MARKTBERICHT

Russischer Leitindex fällt fast 20 Prozent - Rubel sackt 24 Prozent ab - Zinserhöhung verpufft

Russischer Leitindex fällt fast 20 Prozent - Rubel sackt 24 Prozent ab - Zinserhöhung verpufft

WKN: A1139A ISIN: BMG582491061 Markit Ltd

16.12.2014 14:34:00

Panik an Russlands Börse: Der Leitindex verbucht mit einem Minus von 19,5 Prozent den größten Tagesverlust seiner Geschichte, der Rubel fällt um 24 Prozent. Die Zentralbank hatte die Leitzinsen in der Nacht auf 17 Prozent erhöht - doch der Effekt verpufft.

Trotz einer drastischen Leitzinserhöhung der russischen Zentralbank ist der Rubel weiter im freien Fall. Der Dollar kletterte am Dienstag in der Spitze um 24 Prozent auf ein Rekordhoch von 80,10 Rubel. "Für die Zentralbank wird es schwierig, den Rubel zu stabilisieren, solange der Ölpreis weiter fällt", sagt Wladimir Miklaschewsky, Volkswirt bei der Danske Bank. Es sehe nicht so aus, als ob der sehr aggressive Zinsschritt ausreiche. An den Märkten grassierte die Furcht vor einer Staatspleite Russlands. Der russische Leitindex verbuchte den größten Tagesverlust seiner Geschichte.



Um den Werteverfall der russischen Währung zu stoppen, hatten die Notenbanker den Zinssatz in der Nacht auf 17 Prozent nach zuvor 10,5 Prozent angehoben. Doch nach einer kurzen Erholungsbewegung am Morgen verpuffte der Effekt - der Rubel nahm seine Talfahrt wieder auf. Seit Jahresbeginn hat er rund 70 Prozent an Wert verloren. Auch am russischen Aktienmarkt gab es kein Halten mehr: Der Leitindex fiel um 19,5 Prozent auf 578,21 Zähler.

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