Als Grund nannte er einen Wartungsstillstand der Hütte im bulgarischen Pirdop im April und Mai, wodurch weniger Kupferkonzentrat verarbeitet werde. Dies werde das Ergebnis im dritten Geschäftsquartal deutlich belasten.

Zudem sei wegen des Überangebots an Schwefelsäure weiter keine Besserung bei den Preisen in Sicht. Schwefelsäure fällt als Nebenprodukt in der Kathodenproduktion an und ist eine wichtige Einnahmequelle für Aurubis. Hauptabnehmer ist die Düngemittelindustrie. Bei der Kupferprodukten rechnet Aurubis mit einer guten Nachfrage in Europa. In Nordamerika dürfte die dortige Produktion von Kupferbändern wegen des starken Dollar-Kurses mehr Wettbewerb durch Importe bekommen. Bei Kupferschrott erwartet das Management im dritten Quartal eine Erholung der Märkte und damit der Raffinerielöhne. Das bereits eingeleitete Programm zur Optimierung der Abläufe und zur Steigerung des Ergebnisses werde im laufenden Geschäftsjahr bereits Beiträge liefern. Der Gewinn werde dadurch allerdings erst in den kommenden Jahren stärker profitieren.

Aurubis hatte in seinem ersten Geschäftsquartal von Oktober bis Dezember einen überraschenden Rückgang des operativen Vorsteuergewinns verbucht. Als Grund hatte der Konzern eine geringere Edelmetallproduktion sowie schlechte Altkupfermärkte genannt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/2015 hatte der Konzern den operativen Vorsteuergewinn auf 343 Millionen Euro mehr als verdoppelt.

Reuters