kauft Fitness-Firma Fitbit für gut zwei Milliarden Dollar
Der Fitnessband-Pionier Fitbit wird ein Teil von Google. Der Internet-Riese zahlt 7,35 Dollar pro Aktie und Fitbit wird damit insgesamt mit 2,1 Milliarden Dollar bewertet, wie die Unternehmen am Freitag mitteilten. An die Börse ging Fitbit im Jahr 2015 noch mit einem Ausgabepreis von 20 Dollar je Aktie - zwischenzeitlich war der Kurs aber bis an die Marke von 3 Dollar gefallen.

US-Ölmulti Chevron erleidet starke Geschäftseinbußen
Der zweitgrößte US-Ölmulti Chevron hat im dritten Quartal deutliche Abstriche bei Umsatz und Gewinn machen müssen. Verglichen mit dem Vorjahreswert fiel der Überschuss um 36 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar (2,3 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Freitag im kalifornischen San Ramon mitteilte. Chevron verzeichnete einen Umsatzrückgang um 18 Prozent auf 36,1 Milliarden Dollar, obwohl die Ölproduktion um 3 Prozent auf 3,0 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag anstieg. Niedrige Öl- und Gaspreise drückten die Bilanz. Analysten hatten mit besseren Quartalszahlen gerechnet, die Aktie reagierte vorbörslich zunächst mit leichten Kursverlusten.

Deutsche Bank erweitert Vorstand und holt Sporthilfe-Chef
Mitten in ihrem radikalen Konzernumbau holt sich die Deutsche Bank Know-how aus dem Sport: Michael Ilgner, derzeit Vorstandsvorsitzender der Deutschen Sporthilfe, wird zum 1. März 2020 neuer Personalchef des größten deutschen Geldhauses. Das teilten die Deutsche Bank und die Stiftung Deutsche Sporthilfe am Freitag in Frankfurt mit. Die Bank erhofft sich von dem 48-Jährigen Impulse in Sachen Talentförderung und Personalentwicklung.

US-Ölkonzern ExxonMobil erleidet weiteren Gewinneinbruch
Nach zwei Gewinneinbrüchen in der ersten Jahreshälfte hat der größte US-Ölkonzern ExxonMobil im dritten Quartal erneut Federn gelassen. Der Überschuss brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um die Hälfte auf 3,17 Milliarden US-Dollar (rund 2,84 Mrd Euro) ein, wie der Konzern am Freitag in Irving im US-Bundesstaat Texas mitteilte. Der Umsatz fiel um 15 Prozent auf rund 65 Milliarden Dollar, obwohl die Ölproduktion um 3 Prozent auf 3,9 Millionen Barrel (159 Liter) pro Tag anstieg.

Alibaba steigert Umsatz und Gewinn überraschend stark
Personalisierte Einkaufstipps und ein aufgemöbelter Lebensmitteldienst haben dem chinesischen Internet-Riesen Alibaba im Sommer ein dickes Umsatzplus beschert. Im zweiten Geschäftsquartal bis Ende September stiegen die Erlöse im Jahresvergleich um 40 Prozent auf 119 Milliarden chinesische Yuan (15,1 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Freitag in Hangzhou mitteilte.

Kretinsky-Holding EPGC wird größter Metro-Aktionär
Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky wird mit seinem Konsortium EPGC zum größten Einzelaktionär von Metro. Wenige Monate nach dem Scheitern des Übernahmeangebots für den Düsseldorfer Handelskonzern machte Kretinsky von seinem Optionsrecht Gebrauch und übernahm weitere Anteile von der Familiengesellschaft Haniel. Allerdings bleibt die Beteiligung der Holding EPCG zunächst unter der Schwelle von 30 Prozent. Bei deren Überschreiten wäre in der Regel ein Pflichtangebot für die übrigen Aktionäre fällig.

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Bildquelle: Julian Mezger für Finanzen Verlag

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