DAX-MARKTBERICHT

DAX im Minus: Virus-Sorgen haben Europas Börsen weiter fest im Griff

DAX im Minus: Virus-Sorgen haben Europas Börsen weiter fest im Griff

WKN: A2PF3T ISIN: US35137L2043 Fox Corp B

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25.01.2021 - 08:13
21.10.2020 14:46:00

Die grassierende Coronavirus-Pandemie hat die erhoffte Erholung der europäischen Börsen am Mittwoch zunichte gemacht. "Zu groß ist die Angst der Anleger vor flächendeckenden Lockdowns, die die konjunkturelle Erholung vom ersten Schock im Frühjahr schon wieder beenden könnte, bevor sie so richtig begonnen hat", sagte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. Dax und EuroStoxx50 verloren bis zum Nachmittag jeweils rund ein Prozent auf 12.634 und 3197 Punkte.

An den US-Börsen stützte die Hoffnung auf erfolgreiche Verhandlungen über weitere Konjunkturhilfen die Kurse vorbörslich etwas. Der Stabschef des Weißen Hauses Mark Meadows sagte dem Sender Fox Business, dass die Regierung und die Demokraten im Repräsentantenhaus eine Einigung innerhalb der nächsten 48 Stunden anstrebten. Selbst bei einem Durchbruch bleibe aber das durch die Pandemie verursachte Problem der Massenarbeitslosigkeit, warnte Nigel Green, Gründer und Chef des Anlageberaters deVere. "Sie beeinträchtigt Nachfrage, Wachstum und Investitionen."

PFUND-ANLEGER HOFFEN AUF BREXIT-DURCHBRUCH - ÖL UNTER DRUCK


Am Devisenmarkt setzten Investoren auf Bewegung im festgefahrenen Brexit-Streit und deckten sich mit Pfund Sterling ein. Die britische Währung verteuerte sich um jeweils mehr als ein halbes Prozent auf 1,3057 Dollar und 1,1015 Euro. Mut mache Investoren die Aussage des EU-Chefunterhändlers Michel Barnier, dass eine Lösung "in Reichweite" sei, wenn beide Seiten zur Überwindung der Knackpunkte beitrügen, sagte Anlagestratege Kenneth Broux von der Bank Societe Generale. Mit Blick auf die Ende des Jahres ablaufende Übergangsfrist steige der Druck, ein Handelsabkommen zu schaffen, sagte Helaba-Chefvolkswirtin Gertrud Traud.

Der Ölpreis ging erneut auf Talfahrt. Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 1,7 Prozent auf 42,43 Dollar je Barrel (159 Liter). Die Furcht vor einem Angebotsüberschuss werde durch die steigenden US-Lagerbestände noch verschärft, sagte Chiyoki Chen, Chef-Analyst des Rohstoffhändlers Sunward. Gleichzeitig verteuerte sich die "Antikrisen-Währung" Gold um ein halbes Prozent auf 1916,50 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm).

ÜBERNAHMEFANTASIE UM BILFINGER - ERICSSON IM AUFWIND


Europaweit gehörten Aktien aus dem Gesundheitssektor zu den größten Verlierern. Am deutschen Aktienmarkt bescherten Übernahmespekulationen den Bilfinger-Papieren mit bis zu elf Prozent den größten Kurssprung seit einem halben Jahr. Börsianer verwiesen auf einen Medienbericht, dem zufolge mehrere Finanzinvestoren Interesse an dem Industrie-Dienstleister haben. Anschließend schmolz das Kursplus allerdings auf knapp vier Prozent ab. Bilfinger wollte sich zu diesem Thema nicht äußern.

Börsendebutant Compleo Charging Solutions startete mit Verlusten in den Handel am Frankfurter Aktienmarkt. Die Aktien des Ladesäulen-Herstellers erschienen mit 44 Euro erstmals auf den Kurszetteln und lagen im Verlauf bei 47,50 Euro. Ausgegeben worden waren die Papiere zu je 49 Euro in der unteren Hälfte der Angebotsspanne.

In Stockholm stiegen die Papiere von Ericsson hingegen um zeitweise knapp neun Prozent auf ein Fünfeinhalb-Monats-Hoch von 107,15 Kronen. Die Gewinnmarge und der Überschuss des Netzwerk-Ausrüsters hätten deutlich über seinen Prognosen gelegen, kommentierte Analyst Janardan Menon von der Investmentbank Liberum.

rtr

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Bilfinger SE 26,80 -2,55% Bilfinger SE
Compleo Charging Solutions 84,80 -1,62% Compleo Charging Solutions
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