DAX-SCHLUSSBERICHT

DAX rutscht ab, Goldpreis steigt - und was Anleger sonst noch wissen müssen

DAX rutscht ab, Goldpreis steigt - und was Anleger sonst noch wissen müssen

WKN: KBX100 ISIN: DE000KBX1006 Knorr-Bremse

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25.06.2019 - 08:02
29.05.2019 17:30:00

Der DAX hat sich am Mittwoch von seiner schwächeren Seite gezeigt. Der Leitindex schloss 1,5 Prozent im Minus bei 11.837,81 Punkten. Was Anleger vom Handel sonst noch wissen müssen, die wichtigsten Themen vom Parkett.

Die vielen Unsicherheiten haben dem DAX am Mittwoch zugesetzt. So schloss der deutsche Leitindex auf dem niedrigsten Stand seit zwei Monaten. Anleger sorgen sich etwa um den sich zuspitzenden Zollstreit zwischen den USA und China - Peking drohte, den Export sogenannter Seltener Erden zu beschränken. Diese Rohstoffe werden mitunter für die Herstellung von Mobiltelefonen benötigt. "China ist der weltgrößte Förderer dieser Rohstoffe und will sie offenbar als Druckmittel nutzen", stellten die Analysten des Brokerhauses PVM fest.

Aus Furcht vor einem Einbruch der Weltwirtschaft griffen Investoren bei der "Antikrisen-Währung" Gold zu. Der Goldpreis stieg um 0,4 Prozent auf 1284,46 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Investoren nahmen außerdem Kurs auf den "sicheren Hafen" Franken. Der Euro verlor zur Schweizer Währung 0,2 Prozent auf 1,1216 Franken.

Die Rendite der zehnjährigen Bundestitel fiel auf ein Drei-Jahres-Tief von minus 0,174 Prozent. Auch bei spanischen und portugiesischen Bonds griffen Investoren verstärkt zu, weil diese im Gegensatz zu ihren deutschen Pendants noch Zinsen abwerfen, sagte Anlagestratege Daniel Lenz von der DZ Bank. Die zehnjährigen Bonds der beiden iberischen Staaten rentierten mit plus 0,734 beziehungsweise 0,871 Prozent allerdings jeweils so niedrig wie noch nie.

Was am Mittwoch an der Börse sonst noch wichtig war


Schwache Konjunktur schlägt auf Arbeitsmarkt durch
Die sich eintrübende Konjunktur hat im Mai auf den deutschen Arbeitsmarkt durchgeschlagen. Erstmals seit fast drei Jahrzehnten verzeichnete die Bundesagentur für Arbeit (BA) im Monatsvergleich einen leichten Anstieg der Mai-Arbeitslosenzahl - und zwar um 7000 auf 2,236 Millionen. Ein großer Teil dieser Entwicklung gehe allerdings auf das Konto einer Datenkorrektur, betonte BA-Vorstandschef Detlef Scheele.

ArcelorMittal reduziert Stahlproduktion auch in Bremen
Der weltgrößte Stahlhersteller ArcelorMittal will aufgrund der schwachen Nachfrage und der hohen Stahl-Importe Ende des Jahres auch in seinem Bremer Werk die Produktion zurückfahren. Im vierten Quartal werde der wegen einer Reparatur anstehende Stillstand von einem der beiden Hochöfen verlängert, sagte ein Unternehmenssprecher der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch.

Rocket Internet verdient mehr an jungen Unternehmen
Der Start-up-Investor Rocket Internet hat mit Investitionen in junge Unternehmen im ersten Quartal seinen Gewinn gesteigert. Der auf die Rocket-Aktionäre entfallende Überschuss verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu auf 140 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Berlin mitteilte. Für neue Investitionen ist die Kasse zudem gut gefüllt. Die liquiden Mittel beliefen sich zum 15. Mai auf 3,1 Milliarden Euro.

Aroundtown mit deutlichem Zuwachs - Analysten positiv gestimmt
Der Gewerbeimmobilien-Spezialist Aroundtown ist mit kräftigen Zuwächsen ins neue Jahr gestartet. Dabei profitierte das Unternehmen von Zukäufen, von höheren Mieteinahmen und geringerem Leerstand seiner Immobilien. Analysten zeigten sich in ersten Reaktionen zufrieden. Aroundtown sei einer der Hauptprofiteure des starken deutschen Büroimmobilien-Marktes, hieß es von einem Experten.

Knorr-Bremse erhöht Prognose nach gutem Quartal
Der Bremsenspezialist Knorr-Bremse hat nach einem guten ersten Quartal seinen Ausblick für das Gesamtjahr 2019 leicht angehoben. Knorr-Bremse erwartet nun einen Umsatz von 6,875 bis 7,075 Milliarden Euro, wie das im MDax notierte Unternehmen am Mittwoch in München mitteilte. Bisher war der Spezialist für Schienenfahrzeug- und Nutzfahrzeugsysteme von einem Umsatz von 6,8 bis 7 Milliarden Euro ausgegangen. Auch die Ebitda-Marge hoben die Münchner an. Sie soll nun in einer Bandbreite von 18,5 bis 19,5 Prozent liegen, nach zuvor 18 bis 19 Prozent.

rtr/dpa-AFX/fh

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Bildquelle: Kai Pfaffenbach/Reuters

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