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Ölpreis-Crash: Die wichtigsten Fakten und besten Trading-Tipps

Ölpreis-Crash: Die wichtigsten Fakten und besten Trading-Tipps
22.01.2016 07:31:00

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Analysten reduzierten zuletzt ihre Prognosen für Öl auf zehn bis 20 Dollar, ganz nach dem Motto: "Wer bietet weniger". Die extrem bearishe Stimmung kann aber auch als Kontraindikator gesehen werden und eine Erholung ermöglichen. Nach Verlusten von mehr als 40 Prozent seit Anfang November ist das "Schwarze Gold" kurzfristig deutlich überverkauft. Im Tageschart (blauer Indikator) ist erkennbar, dass die Preise knapp 14 Prozent unter dem Monatsdurchschnittskurs verlaufen, was in den vergangenen Jahren nur äußerst selten der Fall war und in der Regel eine Gegenbewegung nach oben einläutete.

Öl der Nordseesorte Brent handelt derzeit mit einem Preisabschlag zu WTI, was in den vergangenen fünf Jahren sehr selten vorgekommen ist. Zuletzt rutschte der Brent-Preis erstmals seit zwölf Jahren unter die Marke von 30 Dollar und steht derzeit um 29,50 Dollar. Im besten Fall sind die kommenden Tage von einer Bärenmarktrally (Short-Eindeckungen) gekennzeichnet. Als Zielregion dient wie schon mehrfach in den vergangenen Monaten die 21-Tage-Linie bei derzeit knapp über 34 Dollar (rund 15 Prozent Potenzial).

Interessant erscheint auch der langfristige Chart seit 1995. Im Bereich um 25 Dollar verläuft eine Haltezone, die zuletzt 1999 von oben angelaufen wurde. Dazu kommt: Gemessen an einer Abweichung nach unten um aktuell rund 45 Prozent zum langfristigen Durchschnittskurs (über 200 Tage berechnet) ist der Markt auch aus einer übergeordneten Perspektive statistisch außergewöhnlich stark gefallen und damit erholungsreif (violetter Indikator unter dem Wochenchart). Selbst auf dieser Basis ist das Risiko für den Ölpreis auf der Unterseite inzwischen somit stark begrenzt.

Kurse unter der 25er-Marke sind bei Brent somit vorläufig eher nicht zu erwarten. Kurzfristig besteht sogar die Chance für eine Erholung, was auch die Lage am Aktienmarkt entspannen dürfte. Wer das hohe Risiko einer Spekulation gegen den Abwärtstrend eingehen möchte, kann beispielsweise mit dem unten vorgestellten Mini Long der Citi (WKN: CW75DD) auf eine überfällige kurze Zwischenerholung setzen. Das Papier vervielfacht Kursbewegungen des Brent-Rohölfutures um knapp das Sechsfache. Es verfällt (fast) wertlos, wenn der Ölpreis die 25er-Marke berührt, kann seinen Wert jedoch im Gegenzug im Wert beinahe verdoppeln, wenn die Kurse sich nur geringfügig zurück nach oben an unsere erste Zielmarke erholen.

Tageschart





Wochenchart





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Bildquelle: Stefan Wermuth/Reuters, Index-Radar

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