Selten lässt sich der Erfolg eines Unternehmens derart an einem Produkt festmachen wie bei Cewe Stiftung. Ende 2005 brachten die Niedersachsen das Fotobuch auf den Markt. Diese Innovation half dem Dienstleister entscheidend, die Transformation von der analogen zur digitalen Fotografie zu meistern. Für das Jahr des zehnten Jubiläums hat sich das Management vorgenommen, mindestens sechs Millionen Exemplare der von den Kunden via PC, Smartphone oder Tablet individuell gestalteten Bücher abzusetzen. Die stete Weiterentwicklung dieses Topsellers treibt zusammen mit weiteren hochwertigen Artikeln wie Fotokalendern oder -geschenken den Gewinn: Allein in den vergangenen fünf Jahren hat sich das Ergebnis je Aktie mehr als verdreifacht.

An der Börse verlor der Small Cap dennoch an Schwung, nachdem er Ende April ein Allzeithoch markiert hatte. Möglicherweise hegen Investoren Zweifel an der Fortsetzung dieser Erfolgsstory. In der Tat lässt sich eine gewisse Sättigung im Markt für digitale Fotodienstleistungen nur schwer von der Hand weisen. Doch Vorstandschef Rolf Hollander forciert mit dem kommerziellen Onlinedruck bereits das nächste Wachstumsfeld. Über spezielle Webportale können Unternehmen bei Cewe Flyer, Broschüren oder Visitenkarten bestellen. 2014 nahmen die Umsätze des Geschäftsbereiches um knapp 18 Prozent auf 70,8 Millionen Euro zu. Auch im laufenden Jahr möchte Hollander die Erlöse prozentual zweistellig steigern. Noch schreibt die junge Sparte wegen der nötigen Anlaufinvestitionen rote Zahlen, sie soll jedoch bereits 2016 den Break-even erreichen.

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Zuverlässiger Dividendenzahler

Sowohl der Onlinedruck als auch das Kerngeschäft entwickelten sich im traditionell schwachen ersten Quartal im Rahmen der Erwartungen. Folgerichtig bestätigte Hollander die Prognosen und erwartet für das laufende Jahr einen Konzernumsatz zwischen 515 und 535 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie soll nach 3,07 Euro im Jahr 2014 in einer Bandbreite von 2,87 bis 3,45 Euro liegen. Gleichzeitig stellt der Manager eine Dividendenerhöhung in Aussicht. Geht das Kalkül auf, würde Cewe Stiftung die Ausschüttung bereits das siebte Jahr hintereinander aufstocken. Insofern liefert bei dem schuldenfreien SDAX-Mitglied neben der einzigartigen Positionierung und den positiven Wachstumsaussichten die Dividendenrendite von knapp drei Prozent ein Kaufargument. Wir sehen in der laufenden Konsolidierung gerade für längerfristig orientierte Anleger eine Einstiegsgelegenheit.

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