DAX-SCHLUSSBERICHT

DAX schließt im Minus - und was Anleger sonst noch wissen müssen

DAX schließt im Minus - und was Anleger sonst noch wissen müssen

WKN: 766403 ISIN: DE0007664039 Volkswagen (VW) AG Vz.

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22.02.2019 - 11:26
23.01.2019 17:30:00

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Mittwoch von seiner schwächeren Seite gezeigt. Der DAX schloss 0,2 Prozent im Minus bei 11.071,54 Punkten. Was Anleger vom Handel sonst noch wissen müssen, die wichtigsten Themen vom Parkett.



Anleger am deutschen Aktienmarkt haben am Mittwoch die Füße stillgehalten. So konnte der DAX seine zwischenzeitlichen Kursgewinne nicht halten und schloss leicht schwächer.



Insgesamt bleibe die Stimmung angeschlagen, sagten Börsianer. Für Ernüchterung sorgten Warnungen des Internationale Währungsfonds (IWF) vor einem deutlichen Abschwung der Weltwirtschaft. "Die Verlangsamung scheint früher zu kommen als erwartet", sagte IWF-Vizechef David Lipton am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos zu Reuters TV. Noch laufe die Konjunktur gut. Es gebe aber zahlreiche Risiken, von den Handelsstreitigkeiten bis hin zu schlechteren Finanzierungsbedingungen. Für Unruhe sorgte ein Zeitungsbericht, demzufolge die USA vorbereitende Gespräche mit China für die Verhandlungen in der kommenden Woche abgesagt haben sollen. US-Präsident Donald Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow wies dies allerdings zurück. Trump könnte die jüngste Serie enttäuschender chinesischer Konjunkturdaten nutzen, um den Druck auf die Regierung in Peking zu erhöhen, sagte Analyst David Madden vom Online-Broker CMC Markets.


Was am Mittwoch an der Börse sonst noch wichtig war



Barnier hofft weiter auf geregelten Brexit - Appelle an London
Trotz der Brexit-Blockade in Großbritannien hält EU-Unterhändler Michel Barnier eine gütliche Trennung immer noch für möglich. "Die Vorbereitung auf einen Austritt ohne Abkommen sind wichtiger denn je, aber ich hoffe immer noch, ein solches Szenario zu vermeiden", sagte Barnier am Mittwoch in Brüssel.

Trumps Wirtschaftsberater: Shutdown könnte Wachstum auf Null drücken
Der Streit um die Grenzmauer zu Mexiko könnte nicht nur die US-Verwaltung, sondern auch die US-Wirtschaft zum Stillstand gebracht haben. Sollte der Shutdown anhalten, sei ein Wirtschaftswachstum von null im ersten Quartal denkbar, sagte Kevin Hassett, Chef des ökonomischen Beraterstabs im Weißen Haus, dem US-Sender CNN am Mittwoch. Allerdings dürfte im zweiten Quartal ein "enormes" Wachstum folgen, ergänzte der Ökonom - vermutlich mit Blick auf Nachholeffekte, falls der Stillstand beendet wird.

Aussicht auf Entschädigungen bei Kohleausstieg treibt RWE an
Die Aussicht auf einen einvernehmlichen Ausstieg aus der Kohleverstromung in Deutschland hat Anleger am Mittwoch bei RWE -Aktien zugreifen lassen. Staatlichen Zwang - mit möglichen negativen Folgen für die Kraftwerksbetreiber - soll es erst dann geben, wenn es bis Mitte 2020 zu keiner Einigung auf Entschädigungen kommen sollte.

Deutsche Börse erhöht Gewinnprognose - Experten hatten damit gerechnet
Die Deutsche Börse profitiert weiterhin kräftig von den Turbulenzen an den Aktien- und Rentenmärkten. Der Gewinn ist 2018 noch stärker gestiegen als ohnehin erwartet. Bei dem um Sondereffekte bereinigten Überschuss sei aktuell mit einem Plus von rund 17 Prozent zu rechnen, teilte das Unternehmen am Dienstagabend in Frankfurt mit. Bisher hatte die Prognose bei mehr als 10 Prozent gelegen.

Chipausrüster ASML erwartet Delle zum Auftakt - Wachstum 2019 angepeilt
Der Chipindustrieausrüster ASML erwartet für das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres einen deutlichen Umsatzrückgang. Dabei bekommt das Unternehmen nicht nur eine sich abkühlende Nachfrage zu spüren, auch ein Feuer bei einem Zulieferer belastet die Umsätze. Analysten hatten erheblich mehr auf ihrem Zettel.

Kreise: Fed prüft Rolle der Deutschen Bank bei Danske-Skandal
NEW YORK - Die US-Notenbank nimmt nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg die Deutsche Bank wegen ihrer Rolle beim Geldwäsche-Skandal der Danske Bank ins Visier. Die Deutsche Bank bestätigte, im Kontakt mit Behörden zu sein, ohne dabei die Federal Reserve namentlich zu nennen. Die Kapitalmärkte reagieren gemäßigt auf die Nachricht - mit einem Minus von 0,2 Prozent liegt die Deutsche Bank am Mittwoch gleichauf mit dem Dax.

Chinesen steigen bei Heidelberger Druck ein
Der Maschinenbauer Heidelberger Druck bekommt einen neuen Großaktionär aus China. Der langjährige Vertriebspartner Masterwork will sich über eine Kapitalerhöhung an der Heidelberger Druckmanschinen AG beteiligen, wie das Unternehmen am Mittwoch in Heidelberg mitteilte. Zusammen mit den Chinesen will Heidelberger Druck seine Marktposition im Markt für Verpackungsdruck ausbauen.

'MM': Deutsche Autoindustrie denkt über Allianz für autonomes Fahren nach
HAMBURG - Die deutsche Autoindustrie will beim Zukunftsthema autonomes Fahren einem Pressebericht zufolge womöglich in großem Umfang kooperieren. Anders als bislang bekannt, gebe es nicht nur Gespräche zwischen BMW und Daimler, sondern die Strategen der Branche verfolgten die Idee einer Bündelung der Kräfte der drei großen deutschen Autohersteller sowie großer Zulieferer, berichtete das "Manager-Magazin" am Mittwoch ohne seine Quellen zu nennen. Ziel wäre dann, ein gemeinsames System für das autonome Fahren zu entwickeln. Neben den Autobauern BMW, Daimler und Volkswagen werden auch Bosch, Continental und ZF Friedrichshafen als mögliche Akteure genannt. Ein Grund für die Gedankenspiele seien die hohen Entwicklungskosten.

Umsatzschwund bei IBM hält an - Quartalszahlen aber über Erwartungen
Ein schwaches Stammgeschäft und ungünstige Wechselkurse haben IBM zum Jahresende weiter belastet. Im Schlussquartal fielen die Erlöse verglichen mit dem Vorjahreswert um 3,5 Prozent auf 21,8 Milliarden Dollar (19,2 Mrd Euro), wie das Computer-Urgestein am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte.

rtr/dpa-AFX/fh

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Bildquelle: Kai Pfaffenbach/Reuters

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