DAX-SCHLUSSBERICHT

DAX schließt fester - und was Anleger sonst noch wissen müssen

DAX schließt fester - und was Anleger sonst noch wissen müssen

WKN: BASF11 ISIN: DE000BASF111 BASF

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25.06.2019 - 17:53
03.06.2019 17:30:00

Der DAX hat sich am Montag von seiner holprigen Seite gezeigt. Der Leitindex schloss 0,6 Prozent im Plus bei 11.792,81 Punkten. Was Anleger vom Handel sonst noch wissen müssen, die wichtigsten Themen vom Parkett.

Der DAX hat am Montag einen Zick Zack Kurs hingelegt. Nach einem schwachen Start drehte der Leitindex kurz ins Plus. Die Kursverluste an der Wall Street zu Handelsbeginn machten aber auch den Börsen hierzulande zu schaffen. Zum Handelsschluss rettete sich der DAX dann aber ins Plus. Für schlechte Stimmung, sowohl in New York, als auch in Frankfurt, sorgte die Angst vor den Folgen des Zollstreits zwischen den USA und China. "Für die Weltwirtschaft ist aus dem Gegenwind durch den Handelskonflikt längst ein Sturm geworden", sagte Thomas Altmann, Portfoliomanager bei der Vermögensverwaltung QC Partners. "Und wenn beide Parteien nicht bald einlenken, kann daraus ein Orkan mit all seinen Folgen werden."

Demnach waren "sichere Häfen" wie Gold und Bundesanleihen gefragt. Der Goldpreis stieg zeitweise auf den höchsten Stand seit zweieinhalb Monaten bei 1318,10 US-Dollar. Der Zins der zehnjährigen Bundesanleihe fiel auf ein Rekord-Tief bei 0,216 Prozent.

Die Rendite der zweijährigen US-Papiere fiel so stark wie seit Ausbruch der Finanzkrise im Oktober 2008 nicht mehr. Zehnjährige Anleihen werden inzwischen schlechter verzinst als Bonds mit einer Laufzeit von drei Monaten. Diese sogenannte inverse Zinskurve ist inzwischen so stabil wie seit 2007 nicht mehr. Sie gilt als ein Warnzeichen für eine Rezession und schürt Erwartungen, dass die US-Notenbank Fed ihre Zinsen senken könnte.

"Ob sich die Aktienmärkte im Juni wieder fangen können, ist aufgrund der zahlreichen Risiken fraglich", sagte Marktanalyst Milan Cutkovic von AxiTrader. Denn US-Präsident Donald Trump habe mit Mexiko eine weitere Front im Handelskrieg eröffnet. Zudem habe sich das ohnehin nicht einfache Verhältnis zwischen den USA und China noch einmal zum Schlechteren gewendet. "Die Anleger fürchten, dass eine Eskalation des Handelsstreits eine Rezession auslöst. Zudem besteht das Risiko, dass sich der US-Präsident demnächst auch wieder der Europäischen Union widmet und hier mit neuen Strafzöllen droht", so Cutkovic.

Auf Unternehmensseite stand Infineon (minus neun Prozent) im Fokus. Der Chiphersteller will für umgerechnet rund neun Milliarden Euro den US-Konkurrenten Cypress Semiconductor kaufen. Die Kaufsumme soll bis zu 30 Prozent durch neues Eigenkapital finanziert werden. Infineon hat sich bereits die Unterstützung der Cypress-Führungsspitze gesichert und will die Übernahme bis spätestens Anfang 2020 abschließen. Ein Händler wertete den geplanten Deal negativ für Infineon. Neben dem zu hohen Kaufpreis monierte er vor allem die Kapitalerhöhung als deutlichen Belastungsfaktor. Zudem verfliege mit der Übernahme erst einmal die Fantasie, dass die Münchner selbst zum Übernahmeziel werden könnten, hieß es. Nach Einschätzung des Investmenthauses Mainfirst kommt der Deal die Münchener im aktuellen Branchenabschwung teuer zu stehen. Strategisch lobte Analyst Jürgen Wagner den Schritt aber: Die Produktportfolios ergänzten sich auf den ersten Blick gut und Cypress stärke zudem die globale Präsenz der Münchner.

Was am Montag an der Börse sonst noch wichtig war


Isra Vision profitiert von guten Geschäften in Asien und Europa


Gute Geschäfte in Asien und Europa haben dem Spezialmaschinenbauer Isra Vision im ersten Halbjahr Schub gegeben. Das im SDax und TecDax notierte Unternehmen aus Darmstadt wächst kräftig weiter und legte beim Umsatz um zehn Prozent auf 70,9 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Auch beim Vorsteuerergebnis verzeichnete der Spezialist für Automatisierungslösungen ein klares Plus - es kletterte um 17 Prozent auf 14,9 Millionen Euro.

Post erhöht Briefporto - Standardbrief kostet 80 statt bisher 70 Cent
BONN - Briefporto wird in Deutschland teurer. Das Versenden eines Standardbriefs im Inland soll von Juli an 80 Cent kosten statt bisher 70 Cent, wie der Konzern am Montag in Bonn mitteilte. Für die Postkarte ist eine Erhöhung von 45 auf 60 Cent vorgesehen, auch andere Briefarten werden teurer. Zuvor hatte die Bundesnetzagentur einen sogenannten Preiserhöhungsspielraum festgelegt - auf dieser Basis beantragte die Post daraufhin das Porto in den einzelnen Sendungsarten. In einem abschließenden Schritt nimmt die Behörde den Antrag unter die Lupe, was aber als Formsache gilt.

BASF sucht Käufer für Bauchemiegeschäft
Der Chemiekonzern BASF hat erste Schritte für den Verkauf seines Bauchemiegeschäfts eingeleitet. "Wir haben damit begonnen, ausgewählte Kaufinteressenten zu kontaktieren", sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur dpa-AFX. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg könnte der Verkauf dem Konzern rund 2,7 Milliarden Euro in die Kassen spülen, wenn es denn dazu kommt.

IPO: Rocket-Beteiligung Global Fashion Group will an die Börse
Der Online-Modehändler Global Fashion Group (GFG) will in Frankfurt an die Börse gehen. Der Gang aufs Parkett soll der vom Start-up-Investor Rocket Internet mitgegründeten GFG brutto rund 300 Millionen Euro einbringen, wie das Unternehmen am Montag in Luxemburg mitteilte. Die Aktien sollen am regulierten Markt notiert werden. Das Angebot solle ausschließlich aus neu ausgegebenen Stammaktien bestehen.

Motorenhersteller Deutz geht Kooperation mit chinesischer Sany ein
Der Motorenhersteller Deutz treibt seine Wachstumsstrategie mit einem Gemeinschaftsunternehmen in China voran. Mit dem chinesischen Baumaschinenkonzern Sany sei ein Vertrag über ein Gemeinschaftsunternehmen geschlossen worden, teilte Deutz am Montag in Köln mit. Deutz soll 51 Prozent der Anteile halten und die Sany-Motorenproduktion vor Ort übernehmen. Dafür solle ein mittlerer zweistelliger Millionen-Euro-Betrag investiert werden, hieß es weiter. Die Transaktion soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein.

rtr/dpa-AFX/fh

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Bildquelle: Kai Pfaffenbach/Reuters

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