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Goldpreis: Die Profis rätseln

Goldpreis: Die Profis rätseln
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15.07.2018 07:35:00

Feiertagsbedingt wurde der Commitments of Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC erst am gestrigen Montagabend veröffentlicht. Das Update ließ diesmal keine klare Tendenz erkennen. Von Jörg Bernhard



Im wöchentlichen Rhythmus erfahren die Akteure an den Goldmärkten von der US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission, wie sich die aktuellen Trends und Stimmungen bei Gold-Futures entwickelt haben. Der sogenannte Commitments of Traders-Report zeigt beispielsweise auf, wie sich gegenüber der Vorwoche das allgemeine Interesse an Gold-Futures verändert hat. Dieses wird durch die Anzahl offener Kontrakte (Open Interest) messbar, wobei ein Gold-Future papiermäßig den Gegenwert von 100 Feinunzen Gold repräsentiert. Besonders aussagekräftig wird der Marktbericht aber in erster Linie durch die gegenüber der Vorwoche getätigten Transaktionen diverser Gruppen von Marktakteuren. Daraus kann man nämlich ableiten, wie sich die Stimmung unter kommerziellen Branchenangehörigen (Commercials), Großspekulanten (Non-Commercials) und Kleinspekulanten (Non-Reportables) verändert hat und wer optimistischer, wer skeptischer und wer pessimistischer geworden ist.



An den Terminmärkten hat in der Woche zum 3. Juli das grundsätzliche Interesse an Gold-Futures markant zugenommen. Bei der Anzahl offener Kontrakte (Open Interest) machte sich dies in einem Anstieg von 468.600 auf 494.200 Kontrakte (+5,5 Prozent) bemerkbar. Hinsichtlich der Stimmung unter großen und kleinen Terminspekulanten war hingegen kein einheitlicher Trend zu beobachten. Summa summarum hat sich die kumulierte Netto-Long-Position (Optimismus überwiegt) großer und kleiner Terminspekulanten erneut reduziert. Auf Wochensicht schlug sich dies in einem leichten Rückgang von 95.000 auf 93.200 Futures (-1,9 Prozent) nieder.


Weil Großspekulanten ihr Long-Engagement (plus 15.400 Kontrakte) stärker nach oben gefahren haben als ihre Short-Seite (plus 13.700 Futures), hat deren Optimismus tendenziell zugenommen. Auf Wochensicht erhöhte sich deren Netto-Long-Position von 76.700 auf 78.300 Kontrakte (+2,1 Prozent). Kleine Terminspekulanten sind im Berichtszeitraum hingegen skeptischer geworden, was sich bei deren Netto-Long-Position in einem Rückgang von 18.300 auf 14.800 Futures (-19,2 Prozent) niedergeschlagen hat.

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Bildquelle: Julian Mezger für Finanzen Verlag

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