DAX-SCHLUSSBERICHT

Deutsche Bank-Aktie schmiert ab, DAX leidet unter Handelsstreit - und was Anleger sonst noch wissen müssen

Deutsche Bank-Aktie schmiert ab, DAX leidet unter Handelsstreit - und was Anleger sonst noch wissen müssen

WKN: 930010 ISIN: JP3166900005 F.C.C. Co LtdShs

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24.06.2019 - 08:04
20.05.2019 17:53:00

Wegen des Handelskonflikts zwischen China und den USA verlor der deutsche Leitindex zum Handelsschluss 1,6 Prozent auf 12.041,29 Punkte. Was Anleger vom Handel am Montag sonst noch wissen müssen, die wichtigsten Themen vom Parkett.

Auslöser der Kursverluste beim DAX war der Streit um den chinesischen Netzwerkausrüster Huawei. Er wurde zuvor von den USA auf die Schwarze Liste gesetzt. Damit sei die Chance auf eine schnelle Lösung des Zollkonflikts zwischen den beiden weltgrößten Wirtschaftsmächten gering, sagte Analyst David Madden vom Online-Broker CMC Markets.

Auf Unternehmensseite geriet die Infineon-Aktie durch den Huawei-Boykott der USA stark unter Druck. Obwohl der deutsche Chip-Hersteller mitteilte, dass die US-Exportbeschränkungen das Geschäft mit Huawei kaum beeinträchtigten, verlor der Titel von Infineon zeitweilig über 4,0 Prozent.

Herbe Verluste gab es am Montag auch für die Deutsche Bank-Aktie. Sie verbilligte sich zeitweise auf den historischen Tiefstand von 6,607 Euro. Auslöser für den Kursrutsch war unter anderem ein Bericht der "New York Times", demzufolge Zahlungen bei Unternehmen von US-Präsident Donald Trump und dessen Schwiegersohn Jared Kushner von Mitarbeitern der Deutschen Bank nicht der Finanzaufsicht gemeldet wurden. Diesen Bericht wies die Deutsche Bank jedoch umgehend zurück.

Was am Montag an der Börse noch wichtig war


Ryanair enttäuscht mit Zahlen
Unter Verkaufsdruck gerieten auch die Aktien von Ryanair, die sich wegen eines Gewinneinbruchs um 3,4 Prozent verbilligten. "Steigende Passagierzahlen und Einnahmen aus Extra-Angeboten reichen nicht aus, um die Belastung durch die sinkenden Ticketpreise auszugleichen", sagte Analyst Laith Khalaf vom Brokerhaus Hargreaves Landsdown.

FCC-Chef empfielt Genehmigung der Fusion von T-Mobile und Sprint Die Telekom-Tochter T-Mobile US und ihr US-Konkurrent Sprint kommen bei ihrer geplanten Fusion ein Stück voran. Der Chef der zuständigen US-Regulierungsbehörde FCC, Ajit Pai, erklärte in einer Stellungnahme am Montag, er werde seiner Behörde empfehlen, den Zusammenschluss zu genehmigen. Die beiden Parteien hätten signifikante Zugeständnisse gemacht, so Pai. Er glaube, die Transaktion sei im öffentlichen Interesse. Neben der FCC prüft derzeit auch das US-Justizministerium die Fusion. So boten die Unternehmen den Angaben zufolge neben Verkäufen auch den Aufbau eines 5G-Netzes sowie 5G-Dienstleistungen auch in ländlichen Gebieten an.

Wohnimmobiliengesellschaft Grand City Properties bleibt auf Kurs
Der Wohnimmobilienkonzern Grand City Properties ist zu Jahresbeginn dank steigender Mieterlöse weiter gewachsen. Vorstandschef Christian Windfuhr zeigte sich zufrieden und bekräftigte die Jahresziele, die einen Zuwachs beim operativen Ergebnis (FFO 1) vorsehen. "Wir hatten einen starken Start", sagte der Manager laut Konzernmitteilung vom Montag in Luxemburg. An der Börse notierte die im Mittelwerteindex MDax notierte Aktie am Morgen moderat im Plus.

Zeitplan für erstes eigenes Medikament bleibt unverändert
Das Biotechunternehmen Morphosys sieht sich nach guten Studiendaten im Zeitplan für das erste eigene Medikament. "Wir gehen weiterhin davon aus, dass wir bis Ende des Jahres den Zulassungsantrag bei der US-Medikamentenbehörde einreichen werden", sagte eine Unternehmenssprecherin am Montag auf Anfrage anlässlich einer Analystenkonferenz.

rtr/dpa-AFX/dp

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Bildquelle: Kai Pfaffenbach/Reuters

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