DAX-CHARTANALYSE

DAX: Wiederholen sich die Krisen der Vormonate?

DAX: Wiederholen sich die Krisen der Vormonate?
31.05.2016 09:04:00

Der DAX befindet sich in einer ähnlichen Situation wie bereits im Dezember 2015 und April 2016. In beiden Fällen folgten Verluste.







Zwei Mal innerhalb des vergangenen halben Jahres scheiterte der DAX bereits mit einem Ausbruch über die langfristig viel beachtete 200-Tage-Durchschnittslinie (violette Kurve im Tageschart). Stets nutzten Anleger diese größeren Markterholungen zum Ausstieg, so dass es in der Folge zu größeren Korrekturen kam. Untersuchungen der vergangenen Jahrzehnte zeigen, dass erst bei einem Schlusskurs von mehr als drei Prozent oberhalb der 200-Tage-Linie die Chancen auf einen nachhaltigen Trendwechsel nach oben steigen. Der entsprechende Schwellenwert liegt diesmal bei rund 10.415 Punkten, kurz davor pausieren die Kurse aktuell.



Auch aus dem kurzfristigeren Blickwinkel des 1-Stunden-Charts reicht das Potenzial zunächst bis knapp über die oben errechnete Zielmarke. Dieser Aufwärtsspielraum ergibt sich aus der bisherigen Mai-Tradingrange von rund 9750 bis 10.100 (orangener Balken A), deren Breite am Ausbruchspunkt nach oben abgetragen wird (Balken B). Nach einer Handelsspanne erreicht der Markt statistisch betrachtet oft dieses Mindestkursziel.



Doch aktuell lässt der Schwung zunehmend nach, was gut im fein aufgelösten 5-Minuten-Chart der Vortage erkennbar ist (blaue Pfeile 1 und 2). Rückschläge bis an die auf dieser Zeitebene gut erkennbaren ehemaligen Widerstände bei 10.075/10.130 sowie 9960 sind möglich, bevor es weiter aufwärts geht. Sie würden gute Einstiegsgelegenheiten in Long-Positionen darstellen. Auf fallende Kurse zu wetten ist dagegen momentan noch riskant, da der Markt zwar schon weit gelaufen, aber noch nicht extrem überhitzt ist. Dazu müsste der DAX entweder weiter von seinem Monatsdurchschnitt entfernt sein (blauer Indikator unter dem Tageschart) oder am oberen Rand des Prognose-Korridors verlaufen (graue Fläche im 1-Stunden-Chart). Anleger können momentan daher auch noch an bestehenden Long-Positionen festhalten, sollten jedoch Stopps entsprechend der genannten ersten Unterstützungen nachziehen.

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