DAX-SCHLUSSBERICHT

DAX schließt im Plus - und was Anleger sonst noch wissen müssen

DAX schließt im Plus - und was Anleger sonst noch wissen müssen

WKN: 823212 ISIN: DE0008232125 Lufthansa AG

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18.04.2019 - 18:06
11.04.2019 17:56:32

Auch ohne den Glauben an eine schnelle Brexit-Lösung wurden die Anleger am Donnerstag wieder mutiger. Von der Verschiebung des Brexit-Termins hingegen gehen - zumindest in der Breite - kaum Impulse aus. Was Anleger vom Handel am Donnerstag sonst noch wissen müssen, die wichtigsten Themen vom Parkett.

Nach einem durchwachsenen Start schloss der Dax mit 11.935,20 um 0,3 Prozent fester. Rückenwind kam dabei von der Wall Street, an der sich ein positiver Handelsauftakt abzeichnete.Mit seinem Anstieg nahm der Dax wieder Kurs auf die Marke von 12 000 Punkten, die er im Zuge einer Erholungsrally bereits vor einigen Tage erstmals seit Monaten wieder übertroffen hatte. Anschließend hatte die Anleger erst einmal Luft geholt.



Investoren ließ es weitgehend kalt, dass Großbritannien deutlich mehr Zeit für den Brexit erhält. Ein Börsianer befürchtet, dass der neue Zeithorizont bis zum 31. Oktober die Tür für endlose Verhandlungen öffnet, sofern die Europawahl am 22. Mai noch mit Großbritannien stattfindet. So richtig glaubt am Markt keiner an eine Lösung noch vor dem Wahltag. Ohne Einigung wäre Großbritannien am 12. April ungeregelt aus der EU ausgeschieden. Positive Signale gab es im Tagesverlauf indessen von den Handelsgesprächen zwischen den USA und China.


Charttechnisch sieht Martin Utschneider von der Privatbank Donner & Reuschel den Dax im grünen Bereich. Als positives Zeichen wertet er, dass der Leitindex sich über 11 800 Punkten behauptet. Einen neuen Test hält der Experte zwar wegen der latenten Brexit-Unsicherheit für nicht ausgeschlossen. Alles in allem befinde sich der Leitindex aber weiter im Aufwärtsmodus, der ihn bis auf 12 500 Punkte tragen könne. Börsianer setzen nun auf die Berichtssaison als nächsten Impulsgeber. Während aus Europa die ersten Umsatzzahlen veröffentlicht werden, legen am Freitag an der Wall Street die US-Banken JP Morgan und Wells Fargo ihre Quartalsergebnisse vor.

Was am Donnerstag an der Börse sonst noch wichtig war



Autozulieferer Hella trotzt Marktschwäche - Prognose bestätigt
Der Autozulieferer Hella stemmt sich weiter gegen die Flaute der Branche. Aber auch der Licht- und Elektronikspezialist wird sich nach Ansicht des Managements der Marktschwäche vor allem in China und Deutschland nicht auf Dauer entziehen können. Hella-Chef Rolf Breidenbach machte am Donnerstag klar, dass sowohl das vierte Geschäftsquartal als auch das kommende Geschäftsjahr für den MDax-Konzern "sehr herausfordernd" werden dürften.

Commerzbank-Aufsichtsratschef bestärkt Zielke in Fusionsgesprächen
Commerzbank-Aufsichtsratschef Stefan Schmittmann stärkt Konzernchef Martin Zielke in den Gesprächen mit der Deutschen Bank den Rücken. "Der Vorstand muss die Option mit der Deutschen Bank prüfen. Das halte ich für richtig und das ist seine Pflicht", erklärte Schmittmann am Donnerstag. "Wir haben für diese Sondierungsphase einen klaren Prozess, der vom Vorstand gesteuert wird und in den ein Ausschuss des Aufsichtsrats eingebunden ist."

Kreise: Aufseher in EZB sehen mögliche Fusion Deutscher mit Commerzbank kritisch
Eine mögliche Fusion zwischen Deutscher Bank und Commerzbank bekommt offenbar immer mehr Gegenwind. Ein Zusammengehen der beiden größten deutschen privaten Banken ziehe Zweifel hochrangiger Aufseher der Europäischen Zentralbank (EZB) auf sich, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Lufthansa steigert Passagierzahlen auch im März - Frachtgeschäft schwächer
Das Passagiergeschäft der Lufthansa ist weiter im Aufwind. Zusammen mit ihren Töchtern wie Swiss, Austrian Airlines und Eurowings beförderte Europas größte Fluggesellschaft im März fast 11,3 Millionen Fluggäste und damit 1,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie der Dax-Konzern am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Dabei trugen alle Fluglinien des Unternehmens zum Wachstum bei. Allerdings blieben etwas mehr Sitze leer. Die Auslastung der Maschinen lag mit immer noch hohen 80,5 Prozent 0,7 Prozentpunkte unter dem Rekordwert des Vorjahres.

Fresenius-Chef rechnet mit Krankenhaussterben in Deutschland
Der Medizinkonzern Fresenius will bei einer voraussichtlich weiteren Konsolidierung im deutschen Krankenhausmarkt mitmischen. Es müsse eine "kleinere Zahl größerer Klinikanbieter im deutschen Gesundheitswesen geben", sagte Unternehmenschef Stephan Sturm am Mittwochabend vor der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung in Düsseldorf. Größere Krankenhausverbünde arbeiteten effizienter und lieferten eine bessere Behandlungsqualität als kleine Häuser, zeigte sich Sturm überzeugt. Fresenius ist mit den 86 Kliniken seiner Tochter Helios der größte private Krankenhausbetreiber auf dem deutschen Markt.

Deutsche Börse will Einkaufstour fortsetzen - Devisenhandel im Fokus
Die Deutsche Börse nimmt nach dem erst Anfang der Woche angekündigten Zukauf im Indexsegment weitere Übernahmen ins Visier. Dabei soll erneut das Devisengeschäft gestärkt werden. Der Börsenbetreiber bestätigte am Donnerstag konkrete Gespräche mit dem Finanzdatenanbieter Refinitiv über den möglichen Kauf einzelner Geschäftsbereiche im Devisenhandel. Damit könnte der seit Anfang 2018 amtierende Konzernchef Theodor Weimer weitere Taten auf seine Ankündigungen, sich aktiv nach Übernahmezielen umzuschauen, folgen lassen.

rtr/dpa-AFX/pel

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Bildquelle: Kai Pfaffenbach/Reuters

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