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DAX-SCHLUSSBERICHT

DAX schließt im Plus: Anleger wagen sich aus der Deckung

DAX schließt im Plus: Anleger wagen sich aus der Deckung
21.06.2021 17:41:23

Der DAX ist am Montag stärker in die neue Handelswoche gestartet und ging ein Prozent fester bei 15.603,24 Punkten aus dem Handel.

Die Anleger fürchteten nach der jüngsten Sitzung der US-Notenbank Fed eine vorzeitige Zinserhöhung. Dieser Umstand bremste die zuletzt weltweite Aktienrally. Der MSCI All Country World fiel auf den niedrigsten Stand seit einem Monat. Bei ihren Gesprächen signalisierte die Notenbank eine geldpolitische Wende für 2023. Eine Zinserhöhung wurde für das kommende Jahr diskutiert. Mit Spannung wird nun die Anhörung von Fed-Chef Jerome Powell vor dem US-Kongress erwartet.



Die Turbulenzen an den Kryptobörsen hielten derweil an. Der Kurs der Kryptowährung Bitcoin brach zeitweise um mehr als zehn Prozent auf 31.739 Dollar ein. Dem Mining Geschäft drohen in China weitere Regulierungen. "Die chinesische Regierung zieht dem heimischen Mining-Geschäft offensichtlich den Stecker", sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. Die Regierung hatte am Wochenende die Schließung von mehreren Serverfarmen, wo Transaktionen verschlüsselt und validiert werden, angeordnet.


Im DAX sicherte sich Volkswagen den Spitzenplatz gefolgt von Covestro und Daimler. Als schwächster DAX-Wert ging Fresenius aus dem Handel.

Was am Montag an der Börse außerdem wichtig war


Porsche baut ab 2024 Hochleistungs-Batteriezellen
Porsche-Chef Oliver Blume will die mit einem Partner entwickelten Hochleistungs-Batteriezellen später auch einmal in Serienfahrzeuge einbauen. Das sagte Blume am Montag im baden-württembergischen Weissach bei der Vorstellung der Pläne für eine Batteriefabrik, die voraussichtlich in Tübingen entsteht. Die Produktion soll im Jahr 2024 beginnen. Die geplante Fabrik soll einmal eine Kapazität von 100 Megawattstunden pro Jahr erreichen. Das seien Batteriezellen für 1000 Autos, beispielsweise für Fahrzeuge im Bereich des Motorsports oder Sondermodelle.

Studie: Corona-Krise schiebt Biotech-Branche an
Die Corona-Pandemie beschert der Biotech-Branche nach Einschätzung der Beratungsgesellschaft EY die Chance auf enorme Umsatzschübe. "Wir reden hier von einem Milliardenmarkt", sagte EY-Pharmaexperte Alexander Nuyken am Montag bei der Vorstellung einer Branchenstudie. Die Karten für die Corona-Impfstoffentwicklung seien derzeit zwar weitgehend verteilt und die bereits zugelassenen Vakzine von Biontech/Pfizer, Moderna, Astrazeneca und Johnson&Johnson dominierten den Markt. Es dürften aber noch einige weitere Impfstoffe auf den Markt kommen. "Wer jedoch mit seinen Forschungen derzeit nicht mindestens in Phase zwei oder drei ist, wird Probleme haben, eine Rolle zu spielen", sagte Nuyken.

Bundeskartellamt nimmt auch Apple unter die Lupe
Das Bundeskartellamt nutzt seine neuen Möglichkeiten zum Vorgehen gegen große Digital-Plattformen nun auch für Ermittlungen gegen Apple. "Wir werden jetzt prüfen, ob Apple rund um das iPhone mit dem proprietären Betriebssystem iOS ein digitales Ökosystem über mehrere Märkte errichtet hat", kündigte Kartellamts-Präsident Andreas Mundt am Montag an.

Internetholding Prosus verdoppelt Jahresgewinn
Die niederländische Internet-Holding Prosus hat dank ihrer Beteiligungen einen deutlichen Gewinnanstieg verzeichnet. Unter dem Strich zog der Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr (Ende März) mit 7,45 Milliarden US-Dollar (6,3 Mrd Euro) auf nahezu das Doppelte an, wie der im EuroStoxx 50 notierte Konzern am Montag in Amsterdam mitteilte. Vor allem die wichtigste Beteiligung, der chinesische Internetkonzern Tencent, brachte deutlich mehr ein. Mit den Anteilen an Essenslieferdiensten wie unter anderem Delivery Hero fährt Prosus aber weiter Verluste ein. Chef Bob van Dijk sagte, mittlerweile seien 60 Prozent des E-Commerce-Portfolios profitabel. Die Dividende je Stammaktie soll 14 Eurocent betragen.

Autobauer Volvo will mit VW-Beteiligung Northvolt Batteriefabrik bauen
Der schwedische Autobauer Volvo will mit dem Volkswagen -Batteriepartner Northvolt ein Gemeinschaftsunternehmen gründen. Das zu gleichen Teilen von den Firmen gehaltene Joint Venture soll 2022 in einem Forschungs- und Entwicklungszentrum seine Arbeit aufnehmen, wie Volvo und Northvolt am Montag in Stockholm ankündigten. Zudem wollen die Unternehmen in Europa eine Batteriezellen-Gigafabrik mit einer Akku-Kapazität von jährlich bis zu 50 Gigawattstunden hochziehen, in dem die Produktion 2026 starten soll.

BMW-Chef warnt vor 'Schrumpfungskurs' bei frühem Verbrennerabschied
BMW-Chef Oliver Zipse hat die Strategie seines Konzerns verteidigt, langsamer als etwa der heimische Konkurrent Audi aus der Produktion klassischer Verbrennermotoren auszusteigen. "Die wahren Entscheider in unserer Industrie sind die Kunden. Und die sollte man nie aus den Augen verlieren", sagte der Manager in einem Interview der "Passauer Neuen Presse" und des "Donaukuriers" (Montag).

rtr/dpa/lb

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