Während der iPad-Absatz einbrach, konnten sich die Kalifornier auf ihren Kassenschlager verlassen. In den drei Monaten zum 26. September schlug Apple 48,05 Millionen iPhones los - so viel wie noch nie zuvor in einem Sommer. In den Zahlen spiegelt sich auch das erste Verkaufswochenende des neuen Modells 6S und der größeren Version 6S Plus wider, die an den ersten drei Tagen gleich Rekorde aufgestellt haben sollen. Im Weihnachtsquartal will Apple dann dank der neuen Modelle auf einen Umsatz zwischen 75,5 und 77,5 Milliarden Dollar kommen.

China-Geschäft boomt



Auf dem wichtigen chinesischen Markt konnte Apple seine Erlöse jüngst auf 12,5 Milliarden Dollar fast verdoppeln. Je nach Einschätzung ist die Volksrepublik bereits zum weltgrößten Smartphone-Markt vor den USA aufgestiegen oder steht kurz davor. Finanzchef Luca Maestri erklärte, Apple könne keine Abschwächung seiner Geschäfte in China ausmachen: "Wir haben dort weiterhin wundervollen Erfolg."

Die zweitgrößte Volkswirtschaft war jüngst weniger als sieben Prozent gewachsen. Apples stärkster Konkurrent - Samsung aus Südkorea - tat sich in China jüngst schwer, wo lokale Rivalen wie Huawei verstärkt punkten. Analysten trauen dem Anbieter das größte Wachstum auf dem hart umkämpften Smartphone-Markt zu.

Im abgelaufenen vierten Geschäftsquartal steigerte Apple seinen Gewinn um rund 31 Prozent auf 11,12 Milliarden Dollar. Smartphone-Marktführer Samsung kam operativ nach vorläufigen Zahlen wohl auf 6,3 Milliarden Dollar. Firmenchef Tim Cook gab sich fürs laufende Weihnachtsquartal zuversichtlich. Dazu trage neben den iPhone-Modellen die Computeruhr Apple Watch sowie das neue Tablet iPad Pro bei. Vor allem das iPad erwies sich jüngst als schwarzes Schaf im sonst so erfolgreichen Konzern.

Der Absatz fiel um ein Fünftel auf 9,9 Millionen Stück. Bei den Verkaufszahlen der Apple Watch zeigte sich Apple erneut wenig auskunftsfreudig und erklärte lediglich, die Nachfrage liege "über den Erwartungen". Bei den Mac-Rechnern reichte es zu einem Rekord: Apple veräußerte 5,7 Millionen Geräte.

205,7 Milliarden Dollar cash



Der Geldberg von Apple schwoll auf 205,7 Milliarden Dollar an. Rund 90 Prozent davon liegen außerhalb der USA. Wenn das Geld in die USA käme, würden Steuern von rund 35 Prozent fällig.