DAX-SCHLUSSBERICHT

DAX trotz Siemens-Kursrutsch im Plus - und was Anleger sonst noch wissen müssen

DAX trotz Siemens-Kursrutsch im Plus  - und was Anleger sonst noch wissen müssen

WKN: 723610 ISIN: DE0007236101 Siemens AG

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21.08.2019 - 17:43
01.08.2019 17:30:01

Der DAX hat sich am Donnerstag trotz der Verluste bei der Siemens-Aktie von seiner stärkeren Seite gezeigt. Der Leitindex schloss 0,5 Prozent im Plus bei 12.253,15 Punkten. Was Anleger vom Handel sonst noch wissen müssen, die wichtigsten Themen vom Parkett.

Anleger im DAX haben die Enttäuschung über den Fed-Zinsentscheid am Donnerstag verdaut. So erholte sich der Leitindex weiter von seinem jüngsten Kursrutsch. Wie erwartet hatten die Währungshüter um Notenbankchef Jerome Powell den Leitzins um einen Viertel Prozentpunkt gesenkt. Investoren hatten aber gehofft, dies könnte der Auftakt zu einer Serie an Zinssenkungen sein.

Die Enttäuschung darüber drückte die US-Börsen gut ein Prozent ins Minus. Am Donnerstag tasteten sich dann einige Anleger an die Wall Street zurück. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 hielten sich zur Eröffnung jeweils knapp im Plus.

Am Parkett in Frankfurt stand die Talfahrt des Index-Schwergewichts Siemens im Fokus. Der Kurs verlor knapp sechs Prozent, so viel wie seit drei Jahren nicht. Der Münchener Konzern bestätigte zwar die Prognose, zeigte sich aber dennoch deutlich pessimistischer. Zudem seien im abgelaufenen Quartal die Margen in allen Segmenten außer der Mobilitätssparte enttäuschend ausgefallen, urteilte Analyst Andreas Willi von der US-Bank JPMorgan. Trotz voller Auftragsbücher und eines steigenden Umsatzes gingen die Ergebnisse zurück. Unsere Einschätzung zu dem Siemens-Quartalszahlen finden Sie hier.


Was am Donnerstag an der Börse sonst noch wichtig war

Künftiger BMW-Chef Zipse übernimmt Ruder in stürmischer Zeit
Der designierte neue BMW-Chef Oliver Zipse muss den Autobauer zu Beginn seiner Amtszeit durch schwieriges Fahrwasser führen. Die schwache Autokonjunktur kann auch BMW nicht umschiffen. Im zweiten Quartal brachen die Gewinne bei dem Dax-Konzern deutlich ein, unter anderem weil hohe Vorleistungen für neue Technik und neue Modelle anfielen. Zudem drückte der scharfe Wettbewerb in Europa und den USA auf die Preise. In der Autosparte rutschte die operative Marge spürbar ab. Unsere Einschätzung hier

Chiphersteller Infineon schlägt sich wacker - Aktie steigt
Trotz schwieriger Marktbedingungen in der Halbleiterbranche hat der Chiphersteller Infineon ein solides drittes Quartal hingelegt. Obwohl die Flaute an den Automärkten und das schwächere Wachstum in China auch am Dax-Konzern aus Neubiberg bei München nicht spurlos vorbeigehen, zeigte sich Vorstandschef Reinhard Ploss zufrieden. Die Nachfrage sei insgesamt solide gewesen. Er verwies allerdings auch darauf, dass größere Wachstumsimpulse von April bis Juni ausgeblieben seien. Unsere Einschätzung hier

Zalando lockt mehr Kunden auf Shoppingseiten - Aktie zieht kräftig an
Der Onlinehändler Zalando profitiert von immer mehr Kunden und Bestellungen auf seinen Webseiten. Der positive Trend stimmt das Unternehmen für den Ausblick auf das Gesamtjahr noch optimistischer als bisher. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) verbesserte sich im zweiten Quartal von 94 Millionen auf 101,7 Millionen Euro, wie Zalando am Donnerstag in Berlin mitteilte. Damit wurden die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die Erlöse stiegen um ein Fünftel auf knapp 1,6 Milliarden Euro, was im Rahmen der Prognosen lag.

USA-Geschäft dämpft Stimmung beim Modekonzern Hugo Boss
Wegen des schwächelnden Geschäfts in den USA blickt das Management des Modekonzerns Hugo Boss etwas vorsichtiger auf das laufende Jahr. Der Vorstand erwartet für das Gesamtjahr nur noch einen Umsatz und einen Gewinn am unteren Ende der Prognosen, wie das Unternehmen am Donnerstag in Metzingen mitteilte. Der Umsatz soll nun nur noch um 4 Prozent wachsen, der operative Gewinn (Ebit) nur noch um 7 Prozent.

Milliardendeal: Londoner Börse schnappt sich Datenanbieter Refinitiv
Kurz vor dem geplanten Brexit holt die Londoner Börse mit der 27 Milliarden US-Dollar teuren Übernahme des Datenanbieters Refinitiv zum großen Schlag aus. Der seit Sommer amtierende Chef David Schwimmer will den 300-jährigen Börsenbetreiber breiter aufstellen und unabhängiger vom stark schwankungsanfälligen Geschäft mit Aktien und der Entwicklung im Heimatmarkt machen. Am Finanzmarkt kamen die Details der Transaktion, über die bereits seit dem vergangenen Wochenende heftig spekuliert wurde, sehr gut an.

rtr/dpa-AFX/fh

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Bildquelle: Kai Pfaffenbach/Reuters

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