DAX-MARKTBERICHT

Dax im Plus: Zollsenkung und Bilanzen ebnen Weg für weitere Börsenrekorde

Dax im Plus: Zollsenkung und Bilanzen ebnen Weg für weitere Börsenrekorde

WKN: ISIN: US14019U1034 Capital Group Holdings Inc.

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13.02.2020 - 17:20
06.02.2020 15:15:00

Mit der Aussicht auf frischen Wind für die Weltwirtschaft schnuppern die Börsen weiter Höhenluft. Der Dax kam am Donnerstag nahe an sein im Januar erreichtes Allzeithoch heran. Auch die Wall Street blieb in Rekordlaune.

"Auch wenn noch keine Medikation gegen das Coronavirus gefunden wurde, erwarten die Anleger aus der Epidemie lediglich eine Delle in einem möglicherweise bereits begonnenen konjunkturellen Aufschwung", sagte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. China will unlängst verhängte Zölle auf einige US-Importwaren halbieren. Das nährte rund drei Wochen nach einer ersten Einigung im Handelsstreit mit den USA die Hoffnung auf ein Happy End.

Der Dax stieg um bis zu ein Prozent auf 13.606,97 Punkte und arbeitete sich bis auf knapp 35 Zähler an sein Rekordhoch von Ende Januar heran. Der breit gefasste pan-europäische Index Stoxx erreichte mit 426,70 Stellen eine neue Bestmarke und der EuroStoxx50 gewann 0,8 Prozent auf 3808,74 Punkte.

Marktteilnehmer hofften offensichtlich auf Erfolge bei der Bekämpfung des Coronavirus, sagte NordLB-Stratege Tobias Basse. "Vor allem die ökonomischen Effekte der Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit in China können aber noch zu Belastungen für die Börsen führen." Der Preis für das in Krisenzeiten begehrte Gold zog am Donnerstag an. Eine Feinunze des Edelmetalles verteuerte sich um ein halbes Prozent auf 1563 Dollar.

ITALIENISCHE BANKEN NACH UNICREDIT-ZAHLEN EN VOGUE


Ermutigende Geschäftszahlen schürten die Kauflaune der Anleger. So verbuchten die Aktien von ArcelorMittal mit einem Plus von zeitweise gut elf Prozent den größten Kurssprung seit fast vier Jahren. Zwar verbuchte der weltgrößte Stahlkocher einen milliardenschweren Nettoverlust. Das operative Ergebnis habe mit 925 Millionen Euro die Markterwartungen aber übertroffen, schrieb Analyst Alan Spence von der Investmentbank Jefferies. Außerdem erwarte das Unternehmen wohl eine wieder anziehende Nachfrage. Im Windschatten von Arcelor gewannen die Titel von Konkurrenten wie Thyssenkrupp oder Salzgitter bis zu 5,7 Prozent.

In Mailand verteuerten sich die Aktien von Unicredit um 5,9 Prozent, der italienische Bankenindex erklomm den höchsten Stand seit fast zwei Jahren. Die HVB-Mutter machte zwar ebenfalls Verlust, das Minus fiel aber niedriger aus als befürchtet. Börsianern gefielen zudem die überraschend hohe Kernkapitalquote und die Aussicht auf höhere Ausschüttungen.

Nach dem Einstieg eines neuen Großaktionärs, der US-Investmentgesellschaft Capital Group, nahmen Deutsche Bank tüchtig Fahrt auf. Die Aktien stiegen um 9,4 Prozent auf ein 15-Monats-Hoch von 9,04 Euro. "Für die Deutsche Bank ist das eine positive Nachricht und ein Vertrauensbeweis, der starke Kursanstieg erscheint mir allerdings etwas übertrieben", sagte Analyst Philipp Häßler vom Brokerhaus Pareto Securities.

PEGASUS-AKTIEN NACH BRUCHLANDUNG UNTER DRUCK


Anleger reagierten auch erfreut auf die von Fiat Chrysler vorgelegten Zahlen. Die Aktien legten in Mailand drei Prozent zu. Der Nettogewinn im vierten Quartal lag mit 1,58 Milliarden Euro über den Schätzungen der von Reuters befragten Analysten.

Die Aktien von Pegasus fielen dagegen um bis zu 6,6 Prozent. Am Mittwoch hatte eine Maschine des türkischen Billig-Fliegers eine Bruchlandung auf einem der Istanbuler Flughäfen hingelegt. Drei Menschen starben bei dem Unglück, 180 wurden verletzt.

rtr


Bildquelle: Lisi Niesner/Reuters

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Deutsche Bank AG 8,86 -5,55% Deutsche Bank AG
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