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In Gold we Trust-Report: Was die Incrementum-Experten dem Edelmetall in den nächsten Monaten zutrauen

In Gold we Trust-Report: Was die Incrementum-Experten dem Edelmetall in den nächsten Monaten zutrauen
19.06.2017 16:30:00

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Goldpreis - Die Szenarien



Abhängig von verschiedenen Konstellationen im Umfeld haben die Incrementum-Experten verschiedene Szenarien für die künftige Entwicklung des Goldpreises entworfen. Als eine, zumindest vorerst noch bestehende Konstante weisen sie dabei auf die Leitwährungsfunktion des US-Dollar hin. Deshalb sei die wirtschaftliche Entwicklung im Dollarraum nach wie vor für die Preisentwicklung von Gold ausschlaggebend.

Da die Finanzmärkte nach der US-Präsidentenwahl eine grundlegend neue Einschätzung für die nächsten Jahre vorgenommen hätten, haben Valek und Stöferle ihre Szenarien zeitlich auf die Amtszeit des derzeitigen US-Präsidenten Donald Trump, die regulär Anfang 2021 endet, ausgerichtet. Entscheidend für den Goldpreis seien zudem die Dynamik des BIP-Wachstums sowie der weitere Verlauf der geldpolitischen Normalisierung.

Szenario A: "Hohes reales Wachstum"
Hier lauten die Annahmen, dass die angekündigten wirtschaftspolitischen Maßnahmen greifen, die US-Wirtschaft anspringt (Wachstum von mehr als drei Prozent p.a.) und die Preisinflation innerhalb eines verträglichen Rahmens bleibt (unter drei Prozent). Die geldpolitische Normalisierung glückt. Das "Experiment" der Notenbank ist gelungen. Der Goldpreis wird dann zwischen 700 - 1.000 Dollar gesehen.

Szenario B: "Weiteres Muddling-Through"
Beim zweiten Szenario eines sich weiter "durchwursteln" bestehen die Annahmen aus einem realen US-BIP-Wachstum und einer Teuerungsrate, die sich im Bereich von jeweils eins bis drei Prozent p.a. bewegen. In diesem Fall werde der Goldpreis nicht zum zweiten Teil des von Incrementum antizipierten Bullenmarktes ansetzen können. Der Goldpreis dürfte sich in dem Fall vielmehr im Bereich von 1.000 - 1.400 Dollar zu finden sein.

Szenario C: "Hohes, inflationäres Wachstum"
Bei der dritten Konstellation greifen die angekündigten wirtschaftspolitischen Maßnahmen, ein massives Infrastrukturprogramm wird lanciert, die US-Wirtschaft springt signifikant an (Wachstum von mehr als drei Prozent p.a.) und auch die Inflationsrate liegt bei mehr als drei Prozent p.a. Die geldpolitische Normalisierung sei nur zum Teil gelungen, weil die Realzinsen tief bleiben würden. Der Goldpreis sei in diesen Fall bei etwa 1.400 - 2.300 Dollar zu sehen.

Szenario D: Eines der unter den vier Risiken aufgelisteten Ereignisse tritt ein.
Die vierte Alternative bedeutet, dass Rezession, Stagflation und/oder eine deutliche US-Dollar-Schwäche den Goldpreis in die Höhe schnellen lassen. Veränderungen der globalen monetären Ordnung seien als Konsequenz einer weiteren US-Rezession und eines Abbruchs der geldpolitischen Normalisierung nicht auszuschließen. In diesem Umfeld sei mit einer signifikanten Aufwertung des Goldpreises zu rechnen. Möglich erscheinen den Incrementum-Experten dann Goldpreise zwischen 1.800 und 5.000 Dollar.

Incrementum misst den beiden letzten Szenarien die größte Wahrscheinlichkeit bei. Ähnlich wie in den 1930er-und den 1970er-Jahren böten diese Szenarien vorbereiteten Anlegern spannende Opportunitäten. Bei Fortsetzung des Bullenmarktes würden neben den Edelmetallen selbst auch Minenaktien ein interessanter Performancebringer sein. Die Autoren erwarten in den kommenden Jahren deutliche Umbrüche mit spürbaren Auswirkungen auf den Goldpreis.

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