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US-Wahl wird zum Nervenkrieg für die Finanzmärkte

US-Wahl wird zum Nervenkrieg für die Finanzmärkte
09.11.2016 05:10:06

Die US-Präsidentenwahl wird für die Finanzmärkte zur Zitterpartie: An den Aktienbörsen und im Devisenhandel in Fernost herrschte am Mittwochmorgen massive Nervosität, weil sich im Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Hillary Clinton und Donald Trump keine Vorentscheidung abzeichnete.



In Tokio lag der Nikkei -Index der 225 führenden Titel 2,2 Prozent im Minus bei 16.789 Punkten, nachdem er zuvor noch deutlich zugelegt hatte. Der MSCI-Index für die Region Asien/Pazifik ohne Japan sank 2,5 Prozent. Die Terminkontrakte auf den Börsenindex S&P-500 sackten 3,9 Prozent ab.



Unklar blieb zunächst, wie die beiden Präsidentschaftskandidaten in den Bundesstaaten abgeschnitten haben, die für den Wahlausgang als entscheidend galten. Im Fokus stand insbesondere Florida. "Bislang ist dies das große Drama heute Morgen in Asien", sagte Handelsstratege Christopher Moltke-Leth von Saxo Capital Markets. In Florida hätten die Gewinnchancen ständig gewechselt.


Viele Anleger hoffen auf einen Sieg der Demokratin Clinton. Sie steht an den Märkten für Kontinuität, während ihr republikanischer Rivale Trump von den Republikanern als unberechenbar und Investorenschreck gilt. Ein Sieg Trumps könnte zu einer starken Verunsicherung der Investoren führen und letztlich dazu, dass die erwartete Zinsanhebung der US-Notenbank (Fed) noch in diesem Jahr doch nicht kommt, sagte Volkswirtin Michelle Girard von der Ban RBS.

Der fernöstlichen Devisenhandel verlief ebenfalls äußerst volatil. Zuletzt tendierte der Dollar zur japanischen Währung 3,1 Prozent tiefer mit 101,81 Yen. Der Euro legte 1,5 Prozent zu auf 1,1187 Dollar. Als sicherer Hafen gefragt war der Schweizer Franken, der zum Dollar um 1,6 Prozent zulegte. Der mexikanische Peso brach zum Dollar um zehn Prozent ein. Die Währung hat sich zu einem Barometer dafür entwickelt, welche Siegchancen die Märkte Trump geben. Dessen Politikvorschläge gelten für Mexiko als sehr nachteilig.

An den Rohstoffmärkten gaben die Ölpreise nach, während Gold sich verteuerte.

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