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Glänzende Aussichten: Warum Gold und Goldaktien noch viel Luft nach oben haben

Glänzende Aussichten: Warum Gold und Goldaktien noch viel Luft nach oben haben

WKN: A0D9SU ISIN: AT0000606306 Raiffeisen

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21.11.2019 - 08:07
13.02.2019 09:08:30

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Aussichten für den Goldpreis langfristig positiv



Der Goldpreis hat mit seinen jüngsten Gewinnen das Kursziel der Analysten bei Raiffeisen Research für Mitte 2019 von 1.290 Dollar deutlich früher erreicht. Selbst das Jahresendziel 2019 von 1.350 Dollar rückt bereits in Griffweite.

Kurzfristig sei die Lage inzwischen zwar überverkauft, am insgesamt bullischen Ausblick für den Goldpreis für 2019 und 2020 habe sich aber nichts geändert. Raiffeisen Research hat jedenfalls die Goldpreisprognosen für das laufende Jahr etwas auf 1.480 Dollar je Feinunze nach oben genommen.


Quelle: Raiffeisen Research

Zur Begründung verweist Analyst Valentin Hofstätter darauf, dass der Markt ein Ende der US-Zinsanhebungen ebenfalls deutlich rascher eingepreist habe als das bei der hausinternen Prognoseerstellung Anfang Dezember 2018 zu erwarten gewesen sei: Inzwischen preise der US-Zinsmarkt keine weitere Zinsanhebung der US-Notenbank für 2019 oder 2020 mehr ein. Raiffeisen Research hatte damit ursprünglich erst für das zweite Halbjahr 2019 gerechnet.

Allerdings mache das den Goldpreis im ersten Halbjahr anfällig für eine kurzfristige Korrektur, da aus Sicht Raiffeisen Research die US-Konjunkturdaten in den nächsten Monaten gut genug ausfallen sollten, um zumindest noch eine letzte Zinsanhebung zu ermöglichen. Denkbar als Terminen seien hierfür die Monate Juni oder September. Spätestens dann dürfte aber Schluss sein für die Fed, so das Urteil.

Im Jahr 2020 erwarten die Analysten dann einen deutlichen Einbruch der US-Konjunktur, der im zweiten Halbjahr 2020 sogar US-Zinssenkungen notwendig machen dürfte. Damit würde 2020 ein ideales Umfeld für Gold bieten, weswegen man auf Sicht (Ende) 2020 Werte von rund 1.600-1.700 Dollar je Feinunze für realistisch hält.

Insofern sollte Gold auf Sicht der nächsten zwei Jahre eine gute Absicherung/Veranlagungsbeimischung für jene Anleger sein, die den skizzierten US-Konjunkturpessimismus für 2020 teilen. Wie es weiter heißt, dürfte auf Eurobasis der Goldpreisanstieg allerdings deutlich geringer ausfallen, da man zeitgleich (bis 2020) auch eine deutliche Abwertung des Dollar zum Euro erwartet (rund zehn Prozent auf rund 1,30 Euro/Dollar). In diesem Fall würden Gold-Zertifikate, welche die Entwicklung des Dollar-Goldpreises abbilden und in Euro absichern, besser performen. Diese werden meist unter dem Namen Quanto-Zertifikate gehandelt.

Auf Seite 3: Goldminen langfristig schlechter als der Goldpreis



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Bildquelle: Leonhard Foeger/Reuters, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE

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