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Discountzertifikate am besten tauschen: Deshalb sollten Anleger im Depot klar Schiff machen

Discountzertifikate am besten tauschen: Deshalb sollten Anleger im Depot klar Schiff machen

WKN: 887771 ISIN: FR0000131104 BNP Paribas S.A.

52,21 EUR
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13.12.2019 - 18:09
01.12.2019 17:00:01

In einem Bullenmarkt lohnt es sich, das Depot näher anzuschauen. Denn viele Rabattpapiere bieten keinen Nutzen mehr. Von Gian Hessami, Euro am Sonntag

Das Jahr geht zu Ende. Viele nutzen die Zeit, um zu Hause oder im Büro aufzuräumen. Auch für Anleger könnte es sinnvoll sein, in ihrem Depot klar Schiff zu machen.

Im Zuge der haussierenden Märkte kann es sein, dass etwa Discountzertifikate im Bestand nicht mehr wirklich sinnvoll sind. Notiert das Zertifikat beispielsweise fast am Höchstbetrag (Cap), sind keine nennenswerten Rest­erträge mehr zu erzielen. Hinzu kommt, dass die bisherigen Buchgewinne bei Einbrüchen des Basiswerts wieder verloren gehen. "Eine solche Kon­stellation bietet winzige Chancen, aber beinhaltet erhebliche Risiken", gibt der Deutsche Derivate Verband (DDV) zu bedenken. Stattdessen können Anleger Gewinne mitnehmen und chancenreichere Papiere in Betracht ziehen.

Ein Beispiel ist das Discountzertifikat von BNP Paribas auf den Euro Stoxx 50 (ISIN: DE 000 PP9 KHA 8), das bis Mitte März 2020 läuft. Der unterlegte europäische Leitindex notiert aktuell bei 3.684 Punkten. Der Cap des Papiers befindet sich bei 3.550 Punkten. Das Zertifikat kostet derzeit 35,29 Euro.

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Kaum noch Rendite drin


Liegt der Index bei Fälligkeit auf oder über dem Cap, erhalten Anleger 35,50 Euro. Dies entspricht einer maximalen Rendite von 0,6 Prozent. Mehr ist durch die Gewinnbegrenzung (Cap) nicht möglich. Deshalb bietet es sich an, das Papier zu verkaufen und den Erlös in ein Papier mit größerem Rendite­potenzial zu investieren.

Etwa in ein anderes Rabatt­papier von BNP Paribas (DE 000 PX3 U1N 8), das bis Ende April 2020 läuft. Der Cap liegt bei 3.700 Zählern. Notiert der Euro Stoxx 50 zum Laufzeitende auf oder über dieser Kursmarke, erwirtschaftet das Produkt eine Rendite von fast vier Prozent. Das Papier kostet 35,63 Euro. Um den maximalen Betrag von 37 Euro ausgezahlt zu bekommen, muss der Index zum Laufzeitende bei 3.700 oder mehr Punkten notieren. In die Verlustzone geraten Anleger bei einem Punktestand unter 3.563.

Das gleiche Prinzip gilt auch für die Freunde des DAX, der ­aktuell bei 13.160 Punkten notiert: So ist bei einem Discounter (DE 000 PP9 KFZ 9) von BNP Paribas der Cap von 12.800 deutlich überschritten. Mit dem Papier, das 123,53 Euro kostet und bis Ende 2020 läuft, ist maximal eine Rendite von 3,6 Prozent möglich.

Da ist mit einem Rabattschein der Société Générale (DE 000 SR3 VUA 6), das 122,82 Euro kostet und bis Mitte November 2020 läuft, mehr drin.

Notiert der DAX bei Fälligkeit auf dem Cap von 13.000 Punkten oder darüber, winkt eine Rendite von 5,8 Prozent. Verliert der DAX bis zur Fälligkeit 6,6 Prozent oder mehr, geraten Anleger mit dem Papier in die roten Zahlen.

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