AKTIE DER WOCHE

Aareal-Aktie: Commerzbank und Deutsche Bank haben keine Chance

Aareal-Aktie: Commerzbank und Deutsche Bank haben keine Chance
10.12.2014 07:20:00

Die Papiere von Commerzbank und Deutsche Bank zählen mit zu den Lieblingsaktien der Deutschen. Aber warum eigentlich? Auf dem heimischen Kurszettel gibt es mit den Titeln der Aareal-Bank einen Wert, der in nahezu allen Disziplinen besser abschneidet und auch für die Zukunft noch viel Kursfantasie verspricht. Besonders Dividendenjäger sollten sich die Aktie für 2015 vormerken. Prozentual zweistellige Renditen wären nicht überraschend. Von Franz-Georg Wenner

Bereits ein einfacher Performance-Vergleich schafft Klarheit. Seit Jahresbeginn steht die Commerzbank-Aktie nahezu unverändert und entwickelte sich etwas schlechter als der DAX. Hingegen rangieren die Titel der Deutschen Bank auch wegen der durchgeführten Kapitalerhöhung mit minus 23 Prozent weit abgeschlagen. Der heimische Branchenprimus notiert um rund 76 Prozent unter seinem in 2007 erreichten Rekordhoch, bei der Commerzbank sind es nach den unzähligen Kapitalmaßnahmen sogar 95 Prozent. Im Vergleich dazu ist die Aktie der Aareal Bank ein Überflieger. In diesem Jahr kletterte der Kurs um 20 Prozent, dass im Sommer markierte Rekordhoch bei 36,55 Euro kann jederzeit fallen.

Fundamental ist der deutliche Performanceunterschied gerechtfertigt. Auch wenn die Wiesbadener mit der Finanzierung von Büro-, Einzelhandels-, Hotel-, Logistik- und Wohnimmobilien in Europa, Nordamerika und Asien ein vergleichsweise als langweilig bezeichnetes Geschäftsmodell bieten, der Erfolg gibt dem Management Recht. So spielt das wohl noch länger anhaltende Niedrigzinsumfeld der Aareal Bank in die Karten wie auch die Krise bei den heimischen Konkurrenten. Im Gegensatz zu anderen Branchenkollegen ist der MDAX-Konzern nicht auf die Gewinnung von Markteilen in der gewerblichen Immobilienfinanzierung fokussiert, sondern strebt besonders eine Verbesserung der Eigenkapitalrendite bei angemessenem Risiko an. Dank einer starken regionalen Diversifikation des Kreditportfolios ist zugleich eine hohe Flexibilität im Neugeschäft gewährleistet. Auf Deutschland und Nordamerika entfielen im vergangenen Jahr rund 16 Prozent des Kreditvolumens, weitere Schwerpunkte liegen in West- und Südeuropa. Etwas kritisch zu sehen ist das Engagement in Russland von rund 0,6 Mrd. Euro.

Mit den jüngsten Zahlen zum dritten Quartal lieferte das Management erneut eine starke Bilanz ab und erhöhte wieder einmal die Prognose. Im abgelaufenen Semester kletterte der operative Gewinn um ein Drittel auf 66 Mio. Euro, unter dem Strich blieben nach 28 Mio. Euro im Vorjahr nun 41 Mio. Euro hängen. Besonders die Ende März erfolgte Übernahme der Corealcredit wirkt sich nun positiv aus. Den Frankfurter Spezialisten zur Finanzierung von Gewerbeimmobilien in Deutschland kaufte die Aareal Bank mit einem deutlichen Abschlag auf den Buchwert. Für das Gesamtjahr wurde die Messlatte nun erneut nach oben genommen. Vorstandschef Wolf Schumacher peilt ein Betriebsergebnis von 420 bis 430 Mio. Euro an - deutlich mehr als die bisher vom Markt erwarteten 406 Mio. Euro. Auch wenn der Wettbewerbsdruck zunimmt, ist die "Aaareal Bank weiter auf Erfolgskurs", ließ Schumacher durchblicken.

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Bildquelle: Aareal Bank AG, Franz-Georg Wenner

Aktien in diesem Artikel

Aareal Bank AG 30,20 0,89% Aareal Bank AG
Commerzbank 6,31 3,38% Commerzbank
Deutsche Bank AG 13,21 2,52% Deutsche Bank AG

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