DAX-SCHLUSSBERICHT

DAX schließt zum Wochenauftakt schwächer

DAX schließt zum Wochenauftakt schwächer

WKN: 659990 ISIN: DE0006599905 Merck KGaA

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20.01.2021 - 08:57
11.01.2021 17:38:00

Nach einem starken Jahresauftakt hielten sich Anleger zum Start in die zweite Börsenwoche 2021 eher zurück. Der DAX ging 0,8 Prozent schwächer bei 13.936,66 Punkten aus dem Handel.

Noch in der ersten Börsenwoche hatte der DAX erstmals in seiner Geschichte die Marke von 14.100 Punkten durchbrochen. In die zweite Woche sind die Anleger nun vorsichtiger gestartet. Belastend wirken die Coronavirus-Mutationen, die mittlerweile auch verstärkt außerhalb Großbritanniens und Südafrikas nachgewiesen werden. Bislang seien noch nicht alle Voraussetzungen für eine kraftvolle Erholung der Weltwirtschaft von den Pandemie-Folgen gegeben, sagte Elwin de Groot, Chef-Anlagestratege der Rabobank. "Wir müssen die neue Infektionswelle bewältigen. Außerdem dauert es in vielen Ländern, die Impfstoffe zu verteilen." Außerdem startet in Kürze wieder die Berichtssaison. Für viele ist deshalb Vorsicht die Devise. Die ersten bedeutenden Quartalszahlen werden am Freitag aus der US-Bankenbranche erwartet.

Derweil nutzten auch Bitcoin-Anleger die jüngste Rally für Gewinnmitnahmen. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise verbilligte sich und notierte rund 20 Prozent unter ihrem Rekordhoch von 41.998,75 Dollar vom Freitag. Dieser Kursrutsch sei aber kein Grund zur Panik, sondern eine Gelegenheit zum Einstieg, betonte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade.

Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich ebenfalls. Hier schürten die verschärften Pandemie-Beschränkungen Nachfragesorgen, sagte Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg. Der anziehende Dollar belaste zusätzlich. Die Aufwertung der Weltleitwährung macht Erdöl für Investoren außerhalb der USA weniger attraktiv. Vor diesem Hintergrund gerieten auch Öl-Aktien unter Druck.

Zum Handelsschluss stand Merck an der DAX-Spitze gefolgt von SAP und Linde. Als schwächster DAX-Wert ging Fresenius aus dem Handel.

Was am Montag an der Börse außerdem wichtig war


Pfeiffer Vacuum kündigt nach Corona-Jahr neue Mittelfristziele an
Der Vakuumpumpen-Hersteller Pfeiffer Vacuum will nach dem Corona-Jahr 2020 seine Ziele für die kommenden Jahre überarbeiten. Für die nächsten drei bis fünf Jahre rechnet der Vorstand mit einem steigenden Marktanteil durch Wachstum aus eigener Kraft sowie durch Übernahmen, teilte das im SDax gelistete Unternehmen überraschend am Montag im hessischen Aßlar mit. Der Umsatz soll wesentlich steigen und die Profitabilität sich erheblich verbessern. Genaue Zahlen will die Gesellschaft erst nach einer genaueren Analyse nennen. Die bisherigen Ziele aus dem Jahr 2018 sind damit aber passé.

Fuchs Petrolub erhöht Gewinnprognose - 2020 besser als erwartet
Der Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub hat 2020 besser als erwartet abgeschlossen und seine Prognose für den operativen Gewinn erhöht. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde jetzt ein Rückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich anstatt wie zuvor 15 Prozent erwartet, teilte das Unternehmen am Montag in Mannheim mit. 2019 hatte der operative Gewinn 321 Millionen Euro betragen.

Eli Lilly macht Fortschritt bei Alzheimer-Mittel - Aktie springt an
Der Pharmakonzern Eli Lilly macht Fortschritte beim Alzheimer-Medikament Donanemab. Im vorböslichen Handel sprang die Aktie um rund 19,6 Prozent auf 199,00 US-Dollar. Erreicht die Aktie diesen Stand im regulären Handel, wäre es ein Allzeithoch.

IPO: Kultstiefel-Hersteller Dr. Martens will an die Börse
Der britische Schuhhersteller Dr. Martens, der für seine dick besohlten Schnürstiefel bekannt ist, will den Börsengang wagen. Das teilte das Unternehmen am Montag in London mit. Bislang ist Dr. Martens mehrheitlich im Besitz der Private-Equity-Gesellschaft Permira, die ihre Anteile zugunsten des Börsengangs an die London Stock Exchange veräußern will.

Airbus bekommt 2020 mehr Bestellungen als Stornos - Aktie legt zu
Der Luftfahrtkonzern Airbus hat trotz der Corona-Krise im abgelaufenen Jahr mehr Flugzeug-Bestellungen hereingeholt als Stornierungen kassiert. Netto kamen Aufträge über 268 Maschinen herein, wie der Konzern am Freitagabend in Toulouse mitteilte. Dank eines Schlussspurts gelang es Airbus, im Gesamtjahr 566 Jets auszuliefern. Der Dezember war mit 89 Auslieferungen der stärkste Monat des Jahres. Von ursprünglich für das Gesamtjahr angepeilten 880 Auslieferungen blieb der Konzern aber wegen der Pandemie und ihrer Folgen wie erwartet weit entfernt.

Teamviewer wächst weiter stark - Prognose leicht übertroffen
Der Softwareanbieter Teamviewer hat auch im vierten Quartal ein deutliches Wachstum hingelegt und seine eigenen Ziele für 2020 leicht übertroffen. Die Rechnungsstellungen (Billings) lagen im Gesamtjahr 2020 nach vorläufigen Zahlen bei rund 460 Millionen Euro, wie das MDax-Unternehmen am Montag in Göppingen mitteilte. Teamviewer hat mit seinen Programmen zur Fernwartung und Videokonferenzen insbesondere wegen der Corona-Krise einen starken Lauf, weil die Nachfrage nach Home-Office-Software spürbar angezogen hat.

Shop Apotheke steigert Umsatz stärker als erwartet
Der Online-Arzneimittelhändler Shop Apotheke hat im vergangenen Jahr von einem Boom bei den Online-Bestellungen infolge der Corona-Pandemie profitiert. Der Umsatz sei im Vergleich zum Vorjahr um 38 Prozent auf 968 Millionen Euro gestiegen, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Montag auf Basis vorläufiger Daten im niederländischen Venlo mit. Damit fiel das Wachstum etwas höher aus, als der Konzern zuletzt in Aussicht gestellt hatte und als Experten erwartet hatten. Die seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie stark gefragte Aktie legte vorbörslich zu.

Flatexdegiro legt in Corona-Krise Rekordjahr hin - Aktie legt zu
Der brummende Handel an den Börsen in der Corona-Krise hat dem Online-Broker Flatexdegiro 2020 ein Rekordjahr beschert. Das Unternehmen wickelte 75 Millionen Transaktionen ab und damit 140 Prozent mehr als im Vorjahr, wie es am Montag in Frankfurt mitteilte. Damit übertraf der Online-Broker sein zuletzt auf mehr als 70 Millionen Transaktionen angehobenes Jahresziel - und zählte mehr als doppelt so viele Trades wie vor der Corona-Krise für 2020 erwartet. Für die kommenden Jahre peilt Vorstandschef Frank Niehage weiteres Wachstum an. 2021 dürfte es aber erst einmal langsamer vorangehen.

rtr/dpa-AFX/iw

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