DAX-SCHLUSSBERICHT

DAX hält sich über 12.600 Punkte - und was Anleger außerdem wissen sollten

DAX hält sich über 12.600 Punkte - und was Anleger außerdem wissen sollten
16.10.2019 17:37:00

Zur Wochenmitte ging der DAX mit 0,32 Prozent Plus bei 12.670,11 Punkten aus dem Handel. Welche Themen die Anleger beschäftigten und was Investoren außerdem wissen sollten.

Die Unsicherheiten beim Brexit wirkten sich auch am Mittwoch wieder auf den deutschen Leitindex aus und Anleger hielten sich weitgehend zurück. Dennoch konnte sich der DAX auf über 12.600 Punkten halten. Die Kurse in Europa könnten wegen der Brexit-Ungewissheit noch beträchtlich schwanken, betonten Marktteilnehmer. Das Pfund wertete bis zu ein Prozent ab und sprang zwischenzeitlich wieder ins Plus auf 1,2839 Dollar. "Ob es tatsächlich zu einem Last-Minute Brexit-Deal kommt, bleibt weiterhin offen", sagte Stratege Thomas Altmann vom Handelshaus QC Partners. Deshalb könne der jüngste Jubel an den Börsen verfrüht gewesen sein.Eine Einigung auf einen geordneten EU-Ausstieg Großbritanniens könnte den europäischen Aktienmärkten aber kräftigen Rückenwind verleihen. Vor allem ausländische Investoren, bei denen Euro-Aktien unter anderem wegen der politischen Risiken unbeliebt seien, könnten dann zulangen, sagte Koen Bosquet, Fondsmanager beim Vermögensverwalter Degroof Petercam. Auf Unternehmensseite trübte Wacker Chemie zeitweise die Stimmung. Der Münchner Chemiekonzern konnte mit der deutlichen Senkung seiner Prognosen für das laufende Jahr die Börsianer am Mittwoch aber nur kurzfristig erschrecken. Ein Händler sagte, die Gewinnwarnung sei ein offenes Geheimnis gewesen. Die Wacker-Aktie gab um 2,5 Prozent nach. Die DAX-Spitzenreiter waren zum Handelsschluss Volkswagen, Fresenius und MTU. Die Schlusslichter bildeten Infineon und die Deutsche Börse.

