DAX-CHARTANALYSE

DAX: So könnte sich der Index in den nächsten Monaten entwickeln

DAX: So könnte sich der Index in den nächsten Monaten entwickeln

WKN: A2AJ0M ISIN: US34634E1029 FORM Holdings Corp

20.01.2017 08:58:26

Der Wind bläst den Käufern beim Deutschen Aktienindex zunehmend ins Gesicht. Speziell in dieser Marktphase ist es wichtig, regelmäßig auf die übergeordnete Perspektive zu blicken. Von Andreas Büchler







Der kurzfristige Kursverlauf des Deutschen Aktienindex gibt derzeit nur wenig Hinweise auf den aktuellen Trend: Es hat sich ein - nach seiner Form benannter - Diamant ausgebildet (braune Markierungen im Fünf-Minuten-Chart). In der Kursgrafik sieht dies zunächst aus, wie Malversuche eines mit Lineal bewaffneten Kleinkindes - was generell häufig auf den chartanalytischen Teilbereich der Trendlinienanalyse zutrifft, aber in diesem Fall besonders auffällt. Auf Grund ihrer Einfachheit sind Trendlinien vermutlich auch unter Einsteigern besonders beliebt, leider auch unter angeblich erfahrenen Analysten - doch oft bleiben die daraus ableitbaren Erkenntnisse auf dem niedrigen Niveau der Analyse selbst.

Es handelt sich beim Diamanten eher um ein unscharfes Muster, das zwar auf den ersten Blick erkennbar ist, sich statistisch aber schwer definieren und damit auch nur beschränkt untersuchen lässt. Fließend ist der Übergang zum so genannten "Broadening Top" (etwa: "eine sich verbreiternde Spitze des Kursverlaufs"). Dieses Muster entsteht, wenn die Kurse nach einem Anstieg beginnen, zunächst in beide Richtungen immer stärker auszuschlagen. Beim Diamanten kommt noch hinzu, dass diese Zuckungen anschließend immer geringer werden, bis es zum finalen Ausbruch in eine Richtung kommt. Die Erfahrung zeigt, dass es sich um eine Konsolidierungsformation handelt, die auch nach ihrem Ende keine prognostischen Wunder erwarten lässt. Die Quote an Fehlsignalen ist zwar relativ gering, doch lässt sich immer erst im Nachhinein festlegen, wann die Kurse wirklich final aus der Formation ausgebrochen sind.

Im Moment sollten sich Anleger daher auf der Oberseite eher an dem Areal um 11.605/11.635 orientieren, das zuletzt verstärkt als Verkaufszone aufgetreten ist. Ein Tagesschlusskurs oberhalb dieser Preisspanne wäre ein erster bullisher Erfolg. Wer besonders vorsichtig ist, kann sogar auch einen Ausbruch über das bisherige Jahreshoch bei 11.692 als Kaufsignal definieren. Auf der Unterseite kommt der 11.400er-Marke eine Warnfunktion zu: Hier war in den vergangenen Wochen eine Häufung von Wendepunkten zu sehen - bleibt die Stabilisierung dort aus, ist der Weg nach unten zunächst frei.

Auf Seite 2: Welcher Kursverlauf im Tageschart nun wahrscheinlich ist



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