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Goldpreis: Negativ-Rekord - Die Zuversicht unter den Profis fällt auf den tiefsten Stand seit 2001

Goldpreis: Negativ-Rekord - Die Zuversicht unter den Profis fällt auf den tiefsten Stand seit 2001

WKN: A2JGMN ISIN: CA3609291032 GAR Ltd (A)

18.10.2018 03:30:00

Laut aktuellem Commitments of Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat sich die Stimmung großer und kleiner Terminspekulanten zum vierten Mal in Folge eingetrübt. Von Jörg Bernhard



An den Terminmärkten war in der Woche zum 9. Oktober zwar das allgemeine Interesse an Gold-Futures gestiegen, doch der Saldo der Transaktionen fiel unter den Terminmarktprofis eindeutig "bearish" aus. So hat sich die kumulierte Netto-Short-Position (Pessimismus überwiegt) großer und kleiner Terminspekulanten zum vierten Mal in Folge verschlechtert. Innerhalb einer Woche gab es einen regelrechten Einbruch von minus 8.900 auf minus 25.900 Kontrakte zu beobachten. Noch schlechter war die Stimmung letztmals im April 2001. Großen Anteil hatten an dieser massiven Stimmungseintrübung wieder einmal große Terminspekulanten (Non-Commercials. Sie haben nämlich ihr Long-Exposure um 12.700 Kontrakte reduziert und zugleich ihre Short-Seite um 3.600 Futures aufgestockt, wodurch deren Netto-Short-Position von minus 21.800 auf minus 38.200 abgesackt ist.



Deutlich weniger desaströs entwickelte sich die Stimmung unter den Kleinspekulanten (Non-Reportables). Sie waren letztmals im Januar 2016 überwiegend pessimistisch (netto short) gestimmt. Ihre Netto-Long-Position (Optimismus überwiegt) hat sich auf Wochensicht lediglich leicht abgeschwächt und ermäßigte sich von 12.900 auf 12.300 Kontrakte. Mittlerweile dürfte sich die Gemengelage an der Terminbörse Commodity Exchange hinsichtlich Gold-Futures wieder spürbar entspannt haben. Da der Commitments of Traders-Report stets auf den Daten vom Dienstag basiert, war der jüngste Ausverkauf an den internationalen Aktienmärkten inklusive der nachfolgenden Goldpreiserholung noch gar nicht berücksichtigt. Dass selbst US-Anleger wieder Gefallen an Gold gefunden haben, zeigt die Entwicklung der Kapitalzuflüsse beim weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Shares. Innerhalb einer Woche hat sich nämlich dessen gehaltene Goldmenge von 730,17 auf 744,64 Tonnen deutlich erhöht. Damit ging eine mehrmonatige Durststrecke zu Ende, schließlich gab es letztmals am 23. Juli einen Kapitalzufluss zu vermelden.




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Bildquelle: Leonhard Foeger/Reuters

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