Was am Mittwoch an der Börse außerdem wichtig war


Wirecard versucht neuen kritischen 'FT'-Bericht zu entkräften - Aktie steigt Der Zahlungsdienstleister Wirecard setzt sich gegen einen kritischen Bericht der Wirtschaftszeitung "Financial Times" weiter zur Wehr. Die Anschuldigungen der Zeitung hinsichtlich eines Fehlverhaltens weise Wirecard weiter "kategorisch" zurück, bekräftigte der Dax-Konzern am Mittwoch in Aschheim bei München. Insbesondere seien die 34 angeblichen Kunden, deren Zahlungsströme die "FT" in ihrem Artikel am Vortag bezweifelt hatte, tatsächlich zusammengefasste Kundengruppen, die nur für Berichtszwecke erstellt wurden. Dahinter stünden jeweils Hunderte von echten Einzelhändlern. Die Schlussfolgerungen der Zeitung seien "nicht korrekt", teilte Wirecard mit. Führungskrise bei Ceconomy: Der Stuhl von Konzernchef Werner wackelt Führungskrise bei Ceconomy: Dem Chef des vor allem durch seine Elektronikketten Media Markt und Saturn bekannten Elektronikhändlers, Jörn Werner, droht nach nur siebeneinhalb Monaten an der Konzernspitze der Rauswurf. Der Ceconomy-Aufsichtsrat werde am Donnerstag über "eine mögliche vorzeitige Beendigung der Bestellung des Vorstandsvorsitzenden" beraten, teilte das Unternehmen am Dienstagabend in einer Ad-hoc-Mitteilung mit. Eine Entscheidung solle noch am selben Tag fallen. Roche hebt Umsatzprognose wieder an - Erfolg mit neuen Medikamenten Der Pharmakonzern Roche hat sich einmal mehr erfolgreich aus dem Würgegriff durch Nachahmermittel befreit. Mit innovativen Medikamenten wie etwa der Krebs-Immuntherapie Tecentriq, dem MS-Mittel Ocrevus und dem Krebsmedikament Perjeta feiern die Schweizer nun schon bereits seit einigen Quartalen große Erfolge. Im abgelaufenen dritten Jahresviertel konnte Roche die Erwartungen ein weiteres Mal toppen und hob deshalb am Mittwoch in Basel erneut seine Umsatzprognose für 2019 an. Auch zur schwebenden Übernahme des US-Unternehmens Spark Therapeutics äußerte sich der Konzern optimistisch. Wacker Chemie kappt Jahresziele und plant Sparprogramm Der Chemiekonzern Wacker streicht wegen schwacher Preise für Polysilicium seine Jahresziele zusammen und bereitet ein Sparprogramm vor. Der Umsatz werde 2019 voraussichtlich stagnieren, statt zu steigen, teilte das im SDax gelistete Unternehmen am Dienstagabend in München mit. Der operative Gewinn (Ebitda) dürfte sogar 30 Prozent niedriger ausfallen als im Vorjahr. Dennoch rechnet er weiterhin damit, unter dem Strich einen kleinen Gewinn zu erzielen. Kone erwägt gemeinsames Gebot mit CVC für Thyssenkrupp-Aufzugsparte Im Zusammenhang mit einem möglichen Verkauf des Aufzugsgeschäfts von Thyssenkrupp erwägen verschiedene Interessenten, Allianzen zu formieren. So prüft der Konkurrent Kone, sich für ein Gebot für die Sparte mit dem Finanzinvestor CVC zusammenzuschließen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf informierte Personen. Damit könnte Kone versuchen, Wettbewerbsbedenken auszuräumen. CVC überlegt derweil, ob der Investor auch weiterhin ein eigenes Angebot vorantreiben soll. Chipindustrie-Ausrüster ASML bestätigt Prognose und trifft Erwartungen Trotz einer anhaltenden Schwäche bei der Produktion von Speicherchips hält der Chipindustrie-Ausrüster ASML an seiner Prognose für das laufende Geschäftsjahr fest. Demnach soll der Umsatz ungeachtet der aktuellen Schwierigkeiten in der konjunktursensiblen Halbleiterbranche steigen und ASML weiter wachsen, wie Konzernchef Peter Wennink am Mittwoch bei der Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal im niederländischen Veldhoven verdeutlichte. Auch seine Ziele für 2020 und die Jahre danach bis 2025 bestätigte der Konzern. Europäischer Auto-Verband: Dickes Plus im September dank schwachem Vorjahr Der Autoabsatz in Europa ist dem entsprechenden Verband zufolge im September dank eines niedrigen Vorjahreswertes deutlich gestiegen. Die Zahl neu zugelassener Fahrzeuge sei um 14,5 Prozent auf 1,2 Millionen Stück gestiegen, teilte Acea am Mittwochmorgen in Brüssel mit. 2018 waren die Verkäufe vor dem Hintergrund der Einführung neuer Abgasvorschriften (WLTP) um fast ein Viertel eingebrochen. Pharmakonzerne verhandeln Schmerzmittel-Milliardenvergleich Kurz vor einem wichtigen US-Prozess um süchtig machende Schmerzmittel verhandeln drei Arzneimittelgroßhändler einem Zeitungsbericht nach mit Klägeranwälten über einen milliardenschweren Vergleich. Die Unternehmen - McKesson, AmerisourceBergen und Cardinal Health - würden bei dem Deal zusammen 18 Milliarden Dollar (16 Mrd Euro) zahlen, schrieb das "Wall Street Journal" am Dienstag (Ortszeit) unter Berufung auf Insider. Das Geld solle demnach aber über einen Zeitraum von 18 Jahren gestreckt fließen. United Airlines hebt Jahresziele trotz 737-Max-Krise an Der boomende Flugverkehr und gesunkene Spritpreise haben United Airlines im dritten Quartal trotz der Probleme mit Boeings Krisenjet 737 Max überraschend gute Geschäfte beschert. Der Nettogewinn stieg verglichen mit dem Vorjahreswert um 23 Prozent auf 1,0 Milliarden Dollar (0,9 Mrd Euro), wie die Fluggesellschaft am Dienstag nach US-Börsenschluss in Chicago mitteilte. Der Umsatz kletterte um gut drei Prozent auf 11,4 Milliarden Dollar. EU-Kommission wirft Broadcom Schädigung des Wettbewerbs vor Die EU-Kommission wirft dem US-Chiphersteller Broadcom wettbewerbswidrige Nutzung seiner Marktmacht vor und verlangt den sofortigen Stopp der Praktiken. Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager setzte dem Konzern am Mittwoch eine Frist von 30 Tagen. Aus für Partnerschaft bringt Bank of America Gewinneinbruch Die Bank of America hat wegen der Einstellung eines Gemeinschaftsunternehmens im dritten Quartal einen Gewinneinbruch verbucht. Im Tagesgeschäft lief es allerdings gut. Unter dem Strich stand ein Überschuss von knapp 5,3 Milliarden US-Dollar (4,8 Mrd Euro) und damit 21 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Geldhaus am Mittwoch in Charlotte mitteilte.

rtr/dpa-AFX/iw

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Bildquelle: Julian Mezger für Finanzen Verlag

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