EDELMETALL-REPORT

Platinpreis: Die Profis wetten auf weitere Rückschläge

Platinpreis: Die Profis wetten auf weitere Rückschläge

WKN: 931020 ISIN: US7135693098 Per-Se Technologies Inc.

18.07.2018 07:00:00

Der am Freitagabend veröffentlichte Commitments of Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC war hinsichtlich Platin-Futures weiterhin von einem ausgeprägten Pessimismus geprägt. Von Jörg Bernhard



Das Jahr 2018 erwies sich für das Edelmetall Platin bislang als ausgesprochen unerfreulich. Unter sämtlichen Edelmetallen entwickelte sich die vor allem zum Bau von Autokatalysatoren benötigte Substanz mit minus 11,1 Prozent am schlechtesten. Auf Dreijahressicht weist es gegenüber Gold (24 Prozentpunkte), Silber (26 Prozentpunkte) und Palladium (65 Prozentpunkte) noch eine starke Underperformance aus. Und diese Entwicklung hat triftige Gründe. So kommt zum Beispiel Platin vorwiegend in Dieselkatalysatoren zum Einsatz, während Palladium vor allem bei Benzinfahrzeugen verarbeitet wird. Die generelle Umweltproblematik im Allgemeinen und der Diesel-Abgasskandal im Besonderen haben den Einsatz solcher Fahrzeuge - und damit auch die Platinnachfrage - in den vergangenen Jahren kräftig einbrechen lassen. Die von US-Präsident Donald Trump angedrohten Strafzölle auf Autos sind zudem wenig geeignet, als Platininvestor hoffnungsfroh in die Zukunft zu blicken. Die miserable Stimmung kann man besonders gut an den Terminmärkten beobachten.



An den Terminmärkten gab es mit Blick auf Platin-Futures in der Woche zum 10. Juli unter den Terminmarktprofis wenig Erfreuliches zur Stimmung zu vermelden. So hat sich zum Beispiel das allgemeine Interesse an Platin-Futures (Open Interest) zum dritten Mal in Folge reduziert, diesmal von 83.600 auf 81.500 Kontrakte (-2,5 Prozent). Die zweite Woche in Folge sind große und kleine Terminspekulanten per Saldo netto short, also tendenziell pessimistisch gestimmt. Mit minus 400 Futures fiel der Pessimismus gegenüber der Vorwoche (-500 Kontrakte) aber einen Tick schwächer aus. Zur Erinnerung: Ende Dezember gab es hier noch eine Netto-Long-Position (Optimismus überwiegt) von 22.500 Kontrakten zu vermelden.


Seit vier Wochen wird für Großspekulanten (Non-Commercials) bei Platin eine beträchtliche Netto-Short-Position (Pessimismus überwiegt) ausgewiesen. Im Berichtszeitraum hat sich deren Netto-Long-Position mit minus 6.900 Futures praktisch nicht verändert. Völlig anders sieht die Stimmung unter den kleinen Terminspekulanten aus. Sie sind nämlich ausgesprochen optimistisch, was sich an der von 6.400 auf 6.500 Kontrakte leicht gestiegenen Netto-Long-Position ablesen lässt. Nun darf man gespannt sein, wer für den Rest des Jahres mit seiner Strategie eine höhere Rendite einfahren wird.

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Bildquelle: Ilya Naymushin/Reuters

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