Der Däne Rorsted hat 2008 - also in extrem turbulenten Zeiten - das Ruder bei Henkel übernommen. Diese Personalie erwies sich als wahrer Glücksgriff, schließlich hat sich Umsatz, Gewinn und Rentabilität seither deutlich verbessert. Der Aktienkurs von Henkel hat sich nachfolgend in der Spitze sogar mehr als verfünffacht. Die Enttäuschung über den in der vergangenen Woche kommunizierten Weggang war entsprechend groß und führte zu einem Tagesverlust von in der Spitze sechs Prozent. Mittlerweile hat sich an der Börse aber die Ansicht durchgesetzt, dass der Verlust des Chefs "kein Beinbruch" ist.

Der Nachfolger von Rorsted steht bereits fest. Ab Anfang Mai wird Hans Van Bylen, der bereits seit 1984 bei Henkel tätig und als Vorstand seit 2005 für den Unternehmensbereich Beauty Care verantwortlich ist, die Führung der Gesellschaft übernehmen. Er galt auch als Wunschkandidat von Rorsted. Die meisten Analysten reagierten relativ unaufgeregt auf die jüngste Entwicklung bei Henkel. Bisherige Ratings und Kursziele wurden in der Regel nicht angetastet. Das Analysehaus Independent Research hat Henkel indes von "Verkaufen" auf "Halten" hochgestuft und das Kursziel von 92 auf 94 Euro angehoben.

Fast die Hälfte des Konzernumsatzes wird bei Henkel derzeit im Geschäftsbereich Klebstoffe (Adhesive Technologies) erzielt, was bei dem Unternehmen zu einer gewissen zyklischen Abhängigkeit führt. Die Produkte dieser Sparten kommen nämlich verstärkt in der Industrie sowie im Handwerk und im Bausektor zum Einsatz. Ungefähr jeweils ein Viertel des Restgeschäfts wird im Bereich Beauty Care (Haarkosmetik, Körper-, Haut- und Mundpflege) sowie bei Wasch- und Reinigungsmitteln erzielt. Diese beiden Segmente reagieren erfahrungsgemäß weniger stark auf konjunkturelle Entwicklungen.

Positiv anzumerken ist der Umstand, dass selbst in den Krisenjahren 2008 und 2009 das Management trotz eines Gewinneinbruchs keine Kürzung der Dividende vorgenommen hatte. Analysten trauen dem Unternehmen für die kommenden Jahre zudem höhere Auszahlungen zu. So wird für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Anhebung von 1,31 Euro auf 1,48 Euro prognostiziert. Für 2016 und 2017 seien sogar Werte von 1,60 Euro bzw. 1,72 Euro möglich. Überwiegender Optimismus lässt sich auch mit Blick auf die Analysten-Ratings ausmachen: Zwölfmal wird zum Kaufen ("Buy"), zehnmal zum Halten ("Hold") und zweimal zum Verkaufen ("Sell") geraten.

Aus charttechnischer Sicht kann man der Henkel-Vorzugsaktie nach der seit 2009 zu beobachtenden rasanten Kursrally und dem im Frühjahr 2015 erzielten Rekordhoch den Übergang in einen volatilen Seitwärtstrend attestieren. Dessen Bandbreite reicht von 88 bis 115 Euro, wobei man die untere Begrenzung als soliden Boden betrachten kann. Erhebliche Widerstände verlaufen bei dem DAX-Wert hingegen in einer von 109 bis 115 Euro verlaufenden Zone. Besonders interessant: Im Januar generierte zudem der Timingindikator Relative-Stärke-Index mit dem Überschreiten der Marke von 30 Prozent ein klares Kaufsignal. Bei Henkel erwies sich dieses in den vergangenen Jahren als ausgesprochen zuverlässig. Im Herbst 2014 folgte auf ein solches Signal ein Kurssprung von über 50 Prozent und Anfang 2015 reagierte die Aktie mit einem Anstieg um immerhin 18 Prozent.

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Über 13 Prozent Bonus möglich

Sollte die Henkel-Aktie bis einschließlich 14. Dezember 2016 stets über der eingebauten Barriere von 70,00 Euro notieren, erhält der Anleger am 21. Dezember 2016 pro Zertifikat den maximalen Höchstbetrag (Cap) von 110,00 Euro. Auf Basis der aktuellen Marktdaten bietet das von der HypoVereinsbank emittierte Capped-Bonus-Zertifikat auf Henkel (WKN: HY92QD) derzeit eine maximale Renditechance von 13,6 Prozent (15,1 Prozent p.a.). Der Risikopuffer, also der Abstand zwischen aktuellem Aktienkurs und Barriere, beläuft sich auf fast 25 Prozent. Zur Begrenzung potenzieller Kursverluste sollte bei dem Papier ein Stoppkurs bei 75,00 Euro sowie ein Zielkurs von 109,50 Euro beachtet werden. Das Zertifikat weist derzeit ein Aufgeld in Höhe von 4,5 Prozent aus.


Produkt: Capped-Bonus-Zertifikat auf Henkel Vz.

WKN: HY92QD

Emittent: HVB/UniCredit

Laufzeit (Zahltag): 14.12.2016 (21.12.16)

Bonus / Cap: 110,00 Euro / 110,00 Euro

Barriere: 70,00 Euro

Bonusrendite (p.a.): 13,6 % (15,1 %)

Risikopuffer: 24,7 %

Aufgeld: 4,5 %

Kurs aktuell (Basiswert): 92,92 Euro

aktueller Kurs des Zertifikats: 96,72 Euro

Stoppkurs (Zertifikat): 75,00 Euro

Zielkurs (Zertifikat): 109,50 Euro



Disclaimer

Investment des Tages - Wichtige Informationen

In der Rubrik "Investment des Tages" veröffentlichen wir Anlageideen für Privatinvestoren. Die vorgestellten Zertifikate bieten Gewinnchancen im zweistelligen Prozentbereich und verfügen in der Regel über einen komfortablen Risikopuffer. Die vorgestellten Wertpapiere sollen Alternativen aufzeigen, wie man auch in Seitwärts- oder begrenzten Abwärtstrends attraktive Renditechancen wahrnehmen kann. Über Erfolg oder Misserfolg entscheidet aber dennoch stets die Entwicklung des zugrundeliegenden Basiswerts. Dabei kann es sich um eine Aktie, einen Index oder einen Rohstoff handeln. Geht die Spekulation nicht auf, können unter Umständen hohe Verluste entstehen.

Mit dem Zertifikat zielt der Anleger zum Kaufzeitpunkt zunächst einmal darauf ab, das Papier bis zur Fälligkeit zu halten. Um potenzielle Kursverluste zu begrenzen, werden jedoch in der Regel Stopp-Loss-Marken vorgeschlagen. Diese liegen in der Nähe wichtiger charttechnischer Marken. Die vorgestellten Zertifikate stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Eine Haftung wird nicht übernommen.

Grundsätzlich handelt es sich bei Zertifikaten um Inhaberschuldversprechen einer Bank. Die Bonität des Emissionshauses fließt in die Kennzahlen des Finanzprodukts mit ein. Bei einer Insolvenz des Emittenten könnte es im Extremfall sogar zu einem Totalverlust kommen.