DAX-SCHLUSSBERICHT

DAX schließt fester - und was Anleger sonst noch wissen müssen

DAX schließt fester - und was Anleger sonst noch wissen müssen

WKN: 543900 ISIN: DE0005439004 Continental AG

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22.03.2019 - 17:40
05.03.2019 17:30:00

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Dienstag von seiner langsamen Seite gezeigt. Der DAX schloss 0,2 Prozent im Plus bei 11.620,74 Punkten. Was Anleger vom Handel sonst noch wissen müssen, die wichtigsten Themen vom Parkett.

Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Dienstag um die Aussichten für die Weltwirtschaft gesorgt. Am Nachmittag drehte der DAX dann aber nach einem schwachen Start leicht ins Plus.



Die chinesische Regierung erwartet für 2019 angesichts des Zollstreits mit einem geringeren Wachstums. So rechnet Peking mit einem Plus von nur noch sechs bis 6,5 Prozent anstatt 6,6 Prozent im Vorjahr. "Das war absehbar", sagte Analyst Ian Williams vom Brokerhaus Peel Hunt. Positiv wertete er die angekündigten Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur. "Die Regierung hat eine Menge Stellschrauben, an denen sie drehen kann."


Unterstützung bekamen die Kurse im DAX von der weiter anhaltenden Hoffnung auf ein baldiges Ende des Handelsstreits zwischen den USA und China. "Je stärker sich die Hinweise auf die Beeinträchtigung des Wachstums durch den Handelskonflikt verdichten, desto mehr sehnen sich Anleger nach belastbaren Hinweisen, dass der Deal bald kommt", sagte Jasper Lawler, Chef-Analyst des Online-Brokers LCG. Einem Insider zufolge ist eine Einigung in greifbarer Nähe. US-Präsident Donald Trump und sein chinesischer Kollege Xi Jinping könnten das Abkommen noch im März besiegeln, berichtete das "Wall Street Journal".

Auf Unternehmensseite ging es angesichts der Sorge um die chinesische Wirtschaft vor allem für die Aktien der Autobauer und -zulieferer nach unten. Der Markt in Fernost ist für die Hersteller immens wichtig. Die Aktien von Continental, Daimler, BMW und VW verloren bis zu einem Prozent.

Was am Dienstag an der Börse sonst noch wichtig war



Wacker Chemie enttäuscht mit Gewinnprognose - Aktie fällt zweistellig
Schwache Preise für den Solarindustrie-Grundstoff Polysilizium haben dem Chemiekonzern Wacher Chemie die Gewinnprognose für das laufende Jahr verhagelt. Die Bayern gehen trotz eines erwarteten höheren Polysiliziumabsatzes von einem Rückgang des Konzerngewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 10 bis 20 Prozent aus, wie sie am Dienstag in München mitteilten. Nach 930 Millionen Euro im Jahr 2018 entspricht das einem Einbruch auf 744 bis 837 Millionen Euro und wäre deutlich weniger, als Analysten im Durchschnitt auf dem Zettel haben.

Evonik treibt Umbau voran - Ausblick für 2019 zunächst vorsichtig
Evonik kommt beim Umbau hin zur profitableren Spezialchemie voran. Im vergangenen Jahr stieg der Gewinn deutlich. Wegen der anhaltenden politischen Unsicherheiten und eines schwächeren Wirtschaftswachstums gehen die Essener zwar vorsichtig ins neue Jahr - das hatten Analysten aber bereits erwartet. "2019 wird sicher kein einfaches Jahr, aber wir stellen uns diesen Herausforderungen", sagte Konzernchef Christian Kullmann.

Geplante Übernahme: Merck appelliert an Versum-Aktionäre
Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck versucht im Bieterwettkampf um den Halbleiterzulieferer Versum, die amerikanischen Aktionäre auf seine Seite zu ziehen. Merck sei enttäuscht, dass das Versum-Management "ohne Erklärung unser überlegenes Angebot" abgewiesen habe, schrieb das Dax-Unternehmen am Dienstag in einem offenen Brief. Man fordere die Aktionäre auf, dem Versum-Management klar zu machen, dass sie das konkurrierende Übernahmeangebot von Entegris nicht unterstützen würden.

Vodafone plant Milliarden-Wandelanleihe für Unitymedia-Übernahme
Vodafone will sich für die teilweise Finanzierung seiner geplanten Übernahme der Kabelnetze von Liberty Global frisches Geld am Kapitalmarkt holen. Dafür sollen in Aktien wandelbare Wertpapiere im Wert von rund 4 Milliarden Euro verkauft werden, wie das Unternehmen am Dienstag in London erklärte. Vodafone plant demnach, die Pflichtwandelanleihen in zwei Tranchen zu verkaufen und am Ende der Laufzeit in zwei und drei Jahren zurückzukaufen.

Siltronic hebt Dividende stärker als erwartet an - Aktie zieht an
Der Chipzulieferer Siltronic hebt nach einem starken Geschäftsjahr 2018 die Dividende unerwartet kräftig an. Nachdem das Münchener Unternehmen im Februar die Anleger noch mit einem schwachen Ausblick auf dem falschen Fuß erwischt hatte, zeigten sich die Investoren durch die überraschend hohen Ausschüttung am Dienstag versöhnt. In den ersten Handelsminuten zog der Aktienkurs um bis zu drei Prozent auf 90,98 Euro an. Das im MDax notierte Papier setzte damit die seit Anfang 2019 laufende Erholung fort.

rtr/dpa-AFX/fh

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Bildquelle: Kai Pfaffenbach/Reuters

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