DAX-SCHLUSSBERICHT

Dax stabil - Anleger verdauen Ölpreis-Schock

Dax stabil - Anleger verdauen Ölpreis-Schock

WKN: A1X3XX ISIN: DE000A1X3XX4 DIC Asset AG

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16.10.2019 - 09:05
17.09.2019 18:10:42

Der Ölpreis-Schock nach dem Angriff auf eine Ölraffinerie in Saudi-Arabien zum Wochenstart hat am deutschen Aktienmarkt kaum noch Spuren hinterlassen. Der Leitindex Dax (DAX...

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Ölpreis-Schock nach dem Angriff auf eine Ölraffinerie in Saudi-Arabien zum Wochenstart hat am deutschen Aktienmarkt kaum noch Spuren hinterlassen. Der Leitindex Dax (DAX 30) schloss am Dienstag lediglich 0,06 Prozent tiefer bei 12 372,61 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Börsenwerte bewegte sich mit einem Minus von 0,07 Prozent auf 25 958,01 Punkte letztlich ebenfalls kaum vom Fleck.

Auch wenn der große Crash nach den Drohnenangriffen auf das Herz der Ölindustrie ausgeblieben sei, seien die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten noch lange nicht aus den Köpfen der Anleger verschwunden, warnte gleichwohl Milan Cutkovic, Analyst beim Handelshaus Axitrader. Beruhigend wirkte derweil laut Marktbeobachtern, dass US-Präsident Donald Trump derzeit keinen Militärschlag gegen den Iran erwägt. Die Vereinigten Staaten vermuten in der Islamischen Republik den Drahtzieher hinter der Tat.

Die Blicke der Anleger richten sich nun auf den Zinsentscheid der US-Notenbank (Fed) an diesem Mittwoch. Es wird damit gerechnet, dass die Fed zum zweiten Mal in diesem Jahr die Zinsen senken wird. Spannend bleibt die Frage, ob beziehungsweise wie oft die Währungshüter in den nächsten Monaten die Zinsen weiter nach unten drehen werden. In der vergangenen Woche hatte bereits die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen weiter gelockert und so den Aktienmarkt zusätzlich angeschoben.

Im Dax standen Automobilwerte unter Druck. Die Verluste reichten von 0,9 Prozent bei BMW über 1,1 Prozent für Volkswagen (VW) (Volkswagen (VW) vz) bis zu 1,7 Prozent bei Daimler. Händler verwiesen zur Begründung für die Branchenschwäche auf belastende Vorgaben vom chinesischen Automobilsektor.

Die EU-Wettbewerbshüter hatten unter Auflagen grünes Licht für die Strommarktfusion zwischen der Noch-RWE-Tochter Innogy (innogy SE) und Eon (EON SE) gegeben. Der Zusammenschluss führe nicht zu weniger Auswahl und höheren Preisen, hieß es. RWE gewannen 1,7 Prozent. Eon legten um 0,2 Prozent zu. Die Anteile des Immobilienkonzerns Vonovia (Vonovia SE (ex Deutsche Annington)) belegten mit einem Plus von 2,6 Prozent den ersten Platz im Dax.

Am MDax-Ende wurden die Papiere des Online-Modehändlers Zalando von einer Aktienplatzierung eines Großaktionärs belastet und sackten um fast 10 Prozent ab. Zudem strich die Privatbank Hauck & Aufhäuser ihre Kaufempfehlung für die Papiere. Analyst Christian Salis sieht den Höhepunkt guter Nachrichten mittlerweile erreicht. Ab dem vierten Quartal dürften die Vergleichswerte aus dem Vorjahr auch schwerer zu toppen sein.

Im Nebenwerte-Index SDAX schoben positive Nachrichten die Aktien von Immobilienkonzernen an. Instone Real Estate (Instone Real Estate Group) hatte die Prognose für das laufende Jahr deutlich angehoben. Die Papiere zogen an der Index-Spitze um 5,7 Prozent an. ADO Properties gewannen nach einer Bestätigung von Gesprächen über einen möglichen Verkauf von Immobilien 5,5 Prozent. Und DIC Asset profitierten mit 1,8 Prozent von einer positiven Analysteneinschätzung.

Der EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) ging 0,08 Prozent höher bei 3521,26 Punkten aus dem Handel. In Paris schloss der Leitindex CAC 40 etwas deutlicher im Plus, während der Londoner FTSE 100 nahezu auf der Stelle trat. In New York stand der Dow Jones Industrial (Dow Jones 30 Industrial) zuletzt 0,1 Prozent im Minus.

Am Rentenmarkt stagnierte die Umlaufrendite bei minus 0,48 Prozent. Der Rentenindex Rex (REX Gesamt Kursindex) stieg um 0,02 Prozent auf 145,61 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,01 Prozent auf 172,85 Zähler nach. Der Euro legt zu und notierte zuletzt bei 1,1065 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1026 (Montag: 1,1031) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9070 (0,9065) Euro./la/jha/

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

Aktien in diesem Artikel

ADO Properties S.A. 39,90 1,22% ADO Properties S.A.
BMW AG 66,73 0,50% BMW AG
DIC Asset AG 11,62 -0,68% DIC Asset AG
E.ON SE 8,91 -0,42% E.ON SE
innogy SE 44,36 -0,43% innogy SE
RWE AG St. 27,65 -0,18% RWE AG St.
Volkswagen (VW) AG Vz. 166,00 1,15% Volkswagen (VW) AG Vz.
Vonovia SE (ex Deutsche Annington) 47,82 0,27% Vonovia SE (ex Deutsche Annington)
Zalando 41,95 -0,29% Zalando

Rohstoffe in diesem Artikel

Ölpreis (WTI) 52,91 0,00
0,00

Indizes in diesem Artikel

DAX 12.641,98
0,10%
Dow Jones 27.024,80
0,89%
MDAX 25.846,60
-0,28%
SDAX 11.300,46
-0,35%
EURO STOXX 50 3.597,64
-0,03%
FTSE 100 7.201,14
-0,15%
CAC 40 5.695,40
-0,12%
EURO STOXX 386,94
-0,14%
REX Gesamt Kursindex 145,35
-0,06%
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