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Goldpreis: Die Profis tappen im Dunkeln

Goldpreis: Die Profis tappen im Dunkeln

WKN: 891041 ISIN: US5249081002 Lehman Brothers Holdings Inc.

17.05.2018 03:20:00

Unter den Terminspekulanten kann man derzeit keinen klaren Trend ausmachen. Der am Freitagabend veröffentlichte Commitments of Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC lieferte hierfür einen guten Beleg. Von Jörg Bernhard



Mit großer Aufmerksamkeit verfolgen die Akteure an den Goldmärkten regelmäßig den von der US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) veröffentlichten Stimmungsbericht über die aktuelle Stimmung an den Terminmärkten. Dieser sogenannte Commitments of Traders-Report zeigt unter anderem auf, wie sich auf Wochensicht das allgemeine Interesse an Gold-Futures entwickelt hat. Ablesbar wird dies durch die Anzahl offener Kontrakte (Open Interest), wobei einem Future (zumindest auf dem Papier) der Gegenwert von 100 Feinunzen Gold zugrunde liegt. Des Weiteren wird das Update für Investoren aber vor allem dadurch interessant, dass man sich über konkrete Stimmungen diverser Gruppen von Marktakteuren informieren und diese entsprechend interpretieren kann. So zeigt das Update zum Beispiel auf, wie sich innerhalb einer Woche die Transaktionen der kommerziellen Branchenangehörigen (Commercials), Großspekulanten (Non-Commercials) und Kleinspekulanten (Non-Reportables) entwickelt haben. Daraus lässt sich dann ableiten, wer optimistischer, wer skeptischer und wer pessimistischer geworden ist.



Die aktuelle Stimmung unter großen wie kleinen Terminspekulanten lässt sich derzeit am besten als wechselhaft bezeichnen. Das allgemeine Interesse an Gold-Futures, welches durch die Anzahl offener Kontrakte (Open Interest) zum Ausdruck kommt, hat sich in der Woche zum 8. Mai von 507.800 auf 491.400 Kontrakte (-3,2 Prozent) reduziert. Mit Blick auf die aktuelle Stimmung der spekulativen Marktakteure gab es keine sonderlich ausgeprägten Trends zu vermelden. Bei der kumulierten Netto-Long-Position (Optimismus überwiegt) großer und kleiner Terminspekulanten war auf Wochensicht ein leichtes Plus von 131.900 auf 135.000 Futures (+2,4 Prozent) zu beobachten. Zur Erinnerung: Vor fast vier Monaten fiel dieser Wert zwar um 100.000 Kontrakte höher aus, dem Goldpreis hat dies bislang aber kaum geschadet.


Sowohl große als auch kleine Terminspekulanten sind per Saldo optimistischer geworden - der eine mehr (Kleinspekulanten), der andere weniger (Großspekulanten). Letztere haben ihre Short-Exposure (-11.700 Futures) stärker reduziert als ihre Long-Seite (-11.000 Futures). Dadurch erhöhte sich deren Netto-Long-Position von 106.800 auf 107.400 Kontrakte (+0,6 Prozent) lediglich marginal, während sich bei kleinen Terminspekulanten die Netto-Long-Position auf Wochensicht von 25.100 auf 27.500 Futures (+9,6 Prozent) deutlich stärker erhöht hat.

Auf Seite 2: US-Anleger "verschmähen" Goldmünzen

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Bildquelle: Arnd Wiegmann/Reuters

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