DAX-SCHLUSSBERICHT

Dax schließt fester - und was Anleger sonst noch wissen müssen

Dax schließt fester - und was Anleger sonst noch wissen müssen

WKN: 865985 ISIN: US0378331005 Apple Inc.

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15.10.2019 - 13:03
09.10.2019 17:30:33

Der DAX hat sich am Mittwoch von seiner stärkeren Seite gezeigt. So schloss der Leitindex ein Prozent im Plus bei 12.094,26 Punkten. Was Anleger vom Handel sonst noch wissen müssen, die wichtigsten Themen vom Parkett.

Die Hoffnung auf eine Lösung des Handelsstreits zwischen den USA und China hat dem DAX zur Wochenmitte beflügelt. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge sei Peking weiterhin - trotz der jüngsten Spannungen - offen für ein Abkommen.

Derweil signalisierte Fed-Präsident Jerome Powell eine weitere Zinssenkung noch in diesem Jahr. Zudem will er mit dem Kauf von Wertpapieren gegen die Spannungen auf dem US-Geldmarkt vorgehen. Man werde schon bald Maßnahmen zur Aufstockung des Angebots an Liquidität auf den Weg bringen, so Powell am Dienstag auf einer Wirtschaftskonferenz in Denver. Am Abend (MESZ) werden die Fed-Protokolle veröffentlicht. Anleger erhoffen sich hiervon weitere Hinweise über die künftige Geldpolitik. Im Fokus steht insbesondere, ob die Währungshüter die Wertpapierkäufe wiederaufnehmen.

Auf Unternehmensseite waren am Mittwoch die Aktien von Unternehmen gefragt, die in den vergangenen Tagen durch Sorgen um die Konjunktur Federn gelassen hatten. Die Adidas-Aktie stieg mit einem Plus von mehr als zwei Prozent an die DAX-Spitze. Auch die Daimler-Aktie gewann deutlich.

Was am Mittwoch an der Börse sonst noch wichtig war

'The Times': Premier Boris Johnson droht eine Kabinettsrevolte
LONDON - Dem britischen Premierminister Boris Johnson droht einem Zeitungsbericht zufolge wegen des Unmuts über seinen Brexit-Kurs Ärger in der eigenen Regierung. Nach Informationen der "Times" (Mittwoch) stehen fünf Kabinettsmiglieder auf einer Liste möglicher Rücktrittskandidaten. Sie lehnen demnach einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union ohne Vertrag ab.

Peking wirft Apple Unterstützung der Proteste in Hongkong vor
China erhöht den politischen Druck auf Apple. Das kommunistische Parteiorgan "Volkszeitung" warf dem iPhone-Hersteller vor, die Demonstranten in Hongkong zu unterstützen. Der US-Technologiekonzern biete eine mobile Verkehrs-Anwendung an, die den Aktivisten die Standorte der Polizei anzeige, kritisierte das Blatt am Mittwoch. Dies mache es Demonstranten leichter, sich an gewalttätigen Aktionen zu beteiligen. "Apples Zustimmung zu der App hilft natürlich den Randalierern. Was ist die tatsächliche Absicht?", schrieb das Blatt.

Streik bei Alitalia gegen unsichere Zukunft
Mit einem Streik haben Piloten und Kabinenpersonal der italienischen Fluggesellschaft Alitalia am Mittwoch gegen die unsichere Zukunft des angeschlagenen Unternehmens protestiert. Rund 200 Flüge wurden gestrichen, wie Alitalia mitteilte. Zu dem Ausstand hatten mehrere Gewerkschaften aufgerufen. Wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete, kam es an den Flughäfen Rom-Fiumicino und Mailand-Malpensa zu keinen größeren Problemen, weil die betroffenen Passagiere meist rechtzeitig informiert waren. Während zwei Garantiephasen zwischen 05 und 10 Uhr sowie zwischen 18 und 21 Uhr durfte nicht gestreikt werden.

Tom Tailor einigt sich mit Banken und Großaktionär
Die angeschlagene deutsche Modekette Tom Tailor kommt einer längerfristig gesicherten Finanzierung näher. Das Unternehmen habe sich mit seinen Konsortialbanken und dem chinesischen Mehrheitsaktionär Fosun auf eine neue Finanzierungsstruktur geeinigt, erklärte Tom Tailor am Mittwoch in Hamburg. Die Eckpunktevereinbarung mit einer Laufzeit bis Ende September 2022 sehe ein Gesamtvolumen von 365 Millionen Euro vor und solle die langfristige Finanzierung der Tom Tailor Gruppe sicherstellen. In trockenen Tüchern ist die Zusage aber noch nicht: Sie soll bis Ende Oktober finalisiert werden, hieß es.

Deutsche Thomas Cook: Reisen bis Ende des Jahres abgesagt
Die Turbulenzen des deutschen Reiseveranstalters Thomas Cook treffen immer mehr Kunden. Das Unternehmen, das jüngst Insolvenz angemeldet hatte, sagte am Mittwoch Reisen bis einschließlich 31. Dezember ab, auch wenn sie bereits ganz oder teilweise bezahlt sind. Bislang galt der Reisestopp bis Ende Oktober. "Wir bedauern sehr, dass wir diese Reisen absagen müssen, können aber deren Durchführung nicht gewährleisten", sagte Stefanie Berk, Vorsitzende der Geschäftsführung in Oberursel bei Frankfurt.

rtr/dpa-AFX/fh

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Bildquelle: Kai Pfaffenbach/Reuters

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