DAX-SCHLUSSBERICHT

DAX schließt leicht im Minus - und was Anleger sonst noch wissen müssen

DAX schließt leicht im Minus - und was Anleger sonst noch wissen müssen

WKN: A2ARQ5 ISIN: US92532W1036 Versum Materials

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20.03.2019 - 08:02
04.03.2019 17:30:00

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Montag zunächst seiner stärkeren Seite gezeigt. In den Schlussminuten tauchte der Leitindex DAX dann aber ins Minus ab und schloss 0,08 Prozent niedriger bei 11.592,66 Punkten. Was Anleger vom Handel sonst noch wissen müssen, die wichtigsten Themen vom Parkett.



Für zunächst etwas gute Stimmung im DAX hat zu Wochenbeginn die Hoffnung auf ein Ende des Zollstreits zwischen den USA und China gesorgt. Medienberichten zufolge ist eine Einigung zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischem Amtskollegen Xi Jinping in greifbarer Nähe. Das "Wall Street Journal" berichtete zudem, US-Präsident Donald Trump und sein Kollege Xi Jinping aus China könnten ein Abkommen bei einem Gipfel Ende März besiegeln. In diesem Rahmen sollten die gegenseitigen Strafzölle gesenkt oder komplett aufgehoben werden. "Die entscheidende Frage ist aber, ob die Zölle sofort gestrichen oder sukzessive reduziert werden", sagte Analyst Lukman Otunuga vom Online-Broker FXTM.



Je mehr Anleger auf eine Einigung setzten und sich entsprechend positionierten, desto größer werde aber die Gefahr eines Kursrückschlages, sollte ein Deal scheitern, warnte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. "Der März könnte als Tiger abspringen und als Bettvorleger landen."


Was am Montag an der Börse sonst noch wichtig war



US-Automarkt flaut ab - VW, Audi und Daimler schwächeln
Die deutschen Hersteller bekommen den Abschwung am US-Automarkt weiter zu spüren. Volkswagen, Audi und Daimlers Marke Mercedes-Benz USA meldeten am Freitag starke Absatzrückgänge für den vergangenen Monat. BMW trat auf der Stelle. Doch die deutschen Autobauer sind keine Ausnahmen - in den USA scheint der Auto-Boom vorbei zu sein, zudem dämpfte der kalte Winter zuletzt die Kauffreude.

VW-Chef: US-Autozölle könnten VW bis zu drei Milliarden Euro kosten
Volkswagen-Chef Herbert Diess warnt vor Milliardenkosten durch mögliche US-Importzölle. "Das wäre schwer zu verdauen. Es könnte uns zwei bis drei Milliarden Euro kosten - im schlimmsten Fall, bei 25 Prozent Zoll", sagte Diess dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Montag). "Das hätte auch Folgen für die Beschäftigung - eine echte Bedrohung, die wir versuchen, mit allen Kräften zu vermeiden."

Newmont lehnt Offerte von Goldschürfer Barrick ab
Der US-Bergbaukonzern Newmont Mining hat das Übernahmeangebot des kanadischen Bergbaukonzerns Barrick Gold abgelehnt. Die derzeitig laufende Übernahme von Goldcorp durch Newmont selbst biete mehr Vorteile für die Aktionäre, teilte das Unternehmen am Montag in Denver mit. Gleichzeitig schlägt Newmont Barrick jedoch eine Zusammenarbeit in Nevada im Rahmen eines Joint Ventures vor.

Bundesregierung prüft Rückforderungsansprüche gegen Airbus
Die Bundesregierung prüft angesichts des angekündigten Produktionsstopps für das Großraumflugzeug A380 mögliche Rückforderungen gegen Airbus . Die Auswirkungen würden nun analysiert und gemeinsam mit dem Unternehmen erörtert, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums am Montag in Berlin. Über etwaige weitere Rückforderungsansprüche könnten noch keine Auskünfte gegeben werden.

'Spiegel': Marke Volkswagen verfehlt Margenziel 2018
Die Volkswagen-Kernmarke VW Pkw hat laut einem Pressebericht ihr Margenziel für das vergangene Jahr verfehlt. Die operative Umsatzrendite des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern sei von 4,1 Prozent auf 3,8 Prozent gefallen, berichtete der "Spiegel" am Freitag ohne Nennung von Quellen. VW-Chef Herbert Diess hatte eine Marge von 4 bis 5 Prozent als Ziel für die Marke ausgegeben. Volkswagen wollte den Bericht nicht kommentieren.

Merck will trotz Absage von Versum im Bieterkampf nicht aufgeben
Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck KGaA will im Ringen um den US-Halbleiterzulieferer Versum Materials nicht aufgeben. "Wir sehen unseren Vorschlag zu 48 Dollar je Versum-Aktie weiterhin als überlegen an", sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag auf Anfrage der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Zuvor hatte das Versum-Management die 5,9 Milliarden Dollar schwere Offerte der Darmstädter offiziell abgelehnt.

Delivery Hero kauft Essenslieferanten in den Vereinigten Arabischen Emiraten
Der Essenslieferant Delivery Hero will die Essensliefer-Sparte der Restaurantbewertungsplattform Zomato in den Vereinigten Arabischen Emiraten übernehmen. Eine entsprechende Vereinbarung sei abgeschlossen worden, teilte Delivery Hero am Montag in Berlin mit.

BVB hofft auf Wunder gegen Tottenham - 'Das Unmögliche schaffen'
Borussia Dortmund geht trotz schwerer Hypothek mit Zuversicht in das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League am Dienstag (21.00 Uhr/Sky) gegen Tottenham Hotspur. Nach dem ernüchternden 0:3 im Hinspiel vor drei Wochen beim englischen Spitzenclub hofft der Tabellenführer der Fußball-Bundesliga auf ein Fußball-Wunder. "In diesem Stadion wurden schon einige Spiele absolviert, in denen Geschichte geschrieben wurde. Wir sind in der Lage, das Unmögliche zu schaffen. Die ganze Mannschaft glaubt daran", sagte Kapitän Marco Reus am Montag vor dem Abschlusstraining.

Puma plant Kapitalerhöhung und Aktiensplit
Der Sportartikelhersteller Puma will sein Grundkapital erhöhen und die Aktien neu aufteilen. Der Aktiensplit sieht den Tausch jeder bestehenden Aktie gegen 10 neue Aktien vor, wie das MDax-Unternehmen am Montag in Herzogenaurach mitteilte. Zuvor will der Konzern sein Grundkapital aus Gesellschaftsmitteln um rund 112,2 auf 150,8 Millionen Euro erhöhen. Der Aktienkurs des Adidas-Konkurrenten bewegte sich nach der Nachricht kaum, eine Aktie kostete am Montagnachmittag zuletzt 502 Euro.

Tesla will SUV auf Basis des Model 3 am 14. März vorstellen
Tesla will am 14. März eine neue Modellvariante vorstellen - einen SUV auf Basis seines Hoffnungsträgers Model 3. Das Fahrzeug mit dem Namen Model Y werde rund zehn Prozent größer sein und dadurch etwas weniger Reichweite als das Model 3 haben, schrieb Tesla-Chef Elon Musk in der Nacht zum Montag bei Twitter. Der Preis werde etwa zehn Prozent höher liegen. Das Model 3 verkauft Tesla seit kurzem zu dem ursprünglich angekündigten Preis von 35 000 Dollar vor Steuern und Elektroauto-Vergünstigungen.

rtr/dpa-AFX/fh

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Bildquelle: Kai Pfaffenbach/Reuters

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