EURO STOXX 50-CHARTANALYSE

Euro Stoxx 50: Indikatoren und Widerstand bremsen

Euro Stoxx 50: Indikatoren und Widerstand bremsen

WKN: 923893 ISIN: GB0005405286 HSBC Holdings plc

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20.06.2018 - 16:44
21.02.2018 10:59:14

Nachdem der europäische Aktienindex in der Vorwoche wieder zulegte und damit einen Teil seiner vorigen Verluste teilweise ausmerzen konnte, gerät die Erholung nun ins Stocken. Auch aus Indikatorensicht wird die Luft dünner. Zudem liegt der nächste Widerstand vor der Brust. Von Karen Szola




Diagnose: Im Januar preschte der Euro Stoxx 50 Ende nochmals bis zur massiven Barriere um 3650/3700 Punkte hinauf und markierte bei 3687 Zähler ein neues Jahreshoch. Dann schwanden die Kräfte, die mit einer Verschnaufpause wieder aufgefrischt werden sollten. Im weiteren Verlauf wandelte sich die Konsolidierung zu einem handfesten Abwärtsimpuls, der innerhalb weniger Tage großen charttechnischen Schaden anrichtete: So wurden wichtige Unterstützungen und Gleitende Durchschnitte nach unten durchbrochen. Die Abwärtswelle vernichtete auf einen Schlag den gesamten Anstieg seit Ende Februar 2017. Sowohl die wichtige 200er-Durchschnittslinie bei derzeit 3549 Punkten als auch der im September überwundene Baisse-Abwärtstrend aus dem Jahr 2000 um 3500 Zähler wurden neben diverser horizontaler Haltemarken nach unten gebrochen. Selbst das Bewegungstief bei 3363 Punkten vom August 2017 konnte den Kursverfall nicht aufhalten. Erst bei 3306 Zählern drehte der europäische Index wieder gen Norden und markierte damit ein neues Jahrestief, was technisch tendenziell als negativ zu bewerten ist. Allerdings trat der Bereich um 3300 Punkte seit 2014 mehrfach als charttechnische Hürde wie auch als Unterstützung in Erscheinung. Auch jetzt diente der Bereich als verlässlicher Halt, der mit dem Test erneut bestätigt wurde.

In den vergangenen Handelstagen konnte sich der Euro Stoxx 50 stabilisieren und sich weiter vom jüngsten Tiefstand aufwärts entwickeln. Immerhin waren das bisher in der Spitze rund 130 Zähler. Nach dieser eher technisch einzuschätzenden Gegenreaktion scheint dem Euro Stoxx nun langsam wieder die Puste auszugehen, wie sich seit Montag herausstellt. Dies liegt zum einen an der überkauften Indikatorenlage, wie am Oszillator Slow Stochstic gut zu erkennen ist. Zudem hat der Index nun den nächsten Widerstand um 3430/3450 Punkte vor der Brust.

Prognose: Übergeordnet wurde mit dem Fall unter die beschriebenen diversen Supports aus mittel- bis langfristiger Sicht ein Verkaufssignal erzeugt, welches naturgemäß über einen längeren Zeitraum Abwärtspotenzial bereithält. Abhilfe kann jetzt nur ein rascher Anstieg über den Widerstand um 3450 Zähler, den dominierenden Abwärtstrend um 3500 Punkten sowie über die 200-Tage-Linie bei 3549 Zähler schaffen. Im ersten Anlauf sollte dieses Unterfangen wohl nicht von Erfolg gekrönt sein, denn dieser Dreifach-Widerstand ist zu massiv und auch vonseiten der Indikatorenlage wird es aktuell nicht unterstützt.



Im Kursverlauf könnte sich zudem mit den drei markierten Kursgipfeln zwischen Mai 2017 und Januar 2018 ein nicht ganz lehrbuchsmäßiges Triple-Top entwickelt haben. Diese bearishe Trendwende-Formation deckt sich auch mit dem jetzt erfolgten Verkaufssignal, das durch die Kreuzung der abwärts tendierenden 38-Tage-Linie unter die 200er-Linie erzeugt wurde (siehe den roten Kreis im Chart).

Für den Euro Stoxx 50 dürfte es in den kommenden Wochen und Monaten recht schwer werden, die eingeleitete negative Entwicklung umzukehren. Etwas Rückenwind kommt noch von den überverkauften Indikatoren, die eine Erholungsbewegung begünstigen. Vor dem Euro Stoxx 50 liegt schon demnächst ein mächtiger Schlüsselwiderstand um 3500/3550 Punkten. Ob ein nachhaltiger Anstieg über diese Kursregion gelingt, bleibt abzuwarten.

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Bildquelle: Julian Mezger, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE

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