DAX-SCHLUSSBERICHT

Dax steigt - 12 900 Punkte zu hohe Hürde

Dax steigt - 12 900 Punkte zu hohe Hürde

WKN: 710000 ISIN: DE0007100000 Daimler AG

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15.11.2019 - 19:59
24.10.2019 18:36:41

Erfreuliche Geschäftszahlen haben dem Dax (DAX 30) am Donnerstag Auftrieb gegeben. Zwar konnte der deutsche Leitindex die Marke von 12 900 Punkten nicht halten, die er am...

FRANKFURT (dpa-AFX) - Erfreuliche Geschäftszahlen haben dem Dax (DAX 30) am Donnerstag Auftrieb gegeben. Zwar konnte der deutsche Leitindex die Marke von 12 900 Punkten nicht halten, die er am Morgen getestet hatte. Zum Handelsende stand aber immerhin ein Plus von 0,58 Prozent auf 12 872,10 Punkte zu Buche. Damit setzte er den jüngsten Aufwärtstrend fort und hielt sich weiter auf dem höchsten Niveau seit Sommer 2018.

Analyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets betonte, dass der Dax noch Luft nach oben habe, falls er sich auch an den kommenden Tagen über 12 805 Zählern behaupten könne. Für einen Vorstoß in Richtung 13 400 Punkte - womit er sich seinen Rekordständen nähern würde - fehle aber noch "ein dynamischer Ausbruch der Wall Street nach oben". Der MDAX für mittelgroße Werte schloss am Donnerstag 0,47 Prozent höher bei 26 299,38 Punkten.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 (EURO STOXX 50) verabschiedete sich mit einem Plus von 0,40 Prozent bei 3621,37 Zählern aus dem Handel. Auch für die nationalen Indizes in Paris und London ging es bergauf. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial (Dow Jones 30 Industrial) notierte zum europäischen Handelsende dagegen knapp im Minus.

Im Dax überzeugten vor allem die guten Quartalsberichte von BASF und Daimler: Mit Kursgewinnen von jeweils über drei Prozent zählten der Chemiekonzern und der Autobauer zu den Favoriten der Anleger. Umsatz und Gewinn der Ludwigshafener waren im dritten Quartal trotz schwieriger Geschäftsbedingungen nicht so stark zurückgegangen wie von einigen befürchtet. Derweil erfreute Daimler die Analysten nach zuletzt zwei Prognosesenkungen vor allem mit dem freien Mittelzufluss aus der Geschäftstätigkeit. Dieser ist wichtig für die Gewinnausschüttung an die Aktionäre.

MDax-Spitzenreiter war der Gabelstaplerhersteller Kion (KION GROUP) mit knapp zehn Prozent Kursplus. Er übertraf mit seinem Quartalsbericht durch die Bank die Erwartungen. Das beflügelte auch die Titel des Konkurrenten Jungheinrich, die im Nebenwerte-Index SDAX um über zwei Prozent vorrückten.

Dahinter ging es im MDax für Siltronic um über sechs Prozent bergauf - ungeachtet nun vorsichtigerer Aussagen zum Jahr. Die Analystenerwartungen für das operative Ergebnis (Ebitda) liegen aber laut von Siltronic zur Verfügung gestellten Daten bereits etwas unter der Mitte der vom Unternehmen implizierten Bandbreite.

Beim Apple-Zulieferer (Apple) Dialog Semiconductor konnten sich die Anleger über einen Kursgewinn von fast drei Prozent und einen der vorderen MDax-Plätze freuen. Auch der Chipentwickler hatte im vergangenen Quartal überraschend gut abgeschnitten, wie vorläufige Zahlen belegten. Dagegen verloren die Titel von Index-Schlusslicht Puma (PUMA SE) rund dreieinhalb Prozent - trotz guter Zahlen und angehobener Jahresziele des Sportartikelherstellers. Die Aktien hatten allerdings erst Mitte Oktober ein Rekordhoch erreicht.

Zu den schwächsten Dax-Werten gehörten die Vorzüge von Henkel (Henkel vz) mit fast anderthalb Prozent Minus. Der Vorstandschef des Konsumgüterherstellers Hans Van Bylen, geht zum Jahresende. Sein Nachfolger wird der bisherige Finanzvorstand Carsten Knobel, wie Henkel nach einer Aufsichtsratssitzung bestätigte. Davor hatte bereits das "Manager Magazin" über einen bevorstehenden Führungswechsel berichtet.

Die rote Laterne im SDax übernahm Aixtron (AIXTRON SE) mit einem fast achtprozentigen Kursrutsch. Der Spezialanlagenbauer für die Chipindustrie ist hinsichtlich seiner Umsatzentwicklung im Gesamtjahr vorsichtiger geworden.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,41 Prozent auf 0,39 Prozent. Der Rentenindex Rex (REX Gesamt Kursindex) fiel um 0,10 Prozent auf 144,87 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,22 Prozent auf 171,85 Punkte. Der Euro kostete zuletzt 1,1103 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs zuvor unverändert zum Mittwoch auf 1,1128 Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8986 Euro gekostet./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

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