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Goldpreis: Die Profis flüchten in Futures

Goldpreis: Die Profis flüchten in Futures

WKN: 931020 ISIN: US7135693098 Per-Se Technologies Inc.

23.01.2018 04:32:30

Seit dem Jahreswechsel hat sich nicht nur das allgemeine Interesse an Gold-Futures, sondern auch der Optimismus großer und kleiner Terminspekulanten überdurchschnittlich stark nach oben entwickelt. Von Jörg Bernhard



Woche für Woche erfahren die Akteure an den Goldmärkten durch den sogenannten Commitments of Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission, welche Trends und Stimmungen bei Gold-Futures zu verzeichnen waren.



In dem Update wird beispielsweise veröffentlicht, wie sich gegenüber der Vorwoche das allgemeine Interesse an Gold-Futures entwickelt hat. Ablesbar wird dies durch die Anzahl offener Kontrakte (Open Interest), wobei ein Gold-Future papiermäßig den Gegenwert von 100 Feinunzen Gold bewegt.


Besonders aussagekräftig wird der Stimmungsbericht aber vor allem durch die zu beobachtenden Transaktionen diverser Gruppen von Marktakteuren. Diese zeigen nämlich auf, wie sich die Stimmung unter kommerziellen Branchenangehörigen (Commercials), Großspekulanten (Non-Commercials) und Kleinspekulanten (Non-Reportables) gegenüber der Vorwoche verändert haben und wer optimistischer, wer skeptischer und wer pessimistischer geworden ist.

Offene Kontrakte



Besonders kräftig bergauf ging es übrigens mit der Anzahl offener Kontrakte (Open Interest), die sich seit Ende Dezember von 456.500 auf 582.300 Kontrakte (+27,6 Prozent) erhöht hat. Dies entspricht übrigens dem höchsten Wert seit September 2016.

Noch fulminanter entwickelte sich der Optimismus der spekulativen Marktakteure, ablesbar an der kumulierten Netto-Long-Position (Optimismus überwiegt) großer und kleiner Terminspekulanten. Innerhalb von drei Wochen gab es hier einen Anstieg von 149.500 auf 232.500 Futures (+55,5 Prozent) zu beobachten. Die wachsende Zuversicht machte sich sowohl unter Großspekulanten als auch unter Kleinspekulanten bemerkbar.

Große Terminspekulanten haben innerhalb dieses Zeitraums ihr Long-Exposure um mehr als 99.000 Futures nach oben gefahren und dabei die Short-Seite um "lediglich" 23.000 Kontrakte erhöht, was deren Netto-Long-Position einen Zuwachs von 135.900 auf 211.700 Kontrakte (+55,7 Prozent) eingebracht hat. Bei kleinen Terminspekulanten gab es eine ähnliche Entwicklung zu beobachten. Diese schlug sich per Saldo in einem Zuwachs der Netto-Long-Position von 13.500 auf 20.800 Futures (+54,1 Prozent) nieder.

Fazit: Derzeit scheint der traditionelle Krisenschutz Gold gefragter zu sein und besser zu funktionieren als der häufig als "digitales Gold" bezeichnete Bitcoin - sowohl mit Blick auf die Performance als auch wegen dessen niedrigerer Volatilität.

Auf Seite 2: Rückenwind dank Dollarschwäche



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Bildquelle: Julian Mezger

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