DAX-CHARTANALYSE

DAX: Warum die Marke bei 10.800 Punkten so wichtig ist

DAX: Warum die Marke bei 10.800 Punkten so wichtig ist
11.11.2016 09:35:28

Am Freitag ist die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Aufwärtsbewegung eher gering. Nach unten ist mehr Spielraum, doch auch auf dieser Seite sind keine Überraschungen zu erwarten.







Der Markt sucht nach wie vor eine neue Mitte, nachdem die US-Wahl eingepreist wurde. Mit einem Anstieg bis an das obere Ende der Handelsspanne der vergangenen Monate bei rund 10.800 Punkten reizte der Deutsche Aktienindex den kurzfristig verfügbaren Kursspielraum aus statistischer Sicht maximal aus, deutlich darüber hinaus gehende Gewinne sind am Freitag nicht zu erwarten. In den kommenden Monaten sind im Idealfall weitere Käufe bis an die Obergrenze des mittel- bis langfristigen Aufwärtstrendkanals im Tageschart (grün) bei 11.230/11.500 möglich, wenn der Markt zuvor über die massive Verkaufszone bei 10.800 ausbrechen kann.



Doch dies grenzt vorläufig eher an Wunschdenken, denn noch existieren keine Anzeichen dafür, dass der Seitwärtstrend der Vormonate nach oben durchbrochen wird. Die jüngste Erholung ist dabei nur als gewöhnliche Schwankung innerhalb dieser Tradingrange einzustufen, deren Intensität durch die Wahlen in den USA etwas verschärft wurde. Spannend ist nun zunächst, ob der DAX sich in der oberen Hälfte dieser im 1-Stunden-Chart gut erkennbaren Handelsspanne behaupten kann. Dazu darf er nicht stärker unter 10.500 Punkte zurück fallen.


Schon um 10.580 Zähler ist im hoch aufgelösten 5-Minuten-Chart der Vortage ein Bereich mit gehäuft auftretenden Wendepunkten erkennbar, aus dem sich mit gutem Willen eine erste schwache Unterstützung für die nächsten Stunden ableiten lässt. Erst unterhalb von 10.460/10.500 wäre aber auch aus dieser Perspektive eine Schwäche festzustellen. Dann ist die Zone um 10.200/10.260 die nächste Haltestelle, die zügig erreicht werden dürfte. Eine gute Strategie ist es daher, vor einer weiteren Spekulation auf fallende Kurse erst einen Einbruch des Index unter 10.460 abzuwarten. Um auf steigende Notierungen zu wetten, sollten Anleger sich bis zu einem Ausbruch über 10.800 - idealerweise auf Tagesschlusskursbasis - gedulden. Zwischen diesen Werten kann allenfalls auf Schwankungen von einer charttechnischen Begrenzung zur anderen gesetzt werden.

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