DAX-MARKTBERICHT

DAX zwei Prozent im Plus - Konjunkturdaten versetzen Anleger in Kauflaune

DAX zwei Prozent im Plus - Konjunkturdaten versetzen Anleger in Kauflaune

WKN: KC0100 ISIN: DE000KC01000 Klöckner & Co (KlöCo)

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10.07.2020 - 13:19
23.06.2020 14:29:40

In der Hoffnung auf eine kraftvolle Erholung der Weltwirtschaft von den Folgen der Coronavirus-Pandemie steigen Anleger wieder in die Aktienmärkte ein. Die Sorgen vor einem Wiederaufflammen der Pandemie rückten in den Hintergrund, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets.

"Die Hürde für einen zweiten Lockdown liegt höher, so dass eine zweite Welle wirtschaftlich nicht annähernd so schädlich sein wird wie die erste."

Dax und EuroStoxx50 stiegen am Dienstag um jeweils mehr als zwei Prozent auf 12.602 und 3315 Punkte. Rückenwind erhielten die Aktienindizes vom überraschend starken Anstieg der Barometer für die Stimmung der Einkaufsmanager Deutschlands und der Euro-Zone. Sie blieben allerdings unterhalb der Schwelle von 50 Punkten, die Wachstum signalisiert. "Diese Zahlen sind nur begrenzt aussagekräftig, bis wir nach dem Ende der Sommerferien sehen, wo sich die Wirtschaftstätigkeit einpendelt", mahnte Anlagestratege Kit Juckes von der Bank Societe Generale. Entscheidend sei, welches Niveau an Normalität erreicht werden könne.

HANDELSSTREIT USA/CHINA WIEDER IM BLICKPUNKT


Erleichtert reagierten Börsianer zudem auf die Aussage von US-Präsident Donald Trump, das Handelsabkommen mit China sei "völlig intakt". Zuvor hatte die Äußerung seines Beraters Peter Navarro, der Deal sei gestorben, für Unruhe gesorgt. "Die Realität ist aber, dass die Beziehungen zwischen den USA und China außergewöhnlich schlecht sind", warnte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. "Aber zumindest auf dem Papier ist der Handelsdeal noch lebendig."

Der Konjunkturoptimismus der Anleger spiegelte sich auch im Ölpreis wider. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 1,7 Prozent auf 43,81 Dollar je Barrel (159 Liter). Zusatzschub erhielten die Kurse vom anhaltenden Rückgang der US-Ölförderung. Dort fiel die Zahl der aktiven Bohrungen in der vergangenen Woche auf den niedrigsten Stand seit 2009.


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Gleichzeitig flirtete Gold mit einem Preis von 1757,85 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) weiter mit seinem Siebeneinhalb-Jahres-Hoch vom Mai. Die anhaltende Flut billigen Notenbankgeldes und die billionenschweren Hilfsprogramme der Regierungen schürten die Furcht vor Inflation und die Nachfrage nach dem "sicheren Hafen" Gold, sagte Analyst Ole Hansen von der Saxo Bank.

WIRECARD KOMMT NICHT AUS DEN SCHLAGZEILEN


Nach dem Kurseinbruch der vergangenen Tage steuerten die Aktien von Wirecard mit einem Plus von gut 30 Prozent auf den größten Tagesgewinn seit 18 Jahren zu. Ihr Preis lag mit knapp 19 Euro aber immer noch rund 80 Prozent unter dem Niveau vor Wochenfrist. Offenbar lösten Anleger Wetten auf einen weiteren Kursverfall der Aktie auf, sagte ein Börsianer. Im Krimi um verschwundene Milliarden bei dem Zahlungsabwickler wurde Ex-Chef Markus Braun wegen des Verdachts der Bilanzfälschung festgenommen.

Ein optimistischer Ausblick verhalf Klöckner & Co. (KlöCo) zum größten Kurssprung seit fast zwölf Jahren. Die Titel des Stahlhändlers verteuerten sich um etwa 21 Prozent auf fünf Euro. Die Aussicht auf einen operativen Gewinn von bis zu zehn Millionen Euro sei eine positive Überraschung, lobte Analyst Alan Spence von der Investmentbank Jefferies. Er habe bislang mit einem Verlust von 25 Millionen Euro gerechnet.

rtr


Bildquelle: Lisi Niesner/Reuters

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