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Glänzende Aussichten: Warum Gold und Goldaktien noch viel Luft nach oben haben

Glänzende Aussichten: Warum Gold und Goldaktien noch viel Luft nach oben haben

WKN: A0D9SU ISIN: AT0000606306 Raiffeisen

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15.11.2019 - 08:06
13.02.2019 09:08:30

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Goldminen langfristig schlechter als der Goldpreis



Auf der Suche, nach einer Anlageklasse, die von der skizzierten Prognose zum Goldpreis profitieren könnte, für die Analysten von Raiffeisen Research zunächst aus, dass Goldminen-Aktien im Prinzip überproportional von einem Anstieg des Goldpreises profitieren. Schließlich erhöhe sich bei sonst unveränderten anderen Einflussfaktoren, direkt die Gewinnspannen, was die Gewinne überproportional steigen lasse.

Zur Verdeutlichung dieser These bedient man sich eines Rechenbeispiels: Ein Goldproduzent, der bei einem Goldpreis von 1.200 Dollar auf eine Gewinnspanne von zehn Prozent kommt, also 120 Dollar pro Feinunze verdient, verdoppelt seinen Gewinn, wenn der Goldpreis selbst nur um 120 Dollar (= zehn Prozent) steigt.

Obwohl das leicht nachzuvollziehen sei, ergebe ein Blick auf die langfristige relative Entwicklung eines breiten Aktienindex von Goldproduzenten (Arca Gold Bugs Index (HUI)) mit dem Goldpreis in Dollar pro Feinunze selbst überraschendes. Denn es zeigt sich, dass Goldminen-Aktien langfristig weit hinter dem Goldpreis selbst zurückblieben.

Entwicklung von Arca Gold Bugs Index und Goldpreis im Vergleich

Quelle: Thomson Reuters, RBI/Raiffeisen Research

Zur Begründung dafür verweist Raiffeisen Research auf mehrere Gründe: Erstens stiegen langfristig dank Inflation nicht nur der Goldpreis, sondern auch die Produktionskosten. Dementsprechend holten diese Kosten die Produzenten nach einiger Zeit auch wieder ein, insbesondere wenn der Goldpreis nicht kontinuierlich weitersteige.

Zweitens gehe der Wert einer Goldmine durch den fortschreitenden Abbau der Ressource langfristig zwangsweise gegen Null, wenn das Unternehmen das nicht laufend durch Neufunde/Neuerschließung kompensiere - beides zu erreichen sei aber teuer. Drittens beinhalte der Vergleich nicht die laufenden Ausschüttungen (Dividenden) der Goldproduzenten, was die ausgewiesene Performance nach unten verzerre. Wobei aber auch zu beachten sei, dass Goldproduzenten, wenn überhaupt, dann im Schnitt in der Vergangenheit nur magere Dividenden ausgeschüttet haben.

Auf Seite 4: Goldminen kurzfristig mit hohem Hebel



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Bildquelle: Leonhard Foeger/Reuters, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE

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