DAX-MARKTBERICHT

DAX mehr als ein Prozent im Minus - Inflationssorgen setzen Börsen erneut zu - Warten auf Powell

DAX mehr als ein Prozent im Minus - Inflationssorgen setzen Börsen erneut zu - Warten auf Powell

WKN: A1JTC1 ISIN: GB00B7KR2P84 easyJet plc

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09.03.2021 - 08:02
23.02.2021 15:34:00

Die Furcht vor einer anziehenden Inflation lässt Aktienanleger nicht los. Die Aussicht auf weitere Konjunkturhilfen in den USA verhinderten aber größere Kursverluste, sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus Axi. Der Dax fiel am Dienstag um ein Prozent auf 13.810 Punkte und der EuroStoxx50 um 0,6 Prozent auf 3678 Zähler.

Wegen der Spekulationen auf eine anziehende Teuerung flogen auch ertragsschwache Staatsanleihen aus den Depots. Dies trieb die Rendite der zehnjährigen Bundestitel auf minus 0,299 Prozent.

Vor diesem Hintergrund warteten Börsianer gespannt auf die halbjährliche Anhörung von Jerome Powell vor dem US-Kongress. Der US-Notenbankchef werde dabei sicher betonen, dass die Fed von ihren geldpolitischen Zielen noch weit entfernt und eine Drosselung der Wertpapierkäufe kein Thema sei, prognostizierten die Analysten der Bank UniCredit. "Jeder Hinweis auf Pläne für eine Reaktion auf eine anziehende Inflation könnten Panik-Verkäufe am Anleihemarkt auslösen", warnte Analyst Ricardo Evangelista vom Brokerhaus ActivTrades.

KUPFER- UND ÖLPREIS STEIGEN WEITER - BITCOIN BRICHT EIN


Genährt wurden die Inflationssorgen unter anderem von steigenden Rohstoffpreisen. So legte Kupfer zeitweise 2,3 Prozent zu und war mit 9305 Dollar je Tonne so teuer wie zuletzt vor neuneinhalb Jahren. Dem Branchenverband ICSG zufolge hat die Kupfernachfrage das Angebot zwischen Januar und November 2020 um 589.000 Tonnen übertroffen. "Das Defizit war damit deutlich größer als im Vorjahr", sagte Commerzbank-Analyst Daniel Briesemann.

Parallel dazu kletterte der Preis für die Ölsorte Brent aus der Nordsee um bis zu 2,4 Prozent auf ein 14-Monats-Hoch von 66,79 Dollar je Barrel (159 Liter). Grund hierfür seien Spekulationen auf eine anziehende Nachfrage sowie Produktionsausfälle wegen der Kältewelle in Texas, sagte Briesemann weiter. Er rechne aber mit einem baldigen Rücksetzer. "Zum einen bleiben wir in Bezug auf die Nachfrage eher skeptisch. Zum anderen dürfte die Förderdisziplin der OPEC+ angesichts hoher Preise bröckeln."

Steil Abwärts ging es für Bitcoin. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise fiel zeitweise auf knapp 45.000 Dollar und lag damit etwa ein Viertel unter ihrem Rekordhoch vom Montag. "Der Markt war reif für eine scharfe Korrektur nach dem vorangegangenen parabelförmigen Anstieg", sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Im Sog von Bitcoin verbuchten auch andere Kryptowährungen wie Ethereum, Ripple oder Litecoin zweistellige prozentuale Kursverluste. Die Aktien der deutschen Bitcoin Group, die eine Kryptowährungsbörse betreibt, verloren 6,3 Prozent.

REISEWERTE IM AUFWIND - ENGLAND STELLT LOCKERUNGSPLAN VOR


Bei Papiere von Reise-Unternehmen griffen Investoren dagegen beherzt zu. Am Montag hatte der Premierminister Boris Johnson einen Stufenplan zur Lockerung der Pandemie-Beschränkungen vorgestellt und einen sprunghaften Anstieg bei den Reisebuchungen ausgelöst. Die Aktien der British Airways-Mutter IAG sowie der Billig-Flieger Ryanair und EasyJet stiegen um bis zu 8,7 Prozent. Der europäische Branchenindex kletterte zeitweise auf ein Zwölf-Monats-Hoch von 258,79 Punkten.

Die Fortschritte bei den Corona-Massenimpfungen in Großbritannien und die Aussicht auf eine Normalisierung der Wirtschaft gäben auch dem Pfund Sterling Rückenwind, sagte Neil Jones, Chef-Devisenhändler der Mizhuo Bank. Die Währung könne die Marke von 1,45 Dollar antesten. Am Dienstag kletterte sie um jeweils 0,3 Prozent auf ein Drei-Jahres-Hoch von 1,4097 Dollar beziehungsweise ein Zwölf-Monats-Hoch von 1,1599 Euro.

rtr

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