DAX-SCHLUSSBERICHT

Dax sinkt - Schwächelnde Wall Street bremst

Dax sinkt - Schwächelnde Wall Street bremst

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21.02.2019 - 17:58
23.01.2019 18:20:41

Der Dax (DAX 30) hat am Mittwoch letztlich an seine jüngste Kursschwäche angeknüpft. Nach einem negativen Start schaffte er es zwischenzeitlich zwar in positives Terrain.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax (DAX 30) hat am Mittwoch letztlich an seine jüngste Kursschwäche angeknüpft. Nach einem negativen Start schaffte er es zwischenzeitlich zwar in positives Terrain. Die nachlassende Dynamik an der anfangs freundlichen Wall Street sorgte aber wieder für einen Stimmungsdämpfer, so dass der deutsche Leitindex 0,17 Prozent tiefer bei 11 071,54 Punkten aus dem Handel ging.

Besser als der Dax schlug sich der MDAX, in dem sich die mittelgroßen deutschen Unternehmen versammeln: Er behauptete zum Schluss einen Gewinn von 0,41 Prozent auf 23 418,57 Punkte.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) schloss 0,02 Prozent schwächer bei 3112,13 Punkten. Die nationalen Indizes in Paris und London beendeten den Handel ebenfalls tiefer. Der Dow Jones Industrial (Dow Jones 30 Industrial) stand zum europäischen Handelsende nur noch moderat im Plus - ungeachtet positiv aufgenommener Geschäftszahlen der Börsen-Schwergewichte IBM, Procter & Gamble und United Technologies.

Beobachter rechnen zunächst nicht mit einer Fortsetzung der Rally vom Jahresbeginn. Zu unsicher sei der weitere Fortgang des Handelskonflikts zwischen den USA und China, lautet das Hauptargument vieler Skeptiker. Die Lage lasse gegenwärtig viel Raum für Spekulationen, sagte Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda. Es werde immer schwieriger, sich ein Urteil zu bilden. Anleger neigten eher dazu, Kursgewinne nach der jüngsten Erholung mitzunehmen.

Mit Abstand größter Kursgewinner im Dax waren die Papiere von RWE. Die Aussicht auf Entschädigungen für den Kraftwerksbetreiber im Fall des Ausstiegs aus der Kohleverstromung ließ den Aktienkurs um rund fünf Prozent auf 20,65 Euro steigen, was den höchsten Stand seit Anfang Oktober bedeutete.

An der Börse habe man sich zuletzt zu sehr auf die Belastungen eines Kohleausstiegs für RWE kapriziert, sagte Alberto Gandolfi von Goldman Sachs. Er schätzte die möglichen Kompensationszahlungen für RWE auf 3,5 Milliarden Euro. Aktien des Konkurrenten Eon (EON SE) legten um gut ein Prozent zu.

Die Deutsche Börse blickt beim Gewinn optimistischer auf das abgelaufene Jahr als bisher. Mit einem Aufschlag von mehr als einem Prozent knüpften die Aktien an die Kursgewinne der vergangenen Wochen an.

Der geplante Einstieg eines Investoren aus China bei Heidelberger Druck (Heidelberger Druckmaschinen) AG (Heidelberger Druckmaschinen) ließ die Papiere des Druckmaschinenherstellers um mehr als 14 Prozent nach oben schnellen. Der Hersteller von Bogenstanzen und Heißfolienprägemaschinen Masterwork Group soll über eine Kapitalerhöhung bei Heidelberger Druck einsteigen. Masterwork wäre dann mit rund 8,5 Prozent beteiligt und würde zum größten Aktionär des Unternehmens.

Ein positiv aufgenommener Ausblick bescherte dem IT-Dienstleister S&T ein Kursplus von fast acht Prozent. Die Aktien der beiden Einzelhändler Metro (METRO (St)) und Ceconomy (Ceconomy St) legten um über ein beziehungsweise fast sechs Prozent zu. Händler begründeten die Kursanstiege mit guten Zahlen großer europäischer Handelskonzerne wie Ahold Delhaize (Ahold Delhaize (Ahold)) und Carrefour.

Für die Aktien des Stahlhändlers Klöckner & Co (KlöcknerCo (KlöCo)) ging es dank einer Kaufempfehlung der schweizerischen Bank UBS um rund zweieinhalb Prozent bergauf. Dagegen büßten Südzucker-Papiere (Südzucker) nach einer Verkaufsempfehlung des Analysehauses Warburg Research knapp anderthalb Prozent ein.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,11 Prozent am Dienstag auf 0,08 Prozent. Der Rentenindex Rex (REX Gesamt Kursindex) stieg um 0,11 Prozent auf 141,99 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,01 Prozent auf 164,66 Punkte. Der Euro stand zuletzt bei 1,1391 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs davor auf 1,1367 (Dienstag: 1,1354) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8797 (0,8807) Euro gekostet./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

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