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DAX-SCHLUSSBERICHT

DAX zur Wochenmitte leicht fester: Nicht wirklich erholt

DAX zur Wochenmitte leicht fester: Nicht wirklich erholt
19.01.2022 17:45:15

Der Dax hat am Mittwoch den Großteil seiner zwischenzeitlich recht deutlichen Gewinne wieder abgegeben. Mit etwas schwächeren US-Börsen war es am Nachmittag mit der Erholung für den deutschen Leitindex schnell wieder vorbei. Nach einem Anstieg bis auf fast 15 900 Zähler blieb am Ende des Tages ein Plus von 0,24 Prozent auf 15 809,72 Zähler übrig.

Auch der MDax der mittelgroßen Börsentitel rutschte wieder ab und schloss mit minus 0,06 Prozent auf 34 134,39 Punkten. Die Furcht vor steigenden Zinsen bleibt das Hauptthema am Markt. "Die Inflations- und Zinssorgen werden so schnell nicht verschwinden", prophezeite Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda. Vor weiteren Schmerzen seien die Aktienmärkte wohl nicht gefeit.

Was am Mittwoch an der Börse außerdem wichtig war


Branchenboom beflügelt Chipausrüster ASML weiter - Aktie im Plus
Der globale Halbleiterboom heizt die Geschäfte des Chipausrüsters ASML weiter kräftig an. Dank des hohen Auftragsbestands und der unverändert hohen Nachfrage rechnet der Konzern mit einem anhaltend hohen Wachstum. 2021 zog der Erlös um ein Drittel an und der Gewinn um zwei Drittel, wie das niederländische EuroStoxx-50-Schwergewicht am Mittwoch in Veldhoven mitteilte. Die Dividende wurde verdoppelt. Der Aktienkurs zog am Vormittag bis zu knapp zwei Prozent an.

Procter & Gamble erhöht Umsatzprognose nach starkem Quartal
Der US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble erhöht nach einem überraschend starken Quartal seine Umsatzprognose für das noch bis Ende Juni laufende Geschäftsjahr. So sollen die Erlöse organisch - also gerechnet ohne Zu- und Verkäufe sowie Währungseffekte - um vier bis fünf Prozent anziehen, wie der Konsumgüterkonzern am Mittwoch in Cincinnati mitteilte. Zuvor wurde nur ein Umsatzanstieg aus eigener Kraft von zwei bis vier Prozent in Aussicht gestellt.

Bank of America steigert Gewinn stärker als gedacht
Die Bank of America hat das Jahr 2021 anders als andere US-Geldhäuser mit einem überraschend guten Quartal beendet. Dank gestiegener Erträge und der Auflösung von Rückstellungen für Kreditausfälle verdiente das Institut in den Monaten Oktober bis Dezember rund sieben Milliarden Dollar und damit 28 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie es am Mittwoch in Charlotte (US-Bundesstaat North Carolina) mitteilte. Damit übertraf die Großbank die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Die Aktie der Bank legte im vorbörslichen US-Handel daraufhin um fast drei Prozent zu.

US-Geldhaus Morgan Stanley steigert Gewinn deutlich
Die US-Bank Morgan Stanley hat zum Jahresende dank eines Booms bei Übernahmen und Fusionen glänzend verdient. Im vierten Quartal nahm der Gewinn gegenüber dem Vorjahreswert um zehn Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar (3,2 Mrd Euro) zu, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Obwohl das Handelsgeschäft mit Wertpapieren weniger rund lief, stiegen die Erträge insgesamt um sieben Prozent auf 14,5 Milliarden Dollar. Die Zahlen fielen deutlich besser als beim Rivalen Goldman Sachs und anderen US-Banken. Morgan Stanleys Aktien reagierten vorbörslich mit Kursaufschlägen.

Aurubis wird nach kräftigem Gewinnwachstum im Auftaktquartal optimistischer
Höhere Verkaufspreise für Metalle und Schwefelsäure stimmen Aurubis optimistischer für das Gesamtjahr. Die Hamburger kalkulieren laut einer Mitteilung vom Mittwoch für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr 2021/22 nun mit einem operativen Vorsteuergewinn von 400 bis 500 Millionen Euro. Bisher ging das Management nur von 320 bis 380 Millionen aus. Selbst das untere Ende der neuen Prognose liegt deutlich über der durchschnittlichen Analystenschätzung. Luxuskonzern Richemont verzeichnet starkes Umsatzwachstum im Weihnachtsquartal
Der Luxusgüterhersteller Richemont ist im Weihnachtsquartal stark gewachsen. Der Umsatz übertraf erneut das Vorkrisenniveau. Insbesondere im Schmuck-Geschäft konnten die Genfer deutlich zulegen. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2021/22 (bis Ende Dezember) stieg der Umsatz um 35 Prozent auf knapp 5,7 Milliarden Euro, wie Richemont am Mittwoch mitteilte. Um Währungseffekte bereinigt beläuft sich das Plus auf 32 Prozent.

US-Versicherer UnitedHealth schneidet 2021 noch besser ab als gedacht
Der US-Krankenversicherer UnitedHealth hat im zweiten Corona-Jahr selbst sein mehrfach angehobenes Gewinnziel übertroffen. Mit 17,3 Milliarden US-Dollar (15,2 Mrd Euro) lag der auf die Anteilseigner entfallende Überschuss 2021 zwölf Prozent höher als im Vorjahr, wie das im Dow Jones notierte Unternehmen am Mittwoch in Minnetonka (US-Bundesstaat Minnesota) mitteilte. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie schnitt UnitedHealth zudem besser ab als von Analysten im Schnitt erwartet.

MAN holt neue Finanzchefin von Zulieferer SAF-Holland
Der Umbau des MAN-Vorstands geht weiter: Die VW-Nutzfahrzeugholding Traton hat Inka Koljonen zur neuen Finanzchefin des Münchner Lastwagenbauers berufen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Die 48-jährige Betriebswirtin war bisher Finanzvorstand des Nutzfahrzeug-Zulieferers SAF-Holland und löst bei MAN Christian Schenk ab, der zum Finanzvorstand von Skoda berufen wurde.

Finanzdienstleister Hypoport verspürt Auftrieb nach schwachem Sommer
Der Finanzdienstleister Hypoport schaut nach einem wachstumsträchtigen Jahr zuversichtlich in die Zukunft. Auch für 2022 rechne er mit Zuwachsraten "deutlich oberhalb unserer Märkte", sagte Unternehmenschef Roland Slabke am Mittwoch laut Mitteilung in Berlin mit Blick auf die Plattformen für die Kredit-, Immobilien- und Versicherungswirtschaft. Die seit Herbst im MDax notierte Aktie hielt sich am Morgen stabil.

rtr/dpa-AFX

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