"Sollten die Herausforderungen im chinesischen Markt zunehmen, können wir Auswirkungen auf unsere Prognose nicht ausschließen", heißt es im Halbjahresbericht des Konzerns, der am Dienstag veröffentlicht wurde.

Dies gilt demnach auch für das Kernsegment Automobile, wo BMW nach wie vor eine Rendite vor Zinsen und Steuern (Ebit-Marge) zwischen acht und zehn Prozent erwartet. Im zweiten Quartal schrumpfte die Marge auf 8,4 (VJ: 11,7) Prozent. Der Gewinnbeitrag aus China sank erneut.

Die Münchner setzen rund ein Fünftel aller Fahrzeuge in der Volksrepublik ab. Im Mai ging der Absatz dort zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt zurück. Vor allem Rolls-Royce leidet darunter, dass die Chinesen angesichts von wirtschaftlicher Abkühlung, hartem Kampf gegen Korruption und Turbulenzen an der Börse wenige Luxusautos kaufen. Konkurrent Audi und dessen Konzernmutter Volkswagen schraubten wegen der Schwäche in China jüngst die Absatzprognosen zurück. Rivale Daimler glänzte dagegen, auch in der Volksrepublik.

BMW Q2 2015 - Ergebnis


In China zeige sich eine zunehmende Ungewissheit über die weitere Entwicklung der Wirtschaft, hieß es im BMW-Bericht. Auf dem Automarkt habe die Dynamik der vergangenen Jahre nachgelassen, sei aber im Vergleich zu westlichen Industrienationen "immer noch relativ hoch". Für die weltweiten Automärkte erwartet BMW für 2015 ein Wachstum von nur noch 1,1 Prozent. Weil die Münchner aber den Absatz dank zahlreicher neuer und überarbeiteter Modelle in diesem Jahr deutlich steigern wollen, bekräftigten sie ihre Prognose, wonach der Konzerngewinn vor Steuern solide zulegen soll. Im zweiten Quartal sackte er um knapp drei Prozent ab.