DOW JONES-CHARTANALYSE

Dow Jones Industrial: Korrektur im Anmarsch

Dow Jones Industrial: Korrektur im Anmarsch

WKN: 885836 ISIN: US6174464486 Morgan Stanley

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16.08.2018 - 12:00
20.07.2018 14:00:00

Präsident Trump droht am Freitagmorgen mit neuen Milliardenzöllen auf China-Importe. Dies dürfte die US-Börsen zu Wochenschluss hin belasten: Händler sehen den US-Leitindex am Freitag um 90 Punkte leichter bei 24.975. Damit wäre die wichtige Unterstützung bei 25.000 Zählern ernsthaft gefährdet. Was Anleger zum Wochenschluss wissen müssen. Von Manfred Ries







Zu Wochenschluss hin könnte sich die Konsolidierung / Korrektur beim Dow Jones Industrial verstärken. Denn Präsident Trump droht am Freitagmorgen mit neuen Strafzöllen gegen China (Börse Online berichtet). So erwarten Händler für den Dow Jones Industrial am Freitag einen Börsenstart unterhalb der wichtigen 25.000er-Marke. Die ersten Prognosen liegen bei 24.975 und damit rund 100 Punkte tiefer als am Vortag. Wie erwartet, kam es bereits am Donnerstag zu ersten Gewinnmitnahmen - der US-Leitindex beschloss den gestrigen Handelstag bei um 134 Zähler (-0,53%) tiefer als am Mittwoch. Mit dem möglichen Bruch der 25.000er-Marke nach unten spitzt sich die Charttechnik damit zu.

Der obige Intraday-Chart gibt die Tagesausschläge im 30-Minuten-Takt wider, wobei der gelb schraffierte Bereich die Indexentwicklung vom Donnerstag darstellt. Auffällig: Der kurzfristige Unterstützungsbereich um 25.053 / 25.043 Punkten. Dieser scheint mit dem heutigen Handelstag jedoch so gut wie gebrochen. Auf der Oberseite bleibt die 25.154 /25.170er-Zone als kurzfristiger (Trading)Widerstand aktiv. Der übergeordnete Trend bleibt derzeit (noch) positiv; davon zeugt der Wochenchart, der das langfristige Chartbild widerspiegelt. Dieser benennt auch das noch vorhandene Aufwärtspotenzial bis zum nachfolgenden, größeren Widerstand: 25.449 Punkte. Und genau diese Linie benennen wir als unser übergeordnetes Kursziel auf der Oberseite.







Ohnehin sollte zu Wochenschluss das längerfristige Chartbild betrachtet werden. Denn mit der Schlussnotierung vom Freitag wird die Wochenkerze ausgebildet. Und diese lässt Rückschlüsse auf die kommenden Tage zu. Im Wochenchart erkennbar: Die relativ geringe Handelsspanne bei den US Blue Chips. Diese ist als Reaktion auf die letzten beiden und starken Wochen zu verstehen. Andererseits zeugt dies aber auch von der erhöhten Unsicherheit, beziehungsweise Angst der Anleger. Dies macht den Dow Jones Industrial für eine Korrektur anfällig. Die entscheidende Schlüsselmarke auf der Unterseite (= Unterstützung) liegt nun an der 200-Tagelinie (rosa Kurve), die aktuell bei 24.481 Punkten verläuft.





Ein Durchbruch unter die 200-Tagelinie (24.481) wäre als kräftiges Verkaufssignal zu betrachten. Anleger, die bereits auf der Long-Seite positioniert sind, passen ihren Stopp-Losskurs jetzt zügig nach oben an. Käme es jedoch zu einem Ausbruch über die 25.449er-Linie, so wäre dies als ein starkes Kaufsignal zu verstehen. Das nachfolgende Indexziel läge dann beim bisherigen Allzeithoch (26.617 Punkte). Interessante Trading-Anregungen für eine Long- / Short-Strategie finden sich auf der nächsten Seite.

Unterstützungen und Widerstände



Chartmarken Niveau Typ Stärke
Widerstand 2 25.449 / 26.616 horizontal/Rekordhoch mittel / sehr stark
Widerstand 1 25.215 horizontal mittel
Unterstützung 1 25.000 / 24.481 horizontal / 200-Tagelinie / horizontal stark
Unterstützung 2 24.000 / 23.243 horizontal mittel


Trading-Ideen



Trading-Idee für steigende Kurse Trading-Idee für fallende Kurse
Basiswert Dow Basiswert Dow
Produktvorstellung Turbo Bull Produktvorstellung Turbo Bear
WKN MF31XD WKN MF31V1
Emittent Morgan Stanley Emittent Morgan Stanley
Laufzeit unbeschränkt Laufzeit unbeschränkt
Basispreis 21.962,26 Basispreis 27.016,61
Knock-Out-Schwelle wie Basispreis Knock-Out-Schwelle wie Basispreis
Hebel 8,12 Hebel 12,2
Kurs in EUR 26,30 Kurs in EUR 17,97


Manfred Ries ist ausgebildeter Bankkaufmann mit Studium der Volkswirtschaftslehre. Über viele Jahre arbeitete er in den Bereichen Vermögensanlage und Devisenhandel bei Großbanken. Seit mehr als 15 Jahren ist Manfred Ries als Wirtschaftsjournalist tätig. Für Börse Online analysierte er bereits 1999 die Märkte aus charttechnischer Sicht.

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Bildquelle: Carlo Allegri/Reuters, BO, BO, BO

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