Ölpreise legen nach gesunkenen Rohöllagerbeständen zu

Ölpreise legen nach gesunkenen Rohöllagerbeständen zu
08.05.2019 17:57:41

NEW YORK/LONDON/ (dpa-AFX) - Überraschend gesunkene US-Rohöllagerbestände haben die Ölpreise am Mittwoch beflügelt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am späten Nachmittag 70,54 US-Dollar. Das waren 66 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 84 Cent auf 62,24 Dollar.

Die Rohölbestände der USA sind in der vergangenen Woche unerwartet gefallen. Die Vorräte sanken laut US-Energieministerium um 4,0 Millionen auf 466,6 Millionen Barrel. Analysten hatten hingegen mit einem Anstieg um 1,9 Millionen Barrel gerechnet. Zudem sind auch die Benzin- und Destillatebestände gefallen. Auch die Ölförderung in den USA gab etwas nach. Ein niedrigeres Angebot belastet tendenziell die Ölpreise.

Vor der Veröffentlichung der Daten hatten die Ölpreise trotz geopolitischer Spannungen in der Verlustzone notiert. Am Mittwochmorgen gab der iranische Präsident Hassan Ruhani einen Teilausstieg aus dem Abkommen über das Atomprogramm seines Landes bekannt. Der Schritt folgt auf erheblichen politischen und wirtschaftlichen Druck seitens der USA. Die Vereinigten Staaten waren vor einem Jahr aus dem Atomabkommen ausgestiegen. Iran ist einer der größeren Produzenten im Rohölkartell Opec.

Am Ölmarkt zeigte der Teilrückzug keine nennenswerten Auswirkungen. Händler begründeten das zum einen mit den ohnehin bestehenden Wirtschaftssanktionen der USA gegenüber Iran./jsl/stk

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