DAX-SCHLUSSBERICHT

DAX schließt im Plus: Rekordhoch

DAX schließt im Plus: Rekordhoch
04.06.2021 17:45:51

Der DAX hat sich am Freitag nach den US-Arbeitsmarktdaten stärker gezeigt Der Leitindex schloss 0,4 Prozent im Plus bei 15.692,90 Punkten.


Nach der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten am Freitagnachmittag hat der DAX ins Plus gedreht. Die Lage am US-Arbeitsmarkt verbesserte sich zwar, der Beschäftigungsaufbau fiel aber schwächer als erwartet aus. Außerhalb der US-Landwirtschaft entstanden 559.000 neue Jobs. Experten hatten mit rund 650.000 neuen Stellen gerechnet. Die Arbeitslosenquote sank von 6,1 auf 5,8 Prozent.



Bis die US-Notenbank Fed Fortschritte bei ihrem Beschäftigungsziel feststelle, könne es noch dauern, erklärte Ökonom Bastian Hepperle vom Bankhaus Lampe. Auch in der Euro-Zone sehen die Experten keinen Handlungsdruck für die Währungshüter. "Es ist zu früh für die EZB, auch nur ansatzweise eine Straffung der Geldpolitik anzudeuten, selbst wenn sich das Wirtschaftswachstum verbessert", schrieben die Analysten von BCA Research in einem Kommentar.


Die Renditen der US-Staatsanleihen fielen auf 1,601 Prozent von 1,627 Prozent. Die Feinunze Gold verteuerte sich dagegen um 0,9 Prozent auf 1889 US-Dollar.

Am deutschen Aktienmarkt stand Auto1 im Fokus. Der Online-Gebrauchswagenhändler stieg in den Nebenwerte-Index MDax auf. Die Aktie konnte um 2,7 Prozent zulegen. Der Chipzulieferer Siltronic musste hingegen dem MDax weichen. Im SDax musste der Autozulieferer Leoni seinen Platz für den Softwareentwickler Nagarro räumen.

Was am Freitag an der Börse außerdem wichtig war



Die EU-Kommission startet eine förmliche Untersuchung gegen Facebook
wegen des Verdachts auf Wettbewerbsverstöße beim Kleinanzeigendienst "Facebook Marketplace". Dies teilte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Freitag in Brüssel mit. Facebook betreibt sei 2016 seinen "Marketplace", auf dem zum Beispiel Autos, Möbel, Kleidung, Smartphones oder Fahrräder privat verkauft und gekauft werden können. Dabei fallen keine Gebühren an. Wie bei anderen Facebook-Diensten dient die Kleinanzeigen-Sektion dazu, die Reichweite der durch Werbung finanzierten Plattform zu erhöhen und den Dienst für Nutzerinnen und Nutzer relevanter zu machen.

Merkel für Verlängerung der 'epidemischen Lage'
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist trotz sinkender Corona-Zahlen dafür, dass der Bund auch über Ende Juni hinaus bestimmte Sonderbefugnisse zur Regelung von Corona-Maßnahmen behält. Die Bundeskanzlerin halte es für sinnvoll, dass die "epidemische Lage von nationaler Tragweite" verlängert werde, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag auf Nachfrage in Berlin. Er verwies zugleich darauf, dass die Entscheidung darüber Sache des Bundestages ist.

Vivendi findet weiteren Investor für Musiksparte - Aktie fällt aber
Der französische Medienkonzern Vivendi will vor der geplanten Börsennotiz seiner Musiksparte einen weiteren Investor an Bord holen. Ein vom Hedgefonds-Milliardär William Ackman aufgelegtes Finanzvehikel (Spac) will zehn Prozent an der Universal Music Group (UMG) für rund vier Milliarden Dollar (3,3 Mrd Euro) kaufen. Der Börsenmantel mit dem Namen Pershing Square Tontine Holdings bestätigte am Freitag in New York entsprechende Gespräche, über das zuvor das "Wall Street Journal" berichtet hatte. UMG werde dabei inklusive Schulden mit rund 35 Milliarden Euro bewertet und damit etwas höher als noch Ende Dezember. Der Deal zählt damit zu einem der größten im Geschäft mit den seit einiger Zeit boomenden Spacs.

Kreise: DWS und Generali bieten für Fondssparte der NN Group
Die Deutsche-Bank-Fondstochter DWS hat Insidern zufolge ein Auge auf die Fondssparte des niederländischen Versicherers NN Group geworfen. DWS und der italienische Versicherungskonzern Generali hätten in dieser Woche erste Gebote für den Geschäftsbereich übermittelt, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Diese könnte dabei mit rund 1,5 Milliarden Euro bewertet werden.

Lakestar will Ferienunterkunft-Marktplatz HomeToGo an die Börse bringen
Der Investor Klaus Hommels hat für sein seit Kurzem an der Börse notiertes Finanzvehikel (Spac) ein Übernahmeziel gefunden. Der Börsenmantel Lakestar wolle den deutschen Marktplatz für Ferienunterkünfte HomeToGo aus Berlin übernehmen und so an die Börse bringen. Beide Firmen hätten eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet, hieß es am Freitag in einer Mitteilung. Eine endgültig verbindliche Vereinbarung sei jedoch nicht garantiert. Unklar war zunächst auch die im Raum stehende Transaktionssumme.

Im Online-Lebensmittelhandel werden die Karten neu gemischt
Im Online-Lebensmittelhandel herrscht Goldgräberstimmung. Eine fast schon unübersehbare Zahl von neuen Anbietern wie Gorillas, Flink, Getir, Knusper oder Picnic drängt zur Zeit auf den hart umkämpften deutschen Lebensmittelmarkt. Angelockt von den in der Corona-Krise deutlich gestiegenen Online-Umsätzen und finanziert mit hunderten Millionen Euro Wagniskapital machen die Start-ups in immer mehr Städten den etablierten Lebensmittelhändlern Konkurrenz. Oft versprechen die Newcomer die Lieferung bestellter Ware in nur 10 Minuten. Selbst die großen Platzhirsche Edeka und Rewe müssen sich deshalb neu positionieren.

Studie: Luxusmarken verkaufen sich wieder besser
Der Umsatz mit Luxusgütern ist Branchenexperten zufolge wieder höher als vor der Pandemie. Nach einer Studie der Unternehmensberatung Bain und des italienischen Luxusgüterverbands Fondazione Altagamma wuchs der weltweite Markt für persönliche Luxusgüter wie Kleidung, Schuhe, Lederwaren, Parfüm und Schmuck im ersten Quartal um knapp ein Prozent im Vergleich zum Jahresbeginn 2019.

Mehr als die Hälfte der Passagierflüge sind Kurzstreckenflüge Auch mit dem deutlichen Rückgang von Flugreisen in der Corona-Pandemie ist im vergangenen Jahr gut jeder zweite Passagierflug auf der Kurzstrecke unterwegs gewesen. Flüge mit einer Distanz bis 1000 Kilometer hatten 2020 einen Anteil von 53 Prozent an allen Passagierflügen, die auf den deutschen Hauptverkehrsflughäfen starteten oder landeten, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Der Anteil war damit ähnlich hoch wie im Jahr vor der Pandemie (54 Prozent).

rtr/dpa-AFX/lb

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