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Deutsche Bank-Aktie: Geldhaus legt schwachen Jahresstart hin

WKN: A1H92V ISIN: US1729674242 Citigroup Inc.
39,66 EUR
EUR %
29.07.2016 - 05:18
11.03.2016 13:03:00

Die Deutsche Bank startet ohne Rückenwind in ein weiteres Sanierungsjahr. Wegen der großen Schwankungen an den Kapitalmärkten dürfte es zu Jahresbeginn vor allem im wichtigen Investmentbanking Bremsspuren gegeben haben, wie Deutschlands größtes Geldhaus in seinem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht signalisierte.

"Das für gewöhnlich starke erste Quartal droht in diesem Jahr für die gesamte Branche schlecht auszufallen. Die Deutsche Bank ist hier keine Ausnahme", schrieb Vorstandschef John Cryan im Brief an die Aktionäre.

Er schließt sich damit den Warnungen von JP Morgan und Citigroup an. Die US-Rivalen stehen aber trotzdem besser da, weil sie ihre Aufräumarbeiten nach der Finanzkrise schneller erledigt haben. Die Deutsche Bank ächzt dagegen weiter unter hausgemachten Problemen: Der Konzernumbau und milliardenschwere Rechtsstreitigkeiten werden das Institut auch im laufenden Jahr belasten, nachdem 2015 ein Rekordverlust angefallen war.

GEDULD IST GEFRAGT



Cryan wirbt um Geduld. "Wir erwarten, dass sich die Früchte unserer Arbeit ab 2018 in unseren Ergebnissen und in der Erreichung unserer Ziele positiv niederschlagen werden", erklärte der Brite, der die Bank nach der Hauptversammlung im Mai alleine führen wird. Sein Co-Chef Jürgen Fitschen verabschiedet sich dann in den Ruhestand. Cryan will die Deutsche Bank im Privatkundengeschäft verkleinern - durch den Verkauf der Postbank und eine Ausdünnung des verbleibenden "blauen" Filialnetzes. Die Investmentbank bleibt dagegen als Rückgrat des Konzerns erhalten. Das Handelsgeschäft soll aber kapitalschonender betrieben werden. Außerdem will Cryan das Profil für Firmenkunden schärfen - im Kreditgeschäft, aber auch in der Beratung rund um Fusionen & Übernahmen (M&A) und bei Börsengängen.

Die Zahlen zum ersten Quartal werden am 28. April erwartet. Im Investmentbanking stellt der Konzern dann erstmals vollständige Transparenz her, weil das Handelsergebnis separat ausgewiesen wird. In ihrer wichtigsten Domäne, dem Anleihehandel, kann sich die Deutsche Bank zu Jahresbeginn normalerweise über starke Zahlen freuen, weil dann besonders viele Bonds platziert werden und die Investoren sehr aktiv sind. Dieses Mal war der Jahresauftakt allerdings auf breiter Front mau. Vor allem die Angst vor einer Konjunkturabkühlung in China drückte auf die Stimmung.

Die Aktie der Deutschen Bank hat seit Jahresbeginn etwa 20 Prozent an Wert eingebüßt und damit mehr als doppelt so viel wie der Dax. Am Freitag legte das Papier jedoch sechs Prozent zu und war damit Spitzenreiter im Leitindex. Alle Finanztitel profitierten Händlern zufolge von den jüngsten Beschlüssen der Europäischen Zentralbank und der Ausweitung der Geldflut.

WENIGER GELD FÜR DIE TOP-MANAGER



Dass im vergangenen Jahr ein Verlust von fast sieben Milliarden Euro zu Buche gestanden hat, merken die Top-Manager der Deutschen Bank auch im eigenen Geldbeutel. Die Gesamtvergütung des Vorstands lag bei 22,7 Millionen Euro und damit 36 Prozent unter Vorjahr. Auf Jürgen Fitschen entfielen 3,8 Millionen Euro, auf den seit Juli amtierenden Cryan 1,9 Millionen. Boni auf Vorstandsebene hat der Aufsichtsrat für das abgelaufene Jahr komplett gestrichen.

In der übrigen Belegschaft gab es für 2015 zwar Prämien. Cryan hatte aber bereits spürbare Einschnitte angekündigt, die sich nun bewahrheiten: Insgesamt sank die variable Vergütung währungsbereinigt um 17 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Im Firmenkundengeschäft und Wertpapierhandel lag der Rückgang bei 20 Prozent. Hier sind allerdings Finanzkreisen zufolge auch Verwaltungsfunktionen mit eingerechnet. In Teilen der Investmentbank gebe es Einschnitte von bis zu 30 Prozent, sagten Insider der Nachrichtenagentur Reuters schon vor einigen Wochen. Insgesamt stieg die Vergütung im Konzern leicht auf 10,5 (2014: 10,0) Milliarden Euro. Denn konträr zur ausgerufenen Schrumpfkur stieg die Zahl der Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr um rund 3.000 auf über 101.000 Leute.

Reuters

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Bildquelle: Ralph Orlowski/Reuters

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