Daimler und Bosch bündeln Kräfte für Autos ohne Fahrer
· Börse Online Redaktion
Bisher waren der größte Zulieferer und der größte Premiumautobauer der Welt, die beide schon länger an der Technologie tüfteln, von Wagen ohne Fahrer am Lenkrad erst gegen 2030 ausgegangen.
Doch nun ermöglichten es der technischer Fortschritt etwa bei Sensoren und die Aussicht auf lukrative Geschäftsmöglichkeiten, schneller voranzugehen, wie ein Daimler-Sprecher erläuterte.
Um die hohen Kosten für die Technik des autonomen Fahrens einzuspielen, sind die Autohersteller auf der Suche nach Geschäftsmöglichkeiten über Mobilitätsdienste. So nannte Daimler-Entwicklungsvorstand Ola Källenius vor Kurzem Robotertaxis als Beispiel. Bis 2020 werde es dazu erste Prototypen geben, bis 2025 würden damit Geschäftsmodelle realisiert. "Wenn die (Kosten) runtergehen, könnte es in Serie gehen", ergänzte Källenius. Ein anderes Beispiel ist die Verbesserung des stationsunabhängigen Car-Sharing, wo Daimler mit car2go bereits Marktführer ist. Der Passagier könnte sich das Auto zum gewünschten Zeitpunkt herbeiholen, statt in der Umgebung bis zum nächsten verfügbaren Auto zu marschieren.
Die Autobauer liefern sich derzeit ein Wettrennen dabei, die Technik des computergesteuerten Fahrens weiterzuentwickeln. BMW hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, bis 2021 ein autonomes Serienmodell auf den Markt zu bringen. Wie Elmar Frickenstein, Entwicklungschef für vollautomatisiertes Fahren bei BMW, kürzlich erklärte, seien bis dahin Modelle geplant, die ein zeitweises Loslassen des Steuers ermöglichen - im Fachjargon "Level-3"-Autonomie genannt. In der vierten Stufe kann sich der Fahrer zurücklehnen und muss nicht mehr eingreifen, Robotertaxis ganz ohne Fahrer sind "Level-5"-Fahrzeuge. Frickenstein sagte am Reuters am Rande einer Konferenz von Bosch, BMW werde autonome Fahrzeuge der Levels vier und fünf ebenfalls 2021 anbieten. Tesla erklärt, diese Technik bereits heute bieten zu können, insofern sie rechtlich zugelassen werde. Die Zeitpläne der Autobauer hängen nämlich auch noch von einem neuen Rechtsrahmen mit Haftungsregeln ab. Bisher sind dazu keine neuen internationalen Regeln und Gesetzesentwürfe in Arbeit.
Buchtipp: Alles, was Sie über Stock-Picking wissen müssen
Es ist der Traum eines jeden Anlegers: die nächste Amazon, Apple, Tesla oder Google vor allen anderen zu finden, sie ins Depot zu legen, jahrelang nicht anzurühren und dann eines Tages den Verzehn-, Verzwanzig- oder gar Verhundertfacher sein Eigen zu nennen. Oder zumindest die Unternehmen zu finden, deren Anteile sich besser entwickeln als der Gesamtmarkt. Der Name dieser Kunst: „Stock-Picking“ – die Auswahl der Gewinner von morgen. Joel Tillinghast ist einer der erfolgreichsten Stock-Picker überhaupt. In diesem Buch teilt er seine Gedanken, seine Methoden und seine Strategien mit dem Leser. Er zeigt, welche Fehler die Masse macht, welche Nischen man ausnutzen kann, wie man denken sollte und vieles mehr. Unter dem Strich ein Lehrbuch, das seine Leser zu erfolgreicheren Anlegern machen wird.
Autoren: Tillinghast, Joel
Seitenanzahl: 384
Erscheinungstermin: 24.07.2025
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-68932-065-